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DLL-Datei landet ungefragt im Systemverzeichnis

03.07.2002 | 14:27 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Die aus dem Internet automatisch heruntergeladene DLL-Datei trägt den Namen "IEACCESS.DLL" und landet automatisch im System32-Ordner von Windows. Außerdem wird im Windows-Verzeichnis ein Ordner mit der Bezeichnung "Egroup" angelegt, der Internet-Seiten und Bilder enthält.

Einmal im Systemverzeichnis gelandet, kann der Browser beim Aufruf bestimmter Websites der DLL-Datei eine Telefonnummer übergeben. Die DLL-Datei startet dann mit Hilfe des Eintrags "minidialer" im DFÜ-Netzwerk eine Verbindung zu dieser Telefonnummer.

Das bedeutet: Ohne darauf hingewiesen worden zu sein, hat der Anwender seinen Rechner für den Dialeranbieter zur Verfügung gestellt, damit Websites, die diesen Dialer verwenden eine kostenpflichtige Telefonverbindung herstellen können.

Die Verbindung zu einer 0190-Nummer geschieht nicht automatisch: Landet der Anwender auf einer Website die diesen Dialer verwendet, muss er den Start der kostenpflichtigen Verbindung mit einem Mausklick auf "Verbinden" bestätigen. Auch über die Kosten wird der Anwender, wenn auch nur etwas versteckt, aufgeklärt.

Dennoch wurde der Internet-Surfer zu keinem Zeitpunkt gefragt, ob er zustimmt, dass die DLL-Datei auf seinen Rechner darf.

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