219488

Cyrix Cx5x86

Cx5x86
Vergrößern Cx5x86
© 2014

Als Newcomer im x86-Markt versuchte Cyrix, den ersten Erfolg, den der Hersteller mit dem Cx486 errungen hatte, mit dem Cx5x86 zu wiederholen. Der neue Prozessor wurde aus dem Blickwinkel des einzelnen Anwenders entwickelt und kompatibel zum 486-Sockel entworfen. Damit bot Cyrix einen einfachen Upgrade-Pfad vom älteren Chip zum leistungsstärkeren Prozessor.

Allerdings musste Cyrix aufgrund von Stabilitätsproblemen einige Features des Cx5X86 abschalten, darunter etwa die Sprungvorhersage. Der Hersteller nahm den Chip relativ früh vom Markt, aber nicht wegen fehlenden Erfolgs. Gerade mal sechs Monate nach Erscheinen brachte Cyrix bereits den 6x86-Chip heraus. Das ältere Modell sollte die Verkäufe des neuen Prozessors nicht gefährden.

Wussten Sie: Die offiziellen Angaben zur Taktrate des Cx5x86 bemaß Cyrix recht großzügig. Die versprochenen 133 Megahertz leisteten nur wenige Prozessoren.

AMD K5
Vergrößern AMD K5
© 2014

AMD Am5x86

Den Am5x86 bot AMD als Upgrade-Pfad für 486er Chips an. Tatsächlich war er ein 486DX-Prozessor mit Vierfach-Multiplikator. Dieser technische Kniff erlaubte eine Taktfrequenz von 133 Megahertz, so dass der Am5x86 ungefähr so leistungsfähig war wie Intels Pentium 75. Bemerkenswert an dem Chip war, dass AMD mit ihm erstmals das "Performance Rating" (PR) einführte. Mit dieser (oft kritisierten) Bewertung versuchte AMD, einen Performance-Vergleich zu Intels Produktfamilie herzustellen. Der Am5x86 wurde daher auch mit dem Zusatz "P75" vermarktet.

Wussten Sie: AMD nutzte das Performance Rating bis zur Athlon-64-X2-Familie.

AMD Am5x86
Vergrößern AMD Am5x86
© 2014

AMD K5

Bei der Entwicklung des K5 konnte sich AMD nicht mehr auf Lizenzabkommen mit Intel berufen und einen x86-Prozessor klonen. Der K5 stellt daher einen Wendepunkt in der Geschichte der x86-Chips dar, denn er wurde komplett von AMD entwickelt. Nicht unerwartet kam es zu Verzögerungen. Die Veröffentlichung wurde um ein Jahr verschoben, erst 1996 erschien der K5.

Unter technischen Gesichtspunkten lief er Intels Pentium den Rang ab: Der K5 integrierte 4,5 Million Transistoren, fünf Integer-Einheiten, eine bessere Sprungvorhersage und 16 KB Cache. Allerdings litt der K5 unter einer dürftigen Taktrate, so dass er dem Pentium nicht wirklich Paroli bieten konnte. Der Verkauf blieb hinter den Erwartungen zurück.

Wussten Sie: Das "K" in der Bezeichnung wurde in Anlehnung an den Heimatplaneten "Krypton" von Superman gewählt.

PC-WELT Marktplatz

219488