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Alte Hardware gezielt aufrüsten und Ihr PC wird fit für aktuelle Software

03.08.2017 | 09:16 Uhr |

Für aktuelle Software brauchen Sie einen neuen PC? Von wegen! Gezieltes Aufrüsten macht auch ältere Rechner fit für neue Programme.

Neue Software bringt meist zusätzliche Funktionen mit, die mehr Rechenleistung fordert. Doch selbst wenn Ihr PC rund fünf Jahre alt ist, heißt das nicht, dass Sie dafür unbedingt einen neuen Rechner brauchen. Manche Programme geben sich auch in aktuellen Versionen sehr bescheiden, was die Ansprüche an die Hardwareleistung angeht. Bei anderen genügt es, das Gerät mit einfachen und kostengünstigen Maßnahmen wie etwa zusätzlichem Arbeitsspeicher aufzurüsten. Doch manchmal genügt das nicht mehr: Dann müssen Sie über eine Neuanschaffung nachdenken. Wir zeigen Ihnen an ausgewählten Beispielen, welche aktuellen Programme auf einem älteren Rechner keine Probleme machen, wann ein gezieltes Upgrade ausreicht und wo Sie um eine umfassende Aufrüstung oder einen Neukauf nicht herumkommen.

Upgrade auf Windows 10: Nicht sehr Hardware-hungrig

Viele Programme fordern als Grundlage ein aktuelles Betriebssystem, damit Sie alle Funktionen optimal nutzen können oder sich überhaupt installieren lassen. In den meisten Fällen bedeutet das, dass Sie von Windows 7 auf Windows 10 wechseln müssen. Obwohl Windows 10 mit einem üppigen Funktionsumfang daherkommt, ist es ein relativ genügsames Betriebssystem, wenn es um die Leistungsanforderungen für die Hardware geht. Im PC sollten dafür mindestens zwei Gigabyte Arbeitsspeicher sitzen, eine CPU mit einem Gigahertz Taktrate sowie 16 Gigabyte freien Speicherplatz für die 32-Bit-Variante und 64 Gigabyte für die 64-Bit-Version. Da aber Microsoft Windows 10 durch regelmäßige Updates um zusätzliche Funktionen erweitert, empfiehlt es sich, noch einige Gigabyte mehr Speicherplatz einzukalkulieren. Die Grafiklösung im Rechner sollte mindestens die Microsoft-Grafikschnittstelle DirectX 9 unterstützen. Ob Sie dafür die integrierte Grafikeinheit des Prozessors oder eine zusätzliche Grafikkarte nutzen, spielt keine Rolle.

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Diese bescheidenen Ansprüche bedeuten, dass selbst PCs und Notebooks, die rund 10 Jahre alt sind, mit Windows 10 zurechtkommen sollten, sofern die Rechner nicht schon damals günstige Einsteigermodelle waren. Ein genereller Tipp für mehr Rechenleistung gilt aber unabhängig von den Windows-Mindestanforderungen: Installieren Sie das Betriebssystem auf einer SSD anstelle einer Festplatte. Denn so arbeitet Windows überaus reaktionsschnell, Ladezeiten verkürzen sich und auch der Startvorgang beschleunigt sich.

Windows 10 ist trotz des Funktionsumfangs nicht besonders Hardware-hungrig.
Vergrößern Windows 10 ist trotz des Funktionsumfangs nicht besonders Hardware-hungrig.

PC fit machen für Microsoft Office 2019

Seit Oktober 2018 gibt es eine neue Version von Microsoft Office. Die Version Office 2019 lässt sich ausschließlich auf PCs mit Windows 10 installieren, ältere Versionen des Betriebssystems werden nicht mehr unterstützt. Das Office-Paket enthält unter anderem Word, Excel und Powerpoint, die nun neben einigen weiteren Tools auf den neuesten Stand gebracht wurden. Es gibt nun Text-zu-Sprache-Funktionen, verbesserte Zeichenfunktionen und auch visuelle Animationen wie 3D-Modelle für Powerpoint. Daher sind auch die Anforderungen an die Hardware etwas gestiegen. Bei den folgenden Angaben handelt es sich um die offiziellen Mindestvoraussetzungen – stärkere Komponenten und mehr Speicher sind natürlich immer besser, damit die Programme flotter laufen.

