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Das schlimmste PR-Desaster

08.05.2010 | 11:01 Uhr | Benjamin Schischka

Logo: Vista-fähig
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Im Februar 2008 werden extrem peinliche, interne Dokumente enthüllt, die das Gerichtsverfahren gegen Microsoft wegen sogenannter “Junk PCs” ankurbeln sollen. Die Sammelklage gegen den Konzern beschuldigt Microsoft, man habe die Kunden bewusst in die Irre führen wollen, indem man Windows-XP-Computern das Siegel “Vista-fähig” aufsetzte. Wie sich jedoch herausstellt, unterstützten diese für Vista angepriesenen PCs oft nicht mal die wichtigsten Funktionen des neuen Betriebssystems. Über Monate hinweg werden immer mehr interne Dokumente aufgedeckt, unter anderem von einem namentlich nicht genannten Mitarbeiter, der in einer E-Mail schreibt: “Selbst ein Stück Schrott bekommt von uns den Aufkleber Vista-fähig”. Jim Allchin, der zu dieser Zeit Vizepräsident von Microsofts Service-Abteilung ist, schreibt dazu: “Wir haben es echt vermasselt... ihr Leute müsst mit unseren Kunden besser umspringen.”

Weitere E-Mails verraten, dass Microsoft die Marketing-Kampagne für Vista gestartet haben könnte, um Intel dabei zu helfen, seine billigen und schwachen Prozessoren zu verkaufen, die wissentlich nicht Vista-kompatibel sind.

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