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Contra: Datenschützer schlagen Alarm

02.02.2010 | 11:01 Uhr | Benjamin Schischka

Google Chrome: Datenschutz
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Bereits kurz nach der Veröffentlichung von Chrome wies das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik auf kritische Standardeinstellungen von Chrome hin. So werden alle Zeichen beim Eintippen in die Adresszeile an Google geschickt, um Vervollständigungsvorschläge zu ermöglichen. Der User muss die Einstellung erst in den Chrome-Optionen unter "Anpassen, Optionen, Details" deaktivieren. Das ist immer noch der Fall.

Noch empörter reagieren Kritiker auf die weltweit eindeutige Chrome-ID, die der Browser jedem Nutzer zuteilt und bei Installation, erster Nutzung und Update-Überprüfung samt Installationsdetails wie Nutzersprache und Versionsnummer an Google übermittelt. Wenn Sie dann noch "Ausfallberichte an Google senden" aktiviert lassen, weiß Google bei Browser-Abstürzen sogar, welche Dateien, Anwendungen und Dienste Sie zum Absturzzeitpunkt geöffnet hatten. Vorsicht: Wenn Sie die praktische Bookmark-Synchronisation zum Abgleich Ihrer Browser-Lesezeichen auf mehreren Rechnern aktivieren, werden diese auf Google-Servern in Zusammenhang mit Ihrem Google-Account gespeichert.

Tipp: Wer Chrome trotzdem einsetzen will, bringt den Google-Browser zum Schweigen, indem er die genannten Optionen deaktiviert. Oder er setzt die Freeware Kill-ID ein: Diese entfernt die Chrome-ID. Oder er verwendet den Gratis-Browser Iron , ein Google Chrome, dem nicht nur die ID entfernt wurde, sondern auch andere Funktionen , wie ein Zeitstempel.

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