Das brauchen Sie: Für Office 2019 sollte der Arbeitsspeicher für die 64-Bit-Variante mindestens vier Gigabyte betragen, für die 32-Bit-Version genügen gerade noch zwei Gigabyte – aber wir raten generell mindestens zu Ersterem. Des Weiteren muss ein Prozessor verbaut sein, der mindestens über zwei Rechenkerne verfügt und eine Taktrate von 1,6 Gigahertz bietet. Damit Office die Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte nutzen kann, was im Übrigen auch für eine schnellere Verarbeitung von Effekten sorgt, muss die Grafiklösung mindestens DirectX 9 unterstützen. Auf der Festplatte benötigt das Office-Paket mindestens vier Gigabyte freien Speicher.

Wie für alle Produktivanwendungen empfehlen wir, auch die neue Office-Version auf einer SSD zu installieren. Befindet sich in Ihrem PC oder Notebook also eine HDD-Festplatte, besteht also Bedarf zur Umrüstung. Auch der Arbeitsspeicher spielt in diesem Fall eine große Rolle, denn dieser sollte nicht kleiner als vier Gigabyte sein; für den alltäglichen Praxiseinsatz raten wir zur doppelten Menge. Denn ein zu kleiner RAM bewirkt eine Auslagerung der Daten auf einen virtuellen Arbeitsspeicher, den Windows auf der Festplatte anlegt. Achten Sie beim Aufrüsten des Speichers darauf, dass der neue RAM-Riegel über den gleichen DDR-Speichertyp verfügt wie Ihr aktuell verbauter Speicher. Welcher Typ in Ihrem System steckt, finden Sie über die Gratis-Software CPU-Z im Reiter „Memory“ heraus, und zwar im oberen Bereich unter „General“ und „Type“. Wir empfehlen außerdem, bereits vorhandenen Arbeitsspeicher mit einer zu geringen Kapazität komplett zu ersetzen anstatt zu erweitern, da die Speicherkits aufeinander abgestimmt sind und stabiler laufen.

Das kostet es: Eine neue SSD mit nicht zu knapp bemessenen 250 Gigabyte Kapazität gibt es aktuell schon ab rund 50 Euro. Dabei handelt es sich um eine SATA-SSD, deren Geschwindigkeit für den Einsatzzweck vollkommen ausreichend ist. Damit haben Sie auf jeden Fall genug Platz für Windows 10 sowie Office 2019, größere Projekte und auch für die Auslagerung der Daten. Acht Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher kosten rund 40 Euro, DDR4-Speicher mit derselben Kapazität kostet knapp 60 Euro. In Summe müssen Sie also nicht mehr als 100 Euro für neue Hardware ausgeben.

Büro-Programme wie das neue Office 2019 von Microsoft profitieren stark von einer SSD.
Vergrößern Büro-Programme wie das neue Office 2019 von Microsoft profitieren stark von einer SSD.

Virtuelle PCs: Diese Hardware brauchen

Sie Virtuelle PCs sind simulierte Rechner, die auf einem echten PC (dem Host-System) laufen: Sie kommen vor allem bei Software-Entwicklern zum Einsatz, die damit beispielsweise neue Programme oder Funktionen in einer Umgebung testen können, die vom Produktivsystem abgekapselt ist. Aber auch für Privatanwender bieten virtuelle Maschinen interessante Einsatzzwecke: Durch die Trennung von virtuellem und echtem PC können Malware und andere Schadprogramme, die Sie sich möglicherweise eingefangen haben, nicht auf den virtuellen Rechner übergreifen und umgekehrt: Deshalb können Sie im virtuellen PC ohne Sicherheitsrisiko zum Beispiel Onlinebanking durchführen oder Programme installieren, die Sie aus nicht vertrauenswürdigen Quellen heruntergeladen haben. Außerdem lassen sich in VMs andere Betriebssysteme installieren und ausprobieren.

Das brauchen Sie: Wir empfehlen mindestens einen Prozessor mit vier Kernen, jedoch nicht zwingend mit acht Threads (also Hyperthreading), auch wenn es natürlich nicht schadet. Denn im Optimalfall weisen Sie der virtuellen Maschine mindestens zwei Prozessorkerne zu, damit sie nicht allzu langsam läuft. Auf hohe Taktraten müssen Sie dagegen nicht viel Wert legen. Außerdem sollte die VM auf einer SSD ausgeführt werden, die für schnellere Reaktions- und Ladezeiten sorgt. Auch die Kapazität des Arbeitsspeichers ist zu prüfen. Denn VMs benötigen wie richtige PCs ebenfalls Arbeitsspeicher, um Daten auszulagern. Je nach Einsatzzweck der virtuellen Maschine sollten Sie ihr zwei bis vier Gigabyte zuweisen. Da aber auch das restliche System gleichzeitig ebenfalls noch RAM benötigt, empfehlen sich insgesamt acht bis 16 Gigabyte Arbeitsspeicher. Die Grafikkarte spielt eine nicht ganz so wichtige Rolle bei VMs, weil durch die virtuelle Anbindung zu viel Leistung auf der Strecke bleibt.

