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2. FAT32-Partitionen ermöglichen gemeinsamen Zugriff Dateien und Formate

26.02.2004 | 10:42 Uhr |

Damit Sie die Anleitungen und Tipps in diesem Artikel umsetzen können, muss mindestens eine Partition mit FAT32-Dateisystem auf Ihrem PC vorhanden sein. Falls das noch nicht der Fall ist, können Sie diese über Yast2 unter "System, Partitionieren" anlegen. Verwenden Sie dafür freien Festplattenplatz oder eine unbenutzte Partition. Vor dem Partitionieren sollten Sie eine Sicherheitskopie Ihrer Daten anlegen. Die Einbindung einer FAT32-Partition unter Linux ist in der Regel unproblematisch, nur auf die korrekte Vergabe der Zugriffsrechte müssen Sie achten.

Sollten Sie bei der Installation von Linux bereits über eine solche Partition verfügen, erkennt Linux diese meist automatisch und versieht sie mit den nötigen Zugriffsrechten. Suse Linux legt bei der Installation für Windows-Partitionen meist automatisch Desktop-Verknüpfungen an, über die Sie die jeweilige Partition per Mausklick mounten und im Konqueror öffnen können. Wollen Sie auf eine FAT32-Partition unter Linux zugreifen, muss diese in den Verzeichnisbaum eingehängt, also "gemountet" sein. Dazu dient der Befehl "mount", den Sie als Benutzer "root" zunächst folgendermaßen ausführen:

mount -t vfat -o rw,

users,gid=users,quiet,

umask=000,nls=iso8859-1

/dev/FAT32-Partition

/Einhängepunkt

Hier bestimmt zunächst der Eintrag "vfat" den Partitionstyp, also FAT32. Außerdem werden folgende Optionen festgelegt:

1. "rw" gibt die Partition zum Lesen (r=read) und Schreiben (w=write) frei.

2. "users" erlaubt allen Benutzern, die Partition in das Dateisystem einzubinden.

3. "gid=users" erweitert die Zugriffsrechte der Partition auf die Gruppe "users".

4. "quiet" unterdrückt gegebenenfalls Abfragen zu veränderten Zugriffsrechten.

5. "umask=000" setzt sämtliche Zugriffsrechte für den Dateizugriff auf die eingehängte Partition.

6. "nls=iso8859-1" steuert die Konvertierung zwischen Ascii- und Unicode-Zeichen. Sie können Partitionen auch automatisch beim Systemstart einbinden lassen, dazu müssen Sie die Datei "fstab" editieren.

Um auf Dateien sowohl unter Windows als auch unter Linux zugreifen zu können, müssen Sie einige Spielregeln bezüglich der Namensgebung und des Speicherformats beachten.

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