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Personal Cloud und Hybrid Cloud

13.10.2019 | 08:33 Uhr |

Personal Cloud – Was bedeutet der Begriff?

Im Gegensatz zur Private Cloud werden Daten bei Personal Cloud an einen Service Provider weitergegeben. Dieser hält die Informationen so bereit, dass jederzeit von überall und mit unterschiedlichen Endgeräten darauf zugegriffen werden kann. Zu den Kunden der Cloud-Dienstleister gehören sowohl Unternehmen als auch Privatanwender. Nutzer finden ein vielfältiges Angebot von kostenlosen und preiswerten Online-Services vor. Endverbraucher nutzen diese bereits zahlreich um Termine und andere Informationen mit ihren Netbooks, Smartphones und Tablet-PCs gleichzeitig zu verwalten.

Auch Firmen haben einen Bedarf an Personal Clouds, da Mitarbeiter ihre privaten Geräte mit an den Arbeitsplatz bringen. Sie möchten auf ihrem Netbook, Smartphone oder Tablet-PC die gleichen Kalendereinträge und E-Mails wie auf dem Firmen-Rechner vorfinden und synchronisieren hierzu die Geräte.

Hersteller von entsprechender Software haben dies erkannt und bieten Synchronisierungs-Tools mit Enterprise-Funktionen an. Mit diesen Werkzeugen kann der Datentransfer überwacht werden. Darüber hinaus setzt die IT-Abteilung Desktop-Virtualisierung ein, um die Benutzerumgebung von den physikalischen Geräten zu lösen. Anwender können mit Netbook, Smarphone und Tablet-PC auf den zentralen gehosteten Desktop zugreifen. Das Angebot an kompatiblen Geräten wächst, da die Hersteller kontinuierlich neue Clients entwickeln.

Hybrid Cloud – Eine Kombination aus Private und Public Cloud

Unter einer Hybrid Cloud wird eine Kombination aus verschiedenen Cloud-Varianten verstanden – vorranging geht es um eine Verbindung von Private und Public Cloud. Im Vordergrund steht hierbei, dass bei Lastspitzen auf externe IT-Ressourcen in der Public Cloud zugegriffen werden. Kurzfristige Kapazitätsengpässe werden vermieden, indem Workloads zu einem jeweiligen Cloud-Anbieter ausgelagert werden. Der Fachbegriff hierfür lautet Cloud Bursting.

Der Hybrid-Cloud-Vorteil für Unternehmen liegt darin, dass sie ihre IT-Infrastruktur für wenige Lastspitzen im Jahr nicht aufrüsten müssen – das spart Kosten. Zu diesen Zeiten nehmen sie bedarfsabhängig die virtuellen Maschinen der Public-Cloud-Provider in Anspruch.

Was muss beim Einsatz von Hybrid Cloud beachtet werden?

Möchten Unternehmen Lastspitzen mittels virtuellen Maschinen vermeiden, müssen sie verschiedene Dinge beachten. Management-Werkzeuge von Virtualisierungsplattformen müssen selbstständig mithilfe von Policen Anwendungen so steuern, dass diese ausgeführt oder geblockt werden. Dies geschieht, indem die Applikationen klassifiziert werden.

Eine Migration von Workloads zwischen Private und Public Cloud durchzuführen ist schwer. Es fehlen Standards für virtualisierte Umgebungen. Relevante Host-Affinity oder lizenzrechtlich relevante Host-Affinity werden beim Konvertieren zwischen den unterschiedlichen Systemen nicht mit übertragen. Dies hat zur Folge, dass nicht alle Hosts die jeweiligen Lizenzen zum Ausführen der Anwendungen in der Virtuellen Maschine besitzen. Hinzukommt dass ein Systemwechsel zwischen intern und extern gehosteten Applikationen unmöglich ist.

Aus diesem Grund ist eine homogene Plattform für Cloud Bursting in der Private und Public Cloud notwendig. Microsoft setzt bei seiner Cloud-Lösung auf die Service-Plattform Azure, wogegen VMware sich mit Hosting-Partnern zusammenschließt, die ihre Produkte auf der virtuellen Umgebung installieren, um Workloads von VMware-Kunden zu bearbeiten.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation Computerwoche.

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