Das kostet es: Ein 16-GB-DDR4-Kit kostet rund 130 Euro, allerdings variiert das je nach Speichertyp etwas. Eine SSD mit 250 Gigabyte Kapazität schlägt mit 50 Euro zu Buche. Insgesamt würde hier die Investition knapp 200 Euro betragen, sofern die Komponenten Ihres alten Rechners nicht allzu langsam sind.

Virtuelle Maschinen benötigen ebenso wie ein echter PC Arbeitsspeicher.
Vergrößern Virtuelle Maschinen benötigen ebenso wie ein echter PC Arbeitsspeicher.

WLAN nachrüsten: Den PC ins schnellere Funknetz bringen

Den PC mit einer flotten WLAN-ac-Karte nachzurüsten, ist vergleichsweise unkompliziert. Natürlich könnten Sie es sich auch noch bequemer machen und einen USB-WLAN-Stick kaufen, doch der ist in Sachen Reichweite meist den internen Drahtlosnetzwerkkarten unterlegen, weil letztere mit einer besseren externen Antenne kommen. Nur im Notebook wird das Nachrüsten etwas aufwendiger – hier ist der USB-Stick die einfachere Alternative.

Das brauchen Sie: Der Anschluss der WLAN-Karte erfolgt über einen freien PCI-Express-Anschluss auf der Hauptplatine. Dort stecken Sie das WLAN-Modul dann einfach ein – ein zusätzlicher Stromanschluss ist nicht notwendig. Es genügt eine kleine x1-Schnittstelle, die auf den meisten Hauptplatinen verfügbar sein dürfte.

Beim Kauf müssen Sie sich entscheiden, ob Sie ein Modell einbauen, an dem direkt eine oder mehrere Antennen montiert werden, oder eine kabelgebundene Variante, die sich flexibel aufstellen lässt. Ersteres Modell erspart das Verlegen unschöner Anschlusskabel; doch wenn der Rechner direkt mit der Rückseite an einer Wand steht, kann das den Empfang einschränken – in dem Fall ist die zweite Variante besser.

Um die volle Geschwindigkeit und den vollen Funktionsumfang zu erhalten, installieren Sie den offiziellen Herstellertreiber. Wird keiner zur Verfügung gestellt, dann übernimmt Windows die Installation dank Plug & Play.

Das kostet es: Eine leistungsfähige WLAN-Karte wie die Asus PCE-AC88 AC3100 für den internen Einbau und mit externen Antennen kostet rund 85 Euro.

WLAN-ac am PC nachzurüsten ist nicht aufwendig.
Vergrößern WLAN-ac am PC nachzurüsten ist nicht aufwendig.
© Asus

4K, HDR & RAW: Aufrüstung für Video- und Fotobearbeitung

Wer am PC kreativ arbeitet und häufig Filme selbst erstellt und schneidet oder Fotos mit aufwendigen Effekten optimiert, benötigt hohe Rechenleistung, wenn er auf das Ergebnis nicht allzu lange warten will. Das gilt vor allem für Videos in 4K-Auflösung und Fotos im HDR- und RAW-Format. Zusätzlich braucht dieses Material auch viel lokalen Speicherplatz.

Das brauchen Sie: Um eine Neuanschaffung kommen Sie nicht herum, wenn Ihr PC drei oder vier Jahre alt ist und schon damals nicht für aufwendige Multimedia-Anwendungen ausgelegt war. Ein Prozessor mit vielen Kernen ist eine Grundvoraussetzung, da die meisten Programme für Video- und Bildbearbeitung mit der Kernanzahl skalieren, weil sie viele Arbeitsschritte parallel berechnen lassen können. Deshalb empfehlen wir den AMD Ryzen 7 2700X für 315 Euro. Er bietet acht Kerne und 16 Threads. Zwar gibt es CPUs mit genauso vielen Kernen und Threads auch von Intel, die sind jedoch deutlich teurer. Für die Ryzen-CPU benötigen Sie eine Hauptplatine mit dem Steckplatz AM4 und dem Chipsatz X370: Die gibt es ab knapp 70 Euro. Auch ein neuer CPU-Kühler wird fällig, empfehlenswerte Modelle gibt es ab 18 Euro.

Anzuraten ist auch ein üppiger Arbeitsspeicher mit 16 GB. Ryzen-Prozessoren profitieren dabei von einem hohen Speichertakt (mindestens 3200 MHz), was für eine spürbare Mehrleistung sorgt. Solche Kits können Sie ab 130 Euro kaufen.

Auch eine ordentliche Grafikkarte darf nicht fehlen. Wenn Sie kein 4K-Material verarbeiten müssen, genügt eine Nvidia Geforce GTX 1060 mit sechs Gigabyte Grafikspeicher für 230 Euro. Stehen Videos mit 4K-Auflösung auf Ihrer kreativen Tagesordnung, sollte es schon eine Nvidia Geforce RTX 2080 sein, die mit satten 740 Euro zu Buche schlägt. Die HDD, eine eventuelle SSD und das Netzteil können Sie vom alten PC übernehmen, sofern der Stromspender mindestens 650 Watt leistet. Ansonsten kostet ein passendes Netzteil um die 65 Euro.

Das kostet es: Wenn Sie einen PC für die 4K-Verarbeitung aufrüsten wollen, dann zahlen Sie 1273 Euro, für die günstigere Aufrüstvariante etwa 763 Euro – beide Aufrüstvorschläge aber ohne neues Netzteil.

Besser spielen: Upgrade für neue Grafiktechniken

Seit dem Marktstart der neuen RTX-2000-Grafikkarten von Nvidia im August 2018 sind vor allem folgende Begriffe bei PC-Spielern in aller Munde: Raytracing und Deep Learning. Die neuen Grafikkarten RTX 2070, 2080 und 2080 Ti sind so leistungsfähig und mit neuer Technik ausgestattet, dass Sie die genannten Funktionen in Echtzeit ausführen können. Die Karten bringen damit ein Leistungsniveau in den PC, das bis vor Kurzem nur teure Workstations erreichten. Raytracing sorgt dafür, dass Licht und Schatten physikalisch korrekt in Spielen und Anwendungen dargestellt werden, sich also beispielsweise an Objekten brechen und davon realistisch reflektieren. Deep Learning nutzt neuronale Netze und große Datenmengen, um bestimmte Dinge selbstständig zu erkennen und zu verbessern. Damit sollen die Bildqualität und die Grafikeffekte in Spielen auf die nächste Stufe gehoben werden.

Das brauchen Sie: Aktuell führt kein Weg an den Geforce-RTX-2000-Grafikkarten von Nvidia vorbei, wenn Sie auf die neuen Techniken umsatteln möchten. Dafür wird auch eine ordentliche Stange Geld fällig: Das günstigste Modelle Geforce RTX 2070 gibt es ab 519 Euro, die RTX 2080 kostet bereits 740 Euro und das Flaggschiff RTX 2080 Ti mit der besten Leistung ist mit 1170 Euro sehr teuer. Natürlich darf das restliche System nicht von schlechten Eltern sein, aber nur die Grafikkarten sind entscheidend für die neuen Effekte und Techniken. Das Netzteil sollte dabei auch nicht zu schwachbrüstig sein und mindestens 650 Watt bieten. Kostenpunkt dafür: 65 Euro.

Das kostet es: Sofern Sie nichts zusätzlich nachrüsten müssen, sind mindestens 519 Euro fällig, maximal 1170 Euro.

Basis-Tipps fürs PC-Upgrade

Egal, welche Umbaumaßnahmen Sie am Rechner vornehmen: Beim Einbau neuer Hardware – und sei es nur das Einsetzen eines zusätzlichen Speicherriegels – gibt es ein paar Grundregeln zu beachten: Zunächst sollte das Gerät komplett ausgeschaltet und vom Strom getrennt sein. Um die empfindliche Elektronik nicht zu beschädigen, ist es unerlässlich, sich vor dem Eingriff zu erden. Dafür fassen Sie vor dem Eingriff einfach an Gegenstände aus Metall, etwa einen Heizungskörper, um eventuelle statische Aufladungen Ihres Körpers abzuleiten. Oder Sie legen sich ein Antistatikband zu, das Sie mit einer leitenden Masse verbinden. Sollten Sie regelmäßig an PCs schrauben, dann lohnt sich die geringe Investition von rund 10 Euro auf jeden Fall. Das Armband tragen Sie während der Umbauarbeiten um Ihr Handgelenk. So können Sie sich sicher sein, dass lästige Stromschläge vermieden werden, die den Komponenten schaden könnten.

