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Datenschutz: Registrierung kann riskant sein

29.10.2004 | 12:58 Uhr |

Kurz und gut: Eine neue Seriennummer muss her. Oft hilft hier der Hersteller weiter – aber nicht immer. Wenn Sie beim Kauf der Software die beiliegende Registrierkarte eingeschickt haben, haben Sie Glück. Dann kennt der Hersteller Sie als Kunden, und Sie können auf diesem Weg nachweisen, dass Sie Eigentümer des Programms sind.

Allerdings hat der Hersteller dann auch diverse persönliche Daten von Ihnen, mindestens Ihre Adresse und oft auch die Telefonnummer. Das widerspricht nicht nur dem Bedürfnis vieler Anwender nach Privatsphäre, sondern könnte auch kritisch werden, wenn Ihre Seriennummer auf einem anderen Rechner gefunden wird oder gar im Internet auftaucht. Das kann etwa dann der Fall sein, wenn jemand über einen Key Generator (Keygen) eine Seriennummer erzeugt hat, die zufällig Ihrer entspricht.

Keygen-Tools gibt es zu vielen Programmen. Sie kursieren im Internet und stammen meist von Crackern, die durchschaut haben, wie sich die Seriennummer eines bestimmten Programms zusammensetzt und wie sie berechnet wird. Oft stammen diese Informationen sogar aus dem Umfeld der Programmierer. Mit einem Keygen-Tool lassen sich beliebig viele gültige Seriennummern erstellen.

Achtung: Weder als registrierter noch als unregistrierter Nutzer dürfen Sie Seriennummern weitergeben, auch nicht an Freunde oder Familienmitglieder. Wenn sich eine weitergegebene Seriennummer Ihrem Exemplar einer Software zuordnen lässt, kann das teuer für Sie werden. Zwar sind uns keine Fälle bekannt, wo die Weitergabe einer Seriennummer im engsten Freundeskreis eine Haftstrafe nach sich gezogen hätte; zivilrechtliche Folgen können sich daraus jedoch sehr wohl ergeben. Der Hersteller kann zumindest für jede verwendete Kopie Schadenersatz in Höhe der Anschaffungskosten der Software geltend machen. Und je nachdem, von wie vielen möglichen Kopien der Richter ausgeht, kann die Summe schnell in die Zehntausende gehen.

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