Die Motion Pictures Expert Group (MPEG) entwickelte das gleichnamige Verfahren, um Videodateien in VHS-Qualität so zu komprimieren, dass sie auf eine CD von 650 Megabyte passen, von einem Singlespeed-CD-Laufwerk gelesen und im Vollbildmodus wiedergegeben werden können.

Ein ambitioniertes Projekt, denn bekanntlich haben CD-Laufwerke eine deutlich niedrigere Transferrate als Festplatten. Videos nach diesem Standard MPEG 1 lassen sich problemlos auf den meisten Rechnern abspielen. Der entsprechende Codec gehört seit Windows 98 zur Ausstattung. Das Format ist auch als Video-CD (VCD) bekannt.

Der Nachfolger MPEG 2, auch als Super-Video-CD (SVCD) bezeichnet, ist besonders bei DVD-Videos verbreitet. Um dieses Format abzuspielen, benötigen Sie spezielle Software - etwa Power DVD XP 4.0 für Windows 95/98/ME, NT 4, 2000 und XP (50 Euro).

MPEG 3 konnte sich nicht durchsetzen, da es im Vergleich zum Vorgänger zu wenige Verbesserungen bot. Das neueste Format MPEG 4 zielt auf das Internet und daher auf noch stärkere Komprimierung. Zurzeit arbeitet die MPEG-Arbeitsgemeinschaft an zwei neuen Standards, die beide auf hohe Komprimierung bei verbesserter Qualität setzen.

Das Advanced Streaming Format (ASF) von Microsoft basiert auf dem MPEG-4-Standard. Der passende Codec ist ab Version 8 des Media Players standardmäßig dabei, der aber nur mit Windows XP erhältlich ist. Sie können frühere Media-Player-Versionen mit diesem Codec nachrüsten. Den Download der Datei finden Sie hier (716 Kilobyte).

Microsoft bietet mit diesem Codec eine hohe Bildqualität bei vergleichsweise geringem Speicherverbrauch. Und der ist notwendige Voraussetzung für den Einsatz im Internet. Das relativ verbreitete Format AVI (Audio Video Interleaved) ist ein ursprünglich von Microsoft entwickelter Videostandard der ersten Stunde. Dieses Format arbeitete zunächst ohne Kompression und konnte sowohl animierte Bildsequenzen als auch Videodaten enthalten.

Innovativ war damals die Einbindung einer Audiosequenz. AVI entwickelte sich allerdings immer mehr zu einem "Wrapper"-Format: Hinter der universalen Datei-Endung verbergen sich inzwischen vielfältige Videoformate. Die Wiedergabe einer solchen Datei ist nur mit dem Codec möglich, mit dem die Datei ursprünglich codiert wurde. Um dem Media Player mitzuteilen, welcher Codec für die Videodatei zuständig ist, hat Microsoft in Zusammenarbeit mit mehreren Codec-Herstellern einen Identifizierungscode entwickelt, den Four-CC-Code. Dieser wird beim Codieren der Videodatei in den Quelltext geschrieben.

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