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Das kommt vor einer Reparatur-Installation

31.08.2007 | 12:24 Uhr | Christian Löbering

Nicht immer ist die Reparatur-Installation das Mittel der Wahl. Auf jeden Fall sollten Sie die folgenden Tipps ausprobieren, um Ihr System wieder zum Laufen zu bekommen, bevor Sie eine Reparatur-Installation durchführen.

Abgesicherter Modus: Die klassische Reparatur-Option startet Windows in einer abgespeckten Form. Bei Problemen mit Autostart-Tasks oder Treibern ist sie häufig erfolgreich. Während des Bootvorgangs drücken Sie dazu wiederholt auf <F8> und wählen dann die Start-Option „Abgesicherter Modus“. Wenn dieser Modus noch funktioniert, können Sie fehlerhafte Programme oder Treiber dort deaktivieren.

Sehen Sie diesen Dialog, hat das Setup Ihr Windows erkannt. Drücken Sie auf <R>, um das System zu reparieren
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Treiber zurücksetzen: Die Start-Option „Letzte als funktionierend bekannte Konfiguration“ erreichen Sie ebenfalls mit der Taste <F8> beim Bootvorgang. Sie eignet sich ausschließlich bei Treiberproblemen, weil sie die Hardware-Konfiguration, die beim letzten erfolgreichen Windows-Start gesichert wurde, in die aktuelle Registry zurückschreibt.

Bootsektor reparieren: Falls der Startvorgang schon nach wenigen Sekunden abbricht, sind möglicherweise der Bootsektor und das Bootmenü (Boot.INI) defekt. Um diese zu reparieren, müssen Sie zunächst die Wiederherstellungskonsole starten. Booten Sie Ihren Rechner dazu mit der Windows-CD, drücken Sie bei der ersten Aufforderung auf <R>, wählen Sie eine Windows-Installation aus, und geben Sie dann das Kennwort Ihres „Administrator“-Kontos ein. Bei XP Home ist dieses Kennwort standardmäßig nicht gesetzt, drücken Sie hier einfach <Return>. Anschließend führen Sie nacheinander die drei folgenden Befehle aus:

fixmbrfixbootbootcfg /rebuild

Abschließend geben Sie „exit“ ein, um den Rechner neu zu starten.

Ntldr und Ntdetect wiederherstellen: Wenn der Bootvorgang mit der Fehlermeldung „NTLDR fehlt“ abbricht, müssen Sie noch den NT-Loader von der Windows-CD nachinstallieren. Starten Sie dazu die Windows-Wiederherstellungskonsole wie oben beschrieben. Geben Sie dann folgende Befehle ein – wir gehen im Beispiel davon aus, dass die Bootpartition C:\ und das CD-Laufwerk D:\ ist:

d:cd i386copy ntldr c:\copy ntdetect.com c:\

Mit dem Befehl „exit“ starten Sie Ihren Rechner anschließend neu.

Der richtige Zeitpunkt für die Reparatur-Installation

Wenn Sie diesen Dialog erhalten, wurde Ihr System nicht erkannt. Folgen Sie dem Punkt "Die Reparatur-Installation läßt sich nicht starten", um den Fehler zu beheben.
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Wenn alle vorher beschriebenen Maßnahmen nichts gebracht haben und Sie immer noch vor einem schwarzen Bildschirm sitzen, können Sie die Reparatur-Installation ausprobieren. Eine solche Reparatur funktioniert allerdings nur, wenn das System auf der Setup-CD das gleiche ist, das Sie installiert haben.

Dem Windows-XP-Lizenzvertrag müssen Sie mit der Taste <F8> zustimmen, damit es weitergeht
Vergrößern Dem Windows-XP-Lizenzvertrag müssen Sie mit der Taste zustimmen, damit es weitergeht
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Es gibt eine Reihe von Problemen, die sich meist nicht allein mit diesem Verfahren beheben lassen: Hat ein Virus oder Wurm das System befallen, bleibt er möglicherweise weiter bestehen. Wenn Sie den Schädling entfernen können (beispielsweise über ein externes System wie Knoppix oder Bart PE), danach aber immer noch ein Systemproblem haben, ist die Reparatur-Installation die richtige Wahl.

Die Methode empfiehlt sich auch, wenn die genaue Fehlerursache nicht bekannt ist: Sie können davon ausgehen, dass eventuell defekte oder gar fehlende Systemdateien repariert werden. Meistens hilft die Reparatur-Installation, wenn Ihr Windows XP den Start verweigert, nachdem Sie die Hauptplatine ausgetauscht haben. Der Grund für die Probleme: Die vorhandenen Gerätetreiber kommen mit der neuen Platine nicht klar. Während der Reparatur-Installation wird die neue Hardware erkannt und der passende Treiber – falls vorhanden – installiert. Im Idealfall können Sie das System danach ohne Einschränkungen genauso weiternutzen wie vor dem Eingriff (nachdem Sie es eventuell bei Microsoft neu aktiviert haben).

Die Grenzen: Die Reparatur-Installation kann in vielen Teilen der Registry keine Fehlkonfigurationen beheben. Ebenso wenig kann sie kaputte Treiber reparieren. Natürlich korrigiert sie auch keine Fehler in Anwendungen oder eine schwächer werdende Rechnerleistung.

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