256989

Das sagt die Deutsche Telekom

27.05.2008 | 12:41 Uhr |


Marc Sausen, Pressesprecher der Deutsche Telekom AG/T-Home: "Grundsätzlich besteht die Telekom auf Vertragserfüllung durch den Kunden. Nur in begründeten Ausnahmefällen, die der Kunde nicht zu vertreten hat, kann der DSL-Vertrag vorzeitig aufgelöst werden. Das wäre beispielsweise bei einem Bundeswehr-Soldaten der Fall, der vom Bundesministerium der Verteidigung ins Ausland versetzt wird.

Anders sieht es dagegen aus, wenn man wegen einem neuen Job innerhalb Deutschlands umzieht. Hier muss der Kunde seinen Vertrag erfüllen. In Fällen, in denen zwei Telekom-Kunden in eine gemeinsame Wohnung zusammen ziehen, beispielsweise nach einer Hochzeit, würde die Telekom sich aber kulant zeigen und der Auflösung eines der beiden Verträge zustimmen."

PC-WELT: Wie ist denn die Vorgehensweise, wenn nach einem Umzug gar kein DSL mehr am neuen Wohnort verfügbar ist? Kommt man dann vorzeitig aus dem Vertrag raus?

Sausen: "Hier besteht rein rechtlich gesehen kein Sonderkündigungsrecht, weil DSL standortgebunden zur Verfügung gestellt wird. Aber auch hier kommt es schlussendlich auf das Gespräch mit unseren Kundenberatern an. Wie bereits erwähnt: Wir sind ein sehr kundenorientiertes Unternehmen."

Letztendlich sind in solchen Fällen immer Einzelfallentscheidungen erforderlich, die der Telekom-Mitarbeiter vor Ort fällen muss. Sprich: Im T-Punkt um die Ecke oder an der Hotline entscheidet es sich, ob man den kompletten Vertrag absitzen muss oder ob man vorzeitig rauskommt. Wenn man beim ersten Telekom-Mitarbeiter auf Granit beisst, kann man also immer noch zum nächsten T-Punkt tingeln und hoffen, dass der dortige Ansprechpartner etwas kulanter ist. Denn rechtlich einklagbar sei die vorzeitige Vertragsauflösung nicht, wie Sausen betont, sondern es würde sich immer um Kulanz-Entscheidungen seitens der Deutschen Telekom handeln.

Sausen betonte in diesem Zusammenhang, dass alle T-Punkt- und Hotline-Mitarbeiter natürlich genaue Vorgaben haben würden, so dass die Entscheidung darüber, ob eine vorzeitige Vertragsauflösung möglich ist, eigentlich überall gleich ausfallen sollte. Doch auch Telekom-Mitarbeiter sind bekanntlich nur Menschen, die Stimmungsschwankungen unterliegen und demzufolge Vorgaben unterschiedlich auslegen können. Da kann es durchaus Sinn machen, mehrere Anläufe bei verschiedenen Mitarbeitern zu versuchen.

0 Kommentare zu diesem Artikel

PC-WELT Marktplatz

256989