Ein Antistatikband ist nicht teuer und schützt vor Stromschlägen, die auf die Hardware übergehen.
Vergrößern Ein Antistatikband ist nicht teuer und schützt vor Stromschlägen, die auf die Hardware übergehen.
© MENGS

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Spielen in 4K: Die ultimative Hardware-Herausforderung

Flüssiges Gaming in der Ultra-HD-Auflösung von 3840 x 2160 Pixel ist immer noch sehr aufwendig und setzt überaus leistungsfähige PCs voraus. Doch wenn Sie schon einen nicht allzu alten Gaming-Rechner besitzen, müssen Sie sich für die hohe Auflösung nicht unbedingt ein ganz neues System zulegen.

Das brauchen Sie: Spiele profitieren immer noch stärker von einem Prozessor, der eine hohe Taktrate an den Tag legt – am besten mehr als 4 GHz –, als von vielen Kernen. Aber mindestens sollte es ein Modell mit vier physikalischen Rechenkernen sein. Aber selbst ein Intel Core i5-6700K taugt noch für ein Gaming-4K-System – sofern man die CPU mit einer starken Grafikkarte koppelt. Flüssiges Spielen, also mit regelmäßig über 60 Bildern pro Sekunde in maximalen Grafikdetails, schaff t erst eine Nvidia Geforce RTX 2080. Und die kostet ab 740 Euro. Zudem raten wir zu mindestens 32 Gigabyte Arbeitsspeicher, die es ab 230 Euro gibt. Achten Sie aber auch hier wieder auf die Leistung des Netzteils, das mindestens 650 Watt bieten sollte.

Das kostet es: Im günstigsten Fall kostet Sie das Upgrade auf ein 4K-Gaming-taugliches System 740 Euro für die neue Grafikkarte. Sind CPU und Netzteil aber zu leistungsschwach, kommt außerdem auch noch ein neues Mainboard hinzu.

Ältere Notebooks sinnvoll aufrüsten

Die grundlegende Hardware wie Prozessor und Grafi kkarte lässt sich in vielen Notebook nicht einfach austauschen. Entweder sind die Komponenten fest auf der Hautplatine verlötet oder es fehlt an passenden Ersatzteilen. Es gibt aber auch Hardware, die sich aufrüsten lässt: Dazu zählen der Arbeitsspeicher, die Festplatte, der Akku, das Drahtlosmodul (WLAN und Bluetooth) sowie ein eventuell noch vorhandenes optisches Laufwerk. Wie auch beim Desktop-PC ist es bei einem Notebook wichtig, dass die korrekten RAM-Module eingebaut werden. Denn bei den Speicherriegeln sollte es sich um die kompakteren Varianten mit der richtigen Pin-Bestückung handeln. In Sachen Kapazität sollten es auch hier mindestens acht Gigabyte sein, die auf zwei Module aufgeteilt sind. Ein sinnvolles Upgrade ist beim Laptop der Einbau einer SSD, da sich die Verbesserungen unmittelbar und spürbar bemerkbar machen. Wichtig ist, dass Sie die maximale Einbauhöhe beachten, damit der Flash-Speicher auch ins Gehäuse passt. Um auf stabileres und schnelleres WLAN-ac umzusteigen, behelfen Sie sich einfach mit einem USB-Adapter. Ein Modell mit einer guten Preis-Leistung ist der AVM Fritz!WLAN USB Stick AC 430 für 27 Euro. Etwas aufwendiger ist der Austausch eines WLAN-Moduls, das als M.2- oder PCI-Mini-Card-Steckkarte auf der Notebook-Platine sitzt. Beachten Sie hierbei vor allem, dass Sie die daran angeschraubten Antennen nach dem Tausch auch wieder korrekt am Modul befestigen und den Treiber auf einem USB-Stick haben, um ihn anschließend zu installieren.

Bei Notebooks sind Hardware-Upgrades zwar möglich.CPU und Grafikkarte lassen sich aber meist nicht tauschen.
Vergrößern Bei Notebooks sind Hardware-Upgrades zwar möglich.CPU und Grafikkarte lassen sich aber meist nicht tauschen.
© Tuxedo

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