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Das Einrichten im Taskplaner

27.09.2010 | 10:26 Uhr | Hermann Apfelböck

Wenn der gewünschte Programmaufruf, die Befehlszeile oder das Script zuverlässig tut, was Sie erwarten, können Sie die Aufgabe in den Taskplaner integrieren. Dieser schluckt komplexe Aufrufe und Scripts aller Art. Bei Batchdateien müssen Sie „cmd.exe /c“ voranstellen, bei Scripts den benötigten Interpreter – etwa Wscript.EXE.
Den Taskplaner benutzen Sie unter XP und Vista ähnlich: Unter XP finden Sie ihn als Eintrag „Geplante Tasks“ in der Systemsteuerung, unter Vista als „Aufgabenplanung“ unter den Verwaltungs-Tools (Rechtsklick auf „Computer“ und „Verwalten“). Unter XP klicken Sie auf „Geplanten Task hinzufügen“, unter Vista wählen Sie „Einfache Aufgabe erstellen“. Jeder Task benötigt folgende Informationen:

1. einen Namen
2. die Kommandozeile für das Programm
(die Vista-Optionen „E-Mail senden“ und „Meldung anzeigen“ lassen wir hier außen vor)
3. einen Trigger, also den Task-Auslöser
4. eine Bestätigung mit Kennwort in einem Admin-Konto

Unter Vista müssen Sie bei der Kommandozeile „Programm“ und „Argumente“ in zwei getrennte Zeilen eintragen. Für unser letztes Beispiel oben würde das heißen, dass Sie lediglich „cmd.exe“ in die Programmzeile eintragen, den kompletten Rest als Argumente. Neu ist in Vista ferner, dass eine geplante Aufgabe mehrere Programmaufrufe enthalten darf – eine Erweiterung, die Sie unter XP mit einer Batchdatei ebenso mühelos erzielen.

Beim Zeitplan oder Trigger spielt die PC-Nutzung eine wesentliche Rolle: Wenn der Rechner praktisch ständig und mit relativ klar absehbaren inaktiven Zeiten läuft, dann können Sie Tasks gezielt auf inaktive Zeiten legen. Ist das nicht der Fall, wählen Sie eine Zeit, wo die aktive Nutzung am unwahrscheinlichsten ist, und legen zusätzlich auf der Registerkarte „Einstellungen“ (XP) oder „Bedingungen“ (Vista) eine Leerlauf-Frist von wenigen Minuten fest. Das heißt: Der Task wird Sie nicht bei der Arbeit behindern. Damit er aber überhaupt Gelegenheit zum Start findet, sollte seine Wartefrist im selben Dialog (unmittelbar darunter) möglichst hoch gesetzt werden. Das gilt vor allem für Tasks, die im „Zeitplan“ (Vista: „Trigger“) selten, etwa nur monatlich, vorgesehen sind. Bei unverzichtbaren Tasks, die auf einem vielbeschäftigten PC eventuell keine Leerlauf-Zeiten finden, müssen Sie notfalls auf das elegante Leerlauf-Intervall verzichten und ihnen eine feste Startzeit einräumen.

PC-Jobs jenseits des Taskplaners

Schutzprogramme: Um Wartungsarbeiten wie die automatischen Windows-Updates, der Scan des Windows Defender oder der Antiviren-Software müssen Sie sich nicht kümmern, weil diese selbständig arbeiten. Allerdings liegt der voreingestellte Zeitpunkt oft denkbar ungünstig, etwa auf 15 Uhr. Sorgen Sie in der Systemsteuerung (XP: „Automatische Updates“, Vista: „Windows Update“), im Defender („Extras, Optionen“) und der AV-Software dafür, dass Sie davon möglichst nicht mehr belästigt werden. Bei einem permanent laufenden PC ist das überhaupt kein Problem, bei einem typischen Bürorechner empfiehlt sich das Ende der Arbeitszeit, da nach Updates öfter mal Neustarts drohen.

Start zur gewünschten Zeit: Bei neueren PCs erlaubt es das Bios, den Rechner zeitabhängig zu starten. Wenn Sie morgens ins Büro kommen, läuft der PC bereits, die Nacht über war er jedoch ausgeschaltet.
Suchen Sie im Bios eine Einstellung namens „Auto Power On“, „Automatic Power On“ oder „RTC Power On“. Diese Option befindet sich in der Regel unter „Power Management“ und steht standardmäßig auf „Disabled“, ist also abgeschaltet. Stellen Sie sie auf „Enabled“ um. Jetzt können Sie einen Zeitpunkt angeben, wann der PC starten soll. Manche Bios-Versionen unterscheiden sogar zwischen „Everyday“ und „Weekdays“. Speichern Sie die Einstellung, und prüfen Sie sie auf Erfolg: Nicht jede Hauptplatine, die die Option im Bios anbietet, führt sie auch tatsächlich aus.

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