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So machen Sie Ihr Smartphone fit für den Winter

25.01.2020 | 08:01 Uhr | Verena Ottmann

Kaum jemand geht heute noch ohne Smartphone aus dem Haus. Das gilt auch im Winter. Doch gerade hier lauern verschiedene Gefahren. Wir verraten Ihnen, wie Ihr Mobilgerät die kalte Jahreszeit am besten übersteht.

Sobald es draußen kälter wird, steigt die Gefahr, dass Ihr Smartphone dadurch Schaden nimmt. Vor allem der Akku, die Mechanik und das Display sind davon betroffen. Mit unseren Tipps kommen Sie gut durch den Winter.

Akku winterfest machen

Ein Akku erreicht seine optimale Leistung bei Zimmertemperatur. Eine Nacht im ausgekühlten Auto ist für ein Smartphone also nicht empfehlenswert. Falls es doch passiert, sollten Sie mit dem Aufladen des Akkus warten, bis das Gerät wieder Zimmertemperatur erreicht hat. Aber: Das Smartphone niemals auf einem Heizkörper aufwärmen! Dabei kann es zu mechanischen Schäden kommen. Erwärmen Sie den Akku lieber vorsichtig zwischen den Händen.

Unterstützend zur optimalen Umgebungstemperatur sollten Sie im Winter den Akkuverbrauch Ihres Mobilgeräts möglichst gering halten. Untersuchen Sie also die Energieoptionen des Smartphones, und aktivieren Sie gegebenenfalls den Energiesparmodus. Dann sind alle nicht benötigten Funktionen wie WLAN und Bluetooth ausgeschaltet, die die Akkulaufzeit unnötig verkürzen.

Eine Hülle mit zusätzlichem Akku wie das Mophie Juice Pack sorgt für ausreichend Energie. So hält Ihr Smartphone auch im Winter lange durch.
Vergrößern Eine Hülle mit zusätzlichem Akku wie das Mophie Juice Pack sorgt für ausreichend Energie. So hält Ihr Smartphone auch im Winter lange durch.
© Morphie

Sie können die Akkulaufzeit auch erhöhen, indem Sie Ihr Smartphone in eine Hülle mit Zusatzakku stecken. Beispielsweise gibt’s das Mophie Juice Pack  für das Samsung Galaxy S8, S9 und S10 samt Plusvarianten sowie für das Note 8 und 9 ab 60 Euro.

Auch eine besonders kompakte Powerbank wie die Cellularline Freepower Slim 5000  verlängert die Akkulaufzeit. Sie ist elf Millimeter dünn, bietet 5000 mAh und einen USB-C-Anschluss. Sie kostet etwa 20 Euro.

Siehe auch: Diebstahl-Schutz für Laptops, Handys & Co.

Schutz für das Gehäuse 

Die App Auto-Modus neu nimmt Anrufe automatisch an und leitet sie an ein verbundenes Headset weiter. So müssen Sie Ihr Smartphone nicht in die Hand nehmen.
Vergrößern Die App Auto-Modus neu nimmt Anrufe automatisch an und leitet sie an ein verbundenes Headset weiter. So müssen Sie Ihr Smartphone nicht in die Hand nehmen.

Grundsätzlich sollten Sie im Winter Ihrem Smartphone zuliebe schnelle Temperaturwechsel vermeiden – etwa, wenn Sie nach einem Vormittag auf der Piste und häufigem Whatsapp-Schreiben plötzlich in die warme Skihütte gehen. Denn dabei kann sich im Smartphone Kondenswasser bilden, welches der Elektronik schadet und im schlimmsten Fall für einen Kurzschluss sorgt. Um dies zu vermeiden, sollten Sie Ihr Handy möglichst ununterbrochen nah am Körper tragen, damit es nicht zu stark auskühlt. Um dennoch bequem telefonieren zu können, ohne jedes Mal das Smartphone aus der Tasche holen zu müssen, verwenden Sie am besten eine App wie Auto-Modus neu. Sie ermöglicht eine automatische Rufannahme und liest Ihnen sogar eingehende SMS-Nachrichten vor.

Und sollte doch mal Feuchtigkeit in Ihr Smartphone eingedrungen sein, schalten Sie es keinesfalls sofort wieder ein! Entfernen Sie die rückseitige Abdeckung, den Akku sowie SIM- und Speicherkarte (falls möglich beziehungsweise vorhanden), und lassen Sie das Gerät bei Zimmertemperatur trocknen. Bitte nicht auf die Heizung legen (siehe oben) oder den Föhn oder gar den Backofen zum Trocknen benutzen! Falls der Akku bei Ihrem Gerät fest verbaut ist, können Sie das Gerät auch in eine Tüte mit trockenem Reis oder Silicagelpäckchen stecken. Beides entzieht Feuchtigkeit. Hilft das alles nichts, bleibt Ihnen vermutlich nur der Herstellerservice.

Das Catphones Cat S52 ist ein besonders robustes Outdoor- Smartphone, das dabei aber auch optisch ansprechend ist.
Vergrößern Das Catphones Cat S52 ist ein besonders robustes Outdoor- Smartphone, das dabei aber auch optisch ansprechend ist.
© Cat

Um Wasserschäden zu vermeiden, können Sie sich beim Kauf für ein wasserfestes oder gleich für ein Outdoor-Modell wie das Catphones Cat S52 für 500 Euro entscheiden. Alternativ gibt es von verschiedenen Herstellern wasserfeste Hüllen für ausgewählte Modelle wie das Huawei P20 ab etwa 20 Euro. Modellunabhängig sind wasserdichte Universalhüllen etwa von Ranvoo oder Hoomil (erhältlich bei Amazon), die Sie hinsichtlich der Größe auswählen. Preislich liegen die Beutel bei etwa 10 Euro.

Tipp: Auch wasserfeste Gehäuse haben meist eine Aussparung für das Kameraobjektiv. Falls sich dort oberflächlich Feuchtigkeit oder Schmutz ablegt, können Sie das Objektiv mit einem Mikrofasertuch vorsichtig reinigen.

Die Hüllen der Zagg- Marke Gear4 sind besonders robust und schützen Ihr Smartphone vor Schäden – auch im Winter.
Vergrößern Die Hüllen der Zagg- Marke Gear4 sind besonders robust und schützen Ihr Smartphone vor Schäden – auch im Winter.
© Zagg

Nicht wasserfest, aber trotzdem robust sind etwa die Hüllen von Gear4 , die es für diverse Samsung-Modelle und das Pixel 4(XL) gibt. Je nach Variante sind die Hüllen aus D3O gefertigt, einem elastomeren Schaumstoff, der die während eines Aufpralls entstehende Energie absorbiert und abbaut. Die Hüllen sind in verschiedenen Ausführungen (einteilig oder zweiteilig) und Designs erhältlich. Sie kosten zwischen 35 und 55 Euro.

Tipp: Das sind die beliebtesten Smartphones: Top-10-Handys

Wintermantel für das Display 

Dem Display macht Frost ebenfalls zu schaffen, er lässt die Anzeige träge und verschwommen erscheinen. Bei extremen Minusgraden kann es sogar zu Schäden durch das Einfrieren der Kristalle kommen. Auch Risse sind dann möglich.

Wer hinsichtlich Winterschutz komplett auf Nummer Sicher gehen möchte, kann seinem Smartphone zusätzlich zum bereits genannten Outdoorgehäuse noch einen speziellen Displayschutz spendieren. Dieser besteht entweder aus gehärtetem Glas oder einer selbstklebenden Folie und dient nicht nur als Extraschicht gegen Frost. Er minimiert auch gleichzeitig das Schadensrisiko, falls Sie beim Skifahren oder Snowboarden stürzen sollten. Beispielsweise bietet Zagg  seine Folie Invisible Shield abhängig vom Smartphone-Modell in verschiedenen Ausführungen an. Preislich bewegen sich die Schutzfolien zwischen 20 und 50 Euro.

Spezielle Displayfolien, wie sie etwa Crocfol anbieten, schützen den Bildschirm Ihres Smartphones vor Kratzern und Stürzen –wenn Sie beispielsweise beim Snowboarden hinfallen.
Vergrößern Spezielle Displayfolien, wie sie etwa Crocfol anbieten, schützen den Bildschirm Ihres Smartphones vor Kratzern und Stürzen –wenn Sie beispielsweise beim Snowboarden hinfallen.
© Crocfol

Crocfol  hat ebenfalls einige Displayfolien im Sortiment, die im Winter nützlich sein können. So ist das Modell Titan 22 Hybrid Glass kratzfest und stoßabsorbierend, während das Modell Plus Edge für curved Smartphones besonders kratzfest ist und eine „selbstheilende“ Oberfläche besitzt. Die Folien sind für diverse Smartphones erhältlich und kosten zwischen 10 und 15 Euro pro Stück.

Immer wenn man denkt, es ist schon alles erfunden, kommt die Technik-Messe CES und die PC-Hersteller überraschen aufs Neue mit coolen Innovationen. Die Highlights dieses Jahr waren unter anderem ein vollwertiger Windows-PC im Design einer Nintendo Switch (Dell Concept UFO), falt-/biegbare Notebook-Displays, der 360-Hz-Monitor ASUS ROG Swift 360Hz, die Grafikkarte AMD Radeon RX 5600 XT, die mobile 4000er-Ryzen-Serie, der Threadripper 3990X mit 64 Kernen und 128 Threads, ein PC mit eingebauter Konsole (PS4 Pro oder Xbox One S), das Razer Kishi, das Intel NUC 9 Extreme Compute Element zum Selbstbau eines Mini-Gaming-PCs und ein Notebook mit sieben Displays (Codename "Aura 7") von Expanscape.

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