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So machen Sie Ihr Smartphone fit für den Winter

14.12.2017 | 08:02 Uhr |

Kaum jemand geht heute noch ohne Smartphone aus dem Haus. Das gilt auch im Winter. Doch gerade hier lauern verschiedene Gefahren für Ihr Mobilgerät. Wir verraten Ihnen, wie Sie diesen erfolgreich begegnen.

T-Shirts, Flipflops und Sonnenhut im Sommer, dicke Jacke, lange Hose und gefütterte Stiefel im Winter. Was für den Körper eine Selbstverständlichkeit ist – die Kleidung den Temperaturen anzupassen –, sollten Sie auch in Bezug auf Ihr Smartphone nicht vernachlässigen. Das heißt natürlich nicht, dass Sie Ihr Handy in Muttis Selbstgestricktes stecken müssen, um es warm zu halten. Sie können aber einiges dafür tun, damit Ihr Smartphone heil durch den Winter kommt.

Diese Gefahren lauern

Grundsätzlich können drei Teile Ihres Smartphones durch Kälte zu Schaden kommen: der Akku, die Mechanik und das Display. So erreicht beispielsweise der Akku seine optimale Leistung bei Zimmertemperatur. Sie sollten ihn also nicht für längere Zeit Temperaturen von unter +5 Grad aussetzen, da er sonst seine Ladung zu schnell verliert. Eine Nacht im ausgekühlten Auto ist also nicht empfehlenswert. Falls es doch mal passiert, sollten Sie mit dem Aufladen des Akkus warten, bis das Gerät wieder Zimmertemperatur erreicht hat. Aber: Das Smartphone niemals auf einem Heizkörper aufwärmen! Dabei kann es zu mechanischen Schäden kommen. Wärmen Sie den Akku lieber vorsichtig zwischen den Händen.

Gadgets für Läufer: Wer nutzt was und wie genau sind die Geräte

Durch einen schnellen Temperaturwechsel – etwa, wenn Sie nach einem Vormittag auf der Piste plötzlich in die warme Skihütte gehen – kann sich im Smartphone Kondenswasser bilden. Dieses schadet der Elektronik und sorgt im schlimmsten Fall für einen Kurzschluss. Um dies zu vermeiden, sollten Sie Ihr Handy möglichst nah am Körper tragen, damit es nicht zu stark auskühlt. Alternativ stecken Sie es in eine entsprechende Hülle – doch dazu später mehr. Mit einem Headset und einer App wie „ Auto Answer Incoming Call “, die eine automatische Rufannahme ermöglicht, vermeiden Sie, dass Sie das Gerät zum Telefonieren ständig herausholen müssen.

Dem Display macht Frost ebenfalls zu schaffen und lässt die Anzeige träge und verschwommen erscheinen. Bei extremen Minusgraden kann es sogar zu Schäden durch das Einfrieren der Kristalle kommen. Auch Risse sind dann möglich.

Übrigens: Sollte doch mal Feuchtigkeit in Ihr Smartphone eingedrungen sein, dann entfernen Sie die rückseitige Abdeckung, den Akku sowie SIM-und Speicherkarte (falls möglich). Lassen Sie das Gerät bei Zimmertemperatur trocknen. Bitte nicht auf die Heizung legen (siehe oben), und keinesfalls den Föhn oder gar den Backofen zum Trocknen benutzen! Falls der Akku bei Ihrem Gerät fest verbaut ist, bleibt Ihnen vermutlich nur der Herstellerservice.

Akku winterfest machen

Das Solarpanel Leaf+ lässt sich bequem am Rucksack befestigen.
Vergrößern Das Solarpanel Leaf+ lässt sich bequem am Rucksack befestigen.

Bei niedrigen Temperaturen reduziert sich die Akkulaufzeit. Um den Akkuverbrauch Ihres Mobilgeräts von Haus aus möglichst gering zu halten, lohnt es sich, die Energieoptionen des Smartphones zu überprüfen und gegebenenfalls den Energiesparmodus zu aktivieren. Dann sind alle nicht benötigten Funktionen wie WLAN und Bluetooth ausgeschaltet, die die Akkulaufzeit unnötig verkürzen.

Sie können die Akkulaufzeit auch erhöhen, indem Sie Ihr Smartphone in eine Hülle mit Zusatzakku stecken. Beispielsweise gibt’s das Mophie Juice Pack für das Samsung Galaxy S8 und S8 Plus für etwa 100 Euro.

Eine Besonderheit für einige Samsung-Mobilgeräte bringt Zunbow : So bietet der Hersteller für das Galaxy S6 und das S6 Edge sowie für das Galaxy Note 3 und das Note 4 Hüllen mit eingebautem Akku an, der sich teils per Solarpanel laden lässt. Per Knopfdruck versorgen die Hüllen dann Ihr Smartphone mit Strom. Kostenpunkt: um die 40 Euro.

Wer sein Smartphone nicht unbedingt in die Sonne legen möchte, um von Solarenergie zu profitieren, der sollte sich von der österreichischen Firma Sunnybag das extrem kompakte und dünne Solarpanel Leaf+ für 149 Euro ansehen. Es eignet sich gerade für Skifahrer und Bergwanderer, da es sich am Rucksack befestigen lässt. Es wiegt gerade mal 198 Gramm und hat einen integrierten 6000-mAh-Akku, der wiederum seine Ladung per USB an Ihr Smartphone abgibt. Speziell für Smartphones geeignet ist auch das Powertab, ein DIN-A4 großes Solarpanel mit integrierter Leselampe zum Aufstellen, das eine Kapazität von 5000 mAh bietet. Preis: 59 Euro. Aber auch Rucksäcke und Taschen mit integrierten Solarpanels bietet Sunnybag an.

Der Explorer 2 für 149 Euro mit abnehmbarem Solarpanel.
Vergrößern Der Explorer 2 für 149 Euro mit abnehmbarem Solarpanel.
© Sunnybag

Möchten Sie auf spezielle Hüllen oder Solar-Gadgets zur Stromversorgung verzichten? Dann nehmen Sie Ihren „Reservestrom“ am besten in Form von einer Powerbank mit, also eines externen Akkus, der Ihr Smartphone je nach Kapazität bis zu dreimal wieder auflädt. Diesen Akku sollten Sie ebenfalls möglichst warm transportieren, damit er seine Ladung nicht verliert.

Übrigens: Verfällt ein Akku in Kältestarre, wärmen Sie ihn mit den Handflächen auf. So können Sie ihm die übrige Ladung entlocken.

Akku-Experte: Smartphone-Akku nie über Nacht aufladen

Schutz für das Gehäuse

Für den optimalen Rundumschutz stecken Sie Ihr Smartphone in eine robuste Hülle wie die Lifeproof fré , die es zwischen 80 und 90 Euro für das Samsung Galaxy S6, S7, S8 und S8 Plus sowie für die Pixel-Modelle von Google gibt. Die Hülle ist wasserdicht bis zu zwei Meter Tiefe und staubfest und hält einen Sturz aus zwei Metern Höhe aus. Außerdem garantiert der Hersteller die Resistenz gegen Schnee und Eis. Das fré bietet zusätzlich einen speziellen Displayschutz.

Etwas weniger Schutz bietet die Defender-Hülle von Otterbox , die es derzeit allerdings nur für das Samsung Galaxy S8, S8 Plus sowie für die Pixel-Geräte von Google gibt. Es hält Stürze aus und ist resistent gegen Staub. Außerdem ist ein Displayschutz mit an Bord. Je nach Ausführung kostet die Defender-Hülle 50 bis 60 Euro.

Mit einem wasser-, kälte-und stoßfesten Gehäuse können Sie Ihr Smartphone robuster machen.
Vergrößern Mit einem wasser-, kälte-und stoßfesten Gehäuse können Sie Ihr Smartphone robuster machen.

Eine Lösung, die unabhängig vom Smartphone-Modell funktioniert, ist das Somikon Universal-Tauchgehäuse NC-1563-910, das es bei Pearl für 4,60 Euro gibt. Die Hülle nimmt Handys bis zu einer Größe von 50 x 100 x 22 mm auf. Außerdem soll es laut Anbieter wasserdicht bis zehn Meter Tiefe, stoßfest, hitze- und kältebeständig sowie sand- und staubfest sein. Ihr Smartphone bedienen Sie über die durchsichtigen Vinyleinsätze auf beiden Seiten.

Auch EOTW bietet wasserfeste Beutel für Smartphones an. Die Waterproof Case Dry Bag ist in verschiedenen Größen und Farben erhältlich. Sie bekommen sie inklusive Halsschlaufe bei Amazon für rund 6 Euro.

Weitere Hersteller von outdoorfähigen Smartphone-Hüllen sind Krusell und Griffin .

Übrigens: Auch wasserfeste Gehäuse haben meist eine Aussparung für das Kameraobjektiv. Falls sich dort oberflächlich Feuchtigkeit oder Schmutz ablegt, können Sie das Objektiv mit einem Mikrofasertuch vorsichtig reinigen.

Wintermantel für das Display

Spezielle Displayfolien, wie sie etwa Zagg und Crocfol (Bild) anbieten, schützen den Bildschirm Ihres Smartphones vor Kratzern und Stürzen.
Vergrößern Spezielle Displayfolien, wie sie etwa Zagg und Crocfol (Bild) anbieten, schützen den Bildschirm Ihres Smartphones vor Kratzern und Stürzen.

Wer hinsichtlich Winterschutz komplett auf Nummer sicher gehen möchte, kann seinem Smartphone zusätzlich zum Outdoorgehäuse noch einen speziellen Displayschutz spendieren. Dieser besteht entweder aus gehärtetem Glas oder einer selbstklebenden Folie und dient nicht nur als Extraschicht gegen Frost. Er minimiert auch gleichzeitig das Schadenrisiko, falls Sie beim Skifahren oder Snowboarden stürzen sollten.

Beispielsweise bietet Zagg seine Folie Invisible Shield in verschiedenen Ausführungen an. Preislich bewegen sich die Schutzfolien zwischen 20 und 50 Euro.

Crocfol hat ebenfalls einige Displayfolien im Sortiment, die im Winter nützlich sein können. So ist das Modell Titan 22 Hybrid Glass kratzfest und stoßabsorbierend, während das Modell Plus Edge für curved Smartphones besonders kratzfest ist und eine „selbstheilende“ Oberfläche besitzt. Die Folien sind für diverse Smartphones erhältlich und kosten zwischen 10 und 15 Euro pro Stück.

HTC bringt mit dem U11+ den "großen Bruder" des Flaggschiffs U11 auf den Markt. Das kommt mit nahezu randlosem Display im 18:9-Format, starker Hardware und schickem Design. Echt cool ist die zweite Version des U11+ mit durchsichtiger Rückseite. Was das Smartphone drauf hat, haben wir in diesem Video ausprobiert.

► Preis-Knaller HTC U11 Life im Hands-on:
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