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Chrome

08.01.2009 | 15:11 Uhr | Benjamin Schischka

Der noch junge Google-Browser erblickte erst im September 2008 das Licht der Welt. Er ist schnell, bietet aber (noch) wenig Konfigurationsmöglichkeiten. Datenschützer kritisieren, dass Chrome eine eindeutige Identifikationsnummer generiert, welche an Google geschickt wird. Auf unseren Downloadseiten finden Sie ein Tool , das diese Funktion entfernt.

Seit Dezember 2008 ist die Beta-Phase – ungewöhnlich rasch – abgeschlossen worden und Chrome steht in der finalen Version zur Verfügung. Scheinbar hat man es eilig im Browser-Kampf mitzumischen. Bis Mitte des Jahres soll der Release für Mac und Linux erfolgen, um die Verbreitung von Chrome weiter auszubauen. Einige zukünftige Verbesserungen wurden bereits angekündigt, dazu gehören die Erweiterbarkeit mit Addons und RSS-Feeds.

Nach Aussagen von Googles Vize-Präsