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Das weite Feld

10.03.2008 | 08:55 Uhr |

Eine exakte Definition für das Genre und seine Unterarten existiert bislang nicht, die "Serious Games" sind ein weites Feld. "Als Bewerber für den hessischen Serious Games Award wurden auch Eisenbahn-Simulationen und klassische "Edutainment"-Titel eingereicht, also Lernspiele für Kinder", erzählt Vicente Arioli.

"Daran sieht man, wie schwammig der Ausdruck ist." Zu den "Serious Games" zählen zudem nicht nur kommerzielle Titel, sondern auch Programme für die Berufsausbildung. Darunter etwa der interaktive Film The Anatomy of Care, in dem Sie unter anderem als Krankenschwester oder Empfangschefin reden Umgang mit Patienten üben.

Oder die zweiteilige Polizeiserie The Incident, in der Sie mit Geiselnehmern und Selbstmördern verhandeln – und die ausschließlich an amerikanische Gesetzeshüter verkauft wird. The Anatomy of Care und The Incident stammen vom US-Entwickler Will Interactive, der auch die älteste Form von "Serious Games" herstellt: militärische Übungssimulationen.

Zum Beispiel AT/FP Deployed Naval Command, einen interaktiven Film, der Sie zum Kapitän eines Zerstörers macht. Vom englischen Hersteller Trusim wiederum stammt der Interactive Trauma Trainer, mit dem britische Feldärzte Notoperationen üben. Als Urvater der militärischen Computerspiele - und somit als erstes "Serious Game" überhaupt - gilt The Bradley Trainer, den Atari 1980 als Übungsprogramm für amerikanische Panzerfahrer entwarf.

Als Grundlage diente der Spielhallen-Titel Battlezone, in dem man einen Kettenkoloss aus der Ego-Ansicht steuerte. Solchen Armee- Simulationen widmen wir in der nächsten GameStar-Ausgabe einen ausführlichen Report.

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