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DICE packt aus: Die größten Geheimnisse von Battlefield 2042

10.07.2021 | 08:31 Uhr |

Battlefield 2042 wird sich anders spielen. Größer werden, vielleicht ein bisschen epischer, weil es 128 Spieler auf gigantische Karten einlädt. Dafür musste DICE viele neue Systeme entwickeln: Cluster, die etwa das Stadion auf Hourglass von Neon City trennen. Das Plus-System, welches uns Optiken, Visiere und Schalldämpfer on-the-fly wechseln lässt. Und vieles mehr. BF2042: DICE packt aus.

Battlefield 2042 wird anders, größer, epischer und Battlefield-Moments auf einer ganz anderen Skalierung ausspielen, als wir das bisher kannten “, verspricht Daniel Berlin, Design Director von DICE im Rahmen eines neuen Livestreams. „ Weil wir auf 128 Spieler gehen, muss alles größer werden, wir müssen Strukturen neu denken, wir mussten im Grunde Leveldesign neu interpretieren. Es soll sich anfühlen wie das Battlefield, was die Leute kennen und lieben, aber doch viele neue Facetten mitbringen. “ Eine davon sind die Cluster: „ Nehmen wir diese Karte Hourglass aus unserer Gameplay-Premiere, die in Katar spielt. Diese Karte repräsentiert, finde ich, mit am besten unsere neue Mentalität des Level-Designs. Es gibt dieses gigantische Schlachtfeld, welches unterteilt ist in Zonen: Im Westen finden wir ein großes Fußballstadion.

Katar richtet die Fußball-WM 2022 aus, insofern passt das sehr schön, denn hier entstehen gerade viele Stadien. „ Um diesen einen Sektor, das Stadion zu sichern, müssen Sie erst alle Capture-Points einnehmen. Und natürlich ist dieses Stadion an sich wie ein Level im Level designt – es gibt Katakomben, es gibt die VIP-Area, es gibt das Feld an sich, es gibt die Ränge, es gibt unterschiedliche Ausgänge. “ Das wird richtig spannend, weil wir hier als Infanterie rein können oder auch ein ganzes Squad mit dem Osprey einfliegen, die mit ihrer Mini-Gun auf den Rängen aufräumen können. So ein Stadion ist ein spannender Ort, schließlich ist es nach oben hin offen – nicht ausgeschlossen, dass hier richtig gute Jetpiloten sogar eindringen könnten, auf jeden Fall aber Helikopter. „ Jetzt stellen Sie sich vor: Sie haben das Stadion unter Kontrolle, schauen auf die Karte, sehen, dass der Feind gerade dabei ist, Neon City einzunehmen, dieses Finanzviertel der Stadt, wenn Sie so wollen mit all den Wolkenkratzern.

Wenig Leerlauf: Schützenpanzer, Transporter oder Abrams können wir von einem Transportflugzeug via Tablet aus der Luft anfordern. So lässt sich eine Infanterie-basierte Armee schnell in eine Kolonne von Panzern verwandeln, die das Stadtzentrum angreift.
Vergrößern Wenig Leerlauf: Schützenpanzer, Transporter oder Abrams können wir von einem Transportflugzeug via Tablet aus der Luft anfordern. So lässt sich eine Infanterie-basierte Armee schnell in eine Kolonne von Panzern verwandeln, die das Stadtzentrum angreift.

Tablet raus, Fahrzeug angewählt, per Fallschirm vor den Füßen droppen lassen. Squad rein, los geht’s. „ Wir haben dieses spezielle Feature erdacht, weil wir zwar mit riesigen Karten arbeiten, aber den Leerlauf so gering wie möglich halten wollen. Wir ermöglichen es, dass Sie einen Teil einer Armee sehr schnell verschieben können. “ Super interessante Mechanik, weil Sie sich ja vorstellen können, dass bei 128 Spielern auf der Karte, also 64 pro Team auch mal schnell 20, 30 im Stadium sein könnten, die dann in Kolonne auf Neon City zufahren und kurz vorher sicherlich von Helikoptern und Jets des Feindes beschossen werden, bevor sie auf die gegnerischen Panzerverbände treffen. Auch hier zeigt sich die Genialität des Tablet-Features: Wer genügend Abschüsse und Punkte hat, der lässt sich jetzt noch einen Panzer aus dem Transportflugzeug abwerfen, um die feindlichen Linien zu durchbrechen

Battlefield 2042 wird sehr viel mehr unterschiedliche Schlachtfelder auf einer Karte verbinden. In Katar landen wir etwa mit dem Osprey auf dem Grün eines Fußballstadions oder kämpfen uns durch die engen Gänge. Mehrere Punkte müssen hier gesichert werden,
Vergrößern Battlefield 2042 wird sehr viel mehr unterschiedliche Schlachtfelder auf einer Karte verbinden. In Katar landen wir etwa mit dem Osprey auf dem Grün eines Fußballstadions oder kämpfen uns durch die engen Gänge. Mehrere Punkte müssen hier gesichert werden,

Hourglass ist wirklich riesig. Wenn wir in den Süden gehen, finden wir dort ein Dorf, was auch ziemlich groß ist, also nicht nur ein paar Häuser, sondern mehrere Straßenzüge. Möglichkeiten für Infanterie Schutz zu suchen, aber auch Fahrzeuge haben Platz zu manövrieren. Und im Zentrum haben wir diese riesigen Bögen, die ein Kunstwerk bilden sollen, quasi als Eingang zur Stadt. Dort gibt es einen langgestrickten Highway in die Stadt hinein, wo man natürlich auch den Feind aufhalten kann, wobei der auch an vielen anderen Stellen durchbrechen kann mit den entsprechenden Fahrzeugen. “ Auch wenn DICE das noch nicht im Detail erzählt hat, können wir uns gut vorstellen, dass Panzer festen Untergrund brauchen, während Buggies und andere leicht gepanzerte Einheiten auch durch die Wüste preschen können. „ Wir wollen mehr Sandbox bieten, mehr Möglichkeiten, Battlefield-Moments zu schaffen.

Das Plus-System, in dem wir on-the-fly Schalldämpfer anlegen, Rotpunktvisiere und Zoom-Optiken ist aus der Größe und Variabilität von Conquest entstanden“

DICE hat das Plus-System deshalb entwickelt, weil man die Möglichkeiten bieten möchte, on-the-fly, also mitten im Spiel seine taktische Ausrichtung zu verändern, um etwa von Distanz- auf Häuserkampf zu wechseln.
Vergrößern DICE hat das Plus-System deshalb entwickelt, weil man die Möglichkeiten bieten möchte, on-the-fly, also mitten im Spiel seine taktische Ausrichtung zu verändern, um etwa von Distanz- auf Häuserkampf zu wechseln.

Battlefield lebte schon von immer von seiner Sandbox, aber wir kosten das noch viel mehr aus und geben dafür auch taktischen Raum. Sie haben vielleicht gerade noch den Außenbereich von Neon City unter Feuer gelegt und die Truppen dort dezimiert mit hoher Zoom-Optik, weil der Kampf auf höhere Distanz war. Plötzlich gehen Sie in den Fahrstuhl, oben lauert der Feind – ruck zuck ist ein Schalldämpfer angelegt, Rotpunkt- oder Laser-Visier, eine andere Zoom-Optik oder gar keine. “ Gleichzeitig wird sich Battlefield 2042 laut dem Design Director aber auch taktischer anfühlen, weil man die Geschwindigkeit zwischen den einzelnen Clustern etwas rausnimmt. „ Im Stadion gibt’s diesen richtig harten Close-Quarter-Fight, wo man sich Meter für Meter rankämpft. Das ist schnell, wuchtig, atemlos, könnte man sagen. Dann kommt diese Zeit, in der man im Fahrzeug zur Front in der City fährt, wo vielleicht etwas mehr Zeit beliebt auch zu taktieren – sollen wir von Westen aus angreifen, wo es einen riesigen Highway gibt. Oder von Osten. "

Es gibt diese Todeszonen, Meatgrinder nennen wir das im Studio. Wir geben Ihnen immer Möglichkeiten, diese zu umgehen, etwa über Tunnelsysteme. Aber wer da reingeht, weil es Spaß macht, der kann ganz schnell sein Equipment wechseln, ohne erst sterben und neu spawnen zu müssen, was Zeit kostet und die Geschwindigkeit, die Epik des Moment abtöten kann. Aber uns ist die Balance wichtig: Sie können eine SMG nicht in ein Sniper verwandeln. Sie können einen Granatwerfer anschrauben, ja. Oder eine Optik, aber daraus kein Hightech-Scharfschützengewehr machen. Das Plus-System wird also nicht den Nutzen von Waffen-Archetypen nichtig machen, es gibt ihm nur Varianz innerhalb seines Typus. “ Um diese Epik der Schlacht 24 Stunden am Tag zu gewährleisten, hat DICE viele Jahre an einer Next-Generation-KI gearbeitet, die alles können soll, was menschliche Spieler auch drauf haben: Panzer fahren, Jets fliegen, mit dem Helikopter Truppen absetzen oder einfach nur den Gunner mimen.

Levelution lässt sich jetzt stärker taktisch nutzen, im Sandsturm können etwa Ospreys ungesehen an die Stadt heranfliegen und auch für das Radar ist es schwieriger, sie zu orten.
Vergrößern Levelution lässt sich jetzt stärker taktisch nutzen, im Sandsturm können etwa Ospreys ungesehen an die Stadt heranfliegen und auch für das Radar ist es schwieriger, sie zu orten.

Ich finde es sehr spannend für neue Spieler, die erstmal die Waffen kennenlernen wollen, die Fahrzeuge, die fliegenden Einheiten, die Karten “, erklärt Oskar Gabrielson, General Manager von DICE, sozusagen der Big Boss. „ Wer möchte, der startete alleine mit einem KI-Squad gegen KI-Gegner, um zu trainieren. Dann kann man zum Beispiel die Hälfte menschliche Gegner, die Hälfte KI und letztlich die Mehrheit an menschlichen Gegnern einstellen. Das ermöglicht es uns die Intensität auch in Regionen hochzuhalten, wo vielleicht gerade auf der Karte nicht so viele Spieler sind. Sobald es weniger als 128 menschliche Spieler sind, sorgt die KI für Nachschub. “ DICE zeigt in diesem Livestream auch gleich nochmal, wie riesig die Karten sind. Hourglass etwa ist vier Mal so groß wie Hamada aus Battlefield 5, also wirklich riesig.

Breakaway ist 2,5 mal so groß wie El Alamein, soll sich aber dank Cluster-Mechanik nicht zu sehr verlaufen

Breakaway, “Umbruch“ im Deutschen genannt, wir kriegen ja immer die weniger coolen Namen, spielt in Königin-Maud-Land, in der Antarktis. Auf dieser dynamischen Karte, auf der die Ölförderung das gefrorene Gebiet zu einem strategischen Brennpunkt gemacht hat, sollten wir uns vorsichtig bewegen. Zerstörbare Treibstofftanks und Silos, die nach der Zerstörung Trümmerfelder und Dauerbrände hinterlassen, zählen hier zu den Highlights: „ Die Karte klingt riesig, aber durch dieses Cluster-System fühlt sie sich gut an. Weil es jene Zonen gibt, die sich perfekt für massive Vehikel-Schlachten eignen. Da kann man auf dem Eis sliden, da geht die Post ab. “ Aber es gibt auch eine riesige Industrieanlage mit Barracken, in denen Arbeiter wohnen und einer Öl-Plattform, auf der sich viele Close-Quarter-Kämpfe ereignen. „ Uns geht es darum, Ihnen die Wahl zu geben, wo Sie gerade kämpfen wollen – in der Luft, in Panzern und Fahrzeugen, in breiter angelegten Infanterie-Territorien, wie diesen Fabrikanlagen. Oder dem Öl-Turm, wo purer Nahkampf Mann gegen Mann angesagt ist. “ Diese Philosophie will DICE auf alle Karten übertragen, auch wenn natürlich nicht alle so riesig sind, aber jede hat unterschiedliche Cluster, die sich ganz anders anfühlen sollen.

Orbital bietet viel Raum, um Panzer und Schützenpanzer auffahren zu lassen, aber auch einen inneren Verteidigungsring, der Infanterie Schutz bietet. Und eine geheime Anlage, wo Cyro-Technologie entwickelt wird.
Vergrößern Orbital bietet viel Raum, um Panzer und Schützenpanzer auffahren zu lassen, aber auch einen inneren Verteidigungsring, der Infanterie Schutz bietet. Und eine geheime Anlage, wo Cyro-Technologie entwickelt wird.

Ich liebe Orbital. Den Start der Rakete zu sehen, sollten Sie mal nicht beim Betrachten erschossen werden, was nicht so einfach ist, ist einfach magisch. Davor gibt es eine riesige Fläche, wo Fahrzeuge und Panzer auffahren können, aber auch einen weit gezogenen Verteidigungsring aus Gebäuden, wo sich Infanterie von Gebäude zu Gebäude vorkämpfen kann. Und auf der anderen Seite des Berges befindet sich eine Cryo-Fabrik, zur der ein sehr lang gestreckter Tunnel führt, der sich quasi durch den Berg von dem Launch-Zentrum zur Fabrik schlängelt. Hier kann man Glück haben oder Pech – in einer unserer Sessions schnappte ich mir meine Buddies, wir cruisten durch den Tunnel. Und als wir am Ende angekommen waren, standen da zwei, dicke fette Panzer, die uns komplett auseinandergenommen haben. Hier muss man eben taktisch vorgehen, vielleicht mit Raketenwerfereinheiten. Es ist schwierig, diesen Eingang zu knacken, aber der Weg durch den Tunnel ist viel schneller als über die Berge, es sei denn, man nutzt die Helikopter, die natürlich auf ihre Art für Flakfeuer empfindlich sind.

Dieses Bild symbolisiert schön, wie all diese Ideen in Battlefield 2042 zusammenlaufen: Die Rakete bereitet den Start vor, unsere Truppen versuchen, das zu verhindern und im Osten werfen wir Schützenpanzer ab, um den finalen Schlag vorzubereiten.
Vergrößern Dieses Bild symbolisiert schön, wie all diese Ideen in Battlefield 2042 zusammenlaufen: Die Rakete bereitet den Start vor, unsere Truppen versuchen, das zu verhindern und im Osten werfen wir Schützenpanzer ab, um den finalen Schlag vorzubereiten.

Erster Eindruck: Es wird Zeit für die nächste große Battlefield-Ära

Machen wir uns nichts vor: Wir werden Wochen mit Battlefield 2042 verbringen müssen, bevor wir sagen können: Das fühlt sich richtig an! Aber es macht Freude zu sehen, mit welcher Philosophie DICE an dieses Spiel rangeht. Die Szenarien von Battlefield 1 und 5 zwangen das Team zu einem sehr Infanterie-fokussierten Gameplay und hier wirkt es so, als wolle man alle Parteien abholen: Die Heli-Piloten, die Könner, die unter Feindfeuer ihre Teams im Stadion auf Hourglass absetzen. Die Jetpiloten, die auf Neon City zudüsen, um die Panzerbrigaden vor den Toren der Stadt zu vernichten. Die Infanteristen, die sich in den Katakomben des Stadions, den Straßen der Stadt oder den Wolkenkratzern intensive Gefechte liefern und jederzeit dank dieses Plus-Systems mal schnell einen Schalldämpfer, Rotpunktvisier oder 12x-Optik aufschrauben können, je nachdem ob sie auf Distanz oder Mann gegen Mann im Häuserkampf sind. Auch wirkt es so, als würden Levelution nicht mehr nur als Showeffekt eingesetzt, sondern viel stärker ins Gameplay eingebunden. Der Sandsturm auf Hourglass, der das Vorrücken der eigenen Truppen decken, aber auch das Zielen erschweren könnte. Der Wirbelsturm, in dem Spezialisten mit Wingsuit sich hochreißen lassen können, um sehr schnell ein höheres Stockwerk zu erreichen. Bleibt eigentlich nur eines zu sagen: Lasst uns spielen – noch im Juli soll ja die technische Alpha starten.

Am 22. Juli erwartet uns zur EA Play, EAs Hausmesse mehr Gameplay zu Battlefield 2042. Werden wir wohl auch am 22. schon spielen können? Die Chancen stehen nicht schlecht.

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