Solid State Drives kosten viel mehr als Harddisks. Zudem hat auch die Technik Nachteile: In jedem Laufwerk stecken mehrere Chips mit Tausenden von Speicherzellen. Diese nutzen sich mit jedem Schreibzugriff ein wenig ab. Die Zellen vertragen je nach Qualität zwischen 100000 und 5 Millionen Schreibzugriffe – danach werden sie deaktiviert oder als „schreibgeschützt“ markiert. Aber keine Panik: Dieser Abnützung wirken verschiedene ausgeklügelte Verfahren entgegen, die man Wear Levelling nennt. So werden die Daten nach Möglichkeit in wenig genutzte Zellen geschrieben. Dadurch ist eine möglichst gleichmäßige Nutzung der Zellen sichergestellt. SSDs leben so etwa gleich lange wie Harddisks.

Diese Grafik zeigt Ihnen, wann sich der Kauf eines Solid State Drives lohnt
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Preise und Kapazität
SSDs sind wie gesagt noch relativ teuer. Dazu einige Preisbeispiele (alle Preisangaben sind gerundet) aus den Webshops von Alternate und Amazon : Eine 3,5-Zoll-SSD von OCZ mit 1 TB Speicher schlägt mit rund 3199 Euro zu Buche. Deren 250-GB-Variante kostet immer noch 679 Euro. Bei den 2,5-Zoll-SSDs für Notebooks werden die Preise günstiger: Das SSD Flash Performance von Corsair mit 128 GB kostet 454 Euro, das bereits erwähnte Kingston SSDNow V+ SATA-II 128 GB gibt es für 299 Euro. Das Kingston-Laufwerk erhalten Sie übrigens mit einem praktischen Notebook-Kit. Dieses enthält zudem einen 3,5-Zoll-Einbaurahmen für die Montage in einem Desktop-Gehäuse.

Das Kingston-Kit SSDNow V+ SATA-II 128 GB umfasst alles, was es zum Austausch einer Notebook/PC-Harddisk gegen ein SSD braucht
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Wann SSD und wann Harddisk?
Warten Sie mit dem Kauf eines SSD, bis Sie Windows 7 haben. Dieses Betriebssystem geht mit den neuen Laufwerken wesentlich schonender und effizienter um als seine Vorgänger. Solid State Drives sind auch nicht für den externen Betrieb via USB oder Netzwerk geeignet. Denn diese Schnittstellen sind eher langsam, weshalb der Geschwindigkeitsvorteil des teuren Laufwerks verloren geht. Ideal für SSDs ist eine Verbindung über den schnellen SATA-II-Anschluss. Ältere PCs und Notebooks nutzen langsamere PATA/IDE-Schnittstellen. Wenn Sie einen großen Datenbunker (150 GB oder mehr) suchen, lohnen sich SSDs ebenfalls nicht. Sie kosten schlicht zu viel. In diesem Fall setzen Sie besser auf eine herkömmliche Harddisk.

Ein modernes Notebook mit Windows 7 und SATA-II-Anschluss profitiert jedoch von einem Solid State Drive. Es beschleunigt dessen System- und Programmstart sowie sämtliche Dateioperationen (kopieren, speichern) erheblich. Sehr gut geeignet ist es deshalb als Systemlaufwerk, auf dem Windows und die Programme liegen. Gute Dienste leistet ein Solid State Drive auch bei Auslagerungsdateien. Wer zum Beispiel in seinem Desktop-PC mehrere Laufwerke einbauen will, greift für das System zu einem SSD und lagert Filme sowie sonstige Daten auf einer herkömmlichen Harddisk. In Notebooks und Netbooks lässt sich meist nur ein einziges Laufwerk einbauen – das darf gerne ein SSD sein.

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