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DSL: Gedrosseltes Tempo beim Upstream

In den Werbeaussagen der Provider finden sich in der Regel nur die Downstream-Raten (Server zum Endpunkt). Verständlich, denn beim Upstream (Endpunkt zum Server) bieten die Provider in den günstigen Einsteigertarifen wesentlich geringere Transferraten an. Bei vielen Anbietern stehen dafür Werte von 768 und 128 KBit/s, bei anderen hingegen 1024 und 256 KBit/s.

Für Normalsurfer sind die geringeren Upstream-Geschwindigkeiten kein großes Problem. Sie machen sich nämlich lediglich beim Upload von Dateien auf einen FTP-Server oder beim Versenden extrem großer Mails bemerkbar – Aktionen, die man in der Regel nicht mehrmals täglich wiederholt.

Ein Internet-Server an einem DSL-Anschluss erreicht jedoch schnell sein Limit. Da alle Zugriffe für den Server einen Upload (Download für den Anwender) darstellen, verteilt sich die zur Verfügung gestellte Bandbreite auf alle verbundenen PCs. Stellen Sie als Server-Betreiber nun eine Datei zum Download bereit, lädt ein Anwender diese mit 100 KB/s herunter; sind jedoch 10 Anwender gleichzeitig am Werke, gibt es für jeden nur noch 10 KB/s. Der Einsatz von DSL (bis 1 MBit) für einen eigenen Server ist daher nur für private Zwecke sinnvoll – für professionelle Webauftritte sollten Sie Upstream-Raten bevorzugen.

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