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Das margenträchtige Drumherum

09.06.2007 | 22:20 Uhr |

Schwerpunkt bei Kindermann wie bei den meisten Herstellern ist und bleibt der Business-Kanal. Aber wenn der gehobene Privatkundenbereich angesprochen werden soll, konzentriert sich Kindermann als Distributor und Hersteller von Präsentationstechnik auf die klassischen Dia-AV-Spezialisten.

Neben AV-Spezialisten von den Räumlichkeiten am besten aufgestellt sein müssten die Fotofachhändler, möchte man meinen. Denn früher mussten sie ja auch Dia-Projektoren verkaufen. ,,Leider nein", sagt Infocus-Managerin Wegner. Denn im Zuge der Digitalisierung hätten viele Fotoläden ihre früher bestehenden Vorführräume schon aufgegeben. Und da müsse man schon sehr viel Laufkundschaft haben, wenn sich ein solcher Raum lohnen soll.

Beklagenswert findet Wegner, dass auch von den großen Fachhändlern zu wenig Marketing für Beamer betrieben wird. Dabei sei technisches Knowhow oft nicht das Problem. ,,Die Händler, die nur den ,nackten` Projektor verkaufen, stehen natürlich unter großem Preisdruck, da im Internet sehr viele Preise verglichen werden", sagt Kindermann-Vertriebsleiter Fries und fügt hinzu, dass die Margen ohne Zubehör und Installation meist kaum höher als zehn Prozent gehen.

Ähnlich äußert sich auch Hans Jürgen Schneider, Vertriebsleiter bei dexxIT. Etliche Distributoren, darunter Kindermann, dexxIT und Ingram Micro, bieten Zubehör wie Leinwände, Ersatzlampen, Wand- und Deckenhalterungen an. Ein Bereich, auf den sich Kindermann spezialisiert hat, ist auch der für Anschlussdosen und Schalter. ,,Letztendlich kann jeder Fachhändler Installationen anbieten; er muss sich nur die richtigen Partner dazuholen, sei es, dass man Mitarbeiter speziell dafür einstellt und schulen lässt, sei es, dass man mit externen Firmen zusammenarbeitet", erklärt Fries.

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