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Datensicherung und Prozessoren

13.02.2008 | 12:20 Uhr |

Neben möglichst ausfallsicheren, internen Speichern ist natürlich auch eine regelmäßige Datensicherung Voraussetzung für Hochverfügbarkeit. Hochverfügbare Server müssen hierfür entsprechende Kapazitäten bereitstellen. Viele Dual-Prozessor-Systeme haben Platz für bis zu acht Hot-Plug-Festplatten und ein internes Bandlaufwerk.

Sollte der Wunsch-Server nicht ausreichend Platz für Platten und Tapes bieten oder externe Speicherlösungen bevorzugt werden, müssen entsprechende Laufwerkscontroller für eine externe Datensicherung sorgen. Diese kann entweder über ein SAN und das recht anspruchsvolle Fibre-Channel-Protokoll erfolgen – wie es normalerweise große Unternehmen mit ihren riesigen Datenmengen bevorzugen. Mittelständische Unternehmen setzen kostengünstiger auf die iSCSI-Technologie, bei der sich Server in IP-basierte Netzwerke integrieren lassen.

Bei der Prozessorausstattung sind mehrere Prozessoren normalerweise Pflicht. Ob ein System ein, zwei oder mehrere Prozessoren enthält hat für die Verfügbarkeit zwar keine direkte Auswirkung. Doch in Servern höherer Leistungsklassen gehört dies inzwischen zum Standard.

Es gibt nur einige wenige Ausnahmen, bei denen Sie sich mit 1-Prozessor-Maschinen zufriedengeben sollten. Das sind beispielsweise einfache Print-Server oder Server für File-Dienste. Für die meisten anderen Anwendungen haben viele Unternehmen heute Dual-Prozessorsysteme mit Dual-Core-Technologie im Einsatz.

In größeren Unternehmen wird Hochverfügbarkeit bei kritischen Anwendungen wie Datenbank, Webserver oder E-Mail über Cluster-Lösungen realisiert. In High Availability Clustern koppelt man beispielsweise einen kritischen Datenbank-Server mit einem zweiten Rechner. Tritt auf dem Datenbank-Server ein Fehler auf, werden die auf diesem Rechner laufenden Dienste auf den anderen Knoten migriert. Das Zweitsystem übernimmt im Fehlerfall die Aufgaben des Primärsystems.

Bei Hochverfügbarkeits-Clustern unterscheidet man zwischen Aktiv/Passiv- und Aktiv/Aktiv-Clustern. Sind beide Knoten aktiv (Aktiv/Aktiv), ist eine Lastverteilung zwischen den Knoten möglich. Bei Ausfall des einen Knotens übernimmt der andere dessen Arbeit ganz. Bei einem Aktiv/Passiv-Cluster arbeitet dagegen immer nur ein Server – das Primärsystem. Der zweite, wartende Server ist das Stand-by-System und muss bei Ausfall des Primärsystems aktiviert werden.

Cluster werden vor allem über Rack- und Blade-Server realisiert. Ein Rack-Server ist kompakt, er misst meist nur eine Höheneinheit (HE). Eine HE entspricht einer Höhe von 4,45 Zentimeter. Ein handelsüblicher 19-Zoll-Standard-Rackschrank hat eine Höhe von 42 HE. Er bietet damit Platz für 42 Rack-Server mit 84 CPUs bei Dual-Prozessorsystemen. Zum Vergleich: Herkömmliche Server haben eine Höhe von drei HE, womit ein Rack maximal 14 Server aufnehmen kann.

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