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DECT: Bewährte Funktechnik

16.10.2002 | 12:40 Uhr |

Der DECT-Standard (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) ist eine besonders in Europa weit verbreitete Funktechnologie, die Zugang zu jeglicher Art von Netzwerken bietet. Der Vorteil von DECT besteht in der Unterstützung zahlreicher Anwendungen und Dienste. Lokale DECT-Anwendungen (so genannte Campus-Telefonnetze), etwa Verbindungen ins öffentliche Telefonnetz, ISDN, GSM, LAN-Anbindung und andere, stellen Dienste wie Sprachtelefonie, Fax, Internet-Anbindung und X25 zur Verfügung, um nur einige zu nennen.

DECT-Systeme setzen sich zusammen aus dem DECT Fixed Part (FP), der aus einer oder mehreren Basisstationen besteht, und verschiedenen DECT Portable Parts (PPs). Überlappende Funkzellen bilden die Struktur eines DECT-Netzwerks.

DECT-Netzwerke bestehen aus mehreren Basisstationen, die sich in überlappenden Funkzellen befinden.

Die Größe des Netzwerks ist nahezu unbegrenzt, bis zu 100.000 Anwender gleichzeitig können in Büroumgebungen versorgt werden. In Europa wird das Band von 1880 bis 1900 MHz belegt, andere Länder weichen davon ab, teilweise wird auch das 2,4-GHz-Band verwendet. Die Reichweite von DECT ist in Gebäuden größer als die von WLANs nach 802.11b: 50 Meter in Gebäuden und bis zu 200 Meter im Freien sind möglich, wobei die üblichen Einschränkungen für Störungen durch Wände, Metall, Glas und Bäume gelten.

Ursprünglich wurde DECT für synchrone symmetrische Telefonie entwickelt, die Technik unterstützt inzwischen aber auch paketorientierte Datenübertragung. Das DECT Packet Radio Service Protocol (DPRS) erlaubt eine Kanalbündelung, so dass Datenraten bis zu 552 KBit/s erreicht werden, die sich unterschiedlich auf Uplink und Downlink verteilen lassen. Für effiziente Netzwerkanwendungen ist das zu wenig, es sind aber Bestrebungen im Gange, Datenraten bis zu 2 MBit/s zu erreichen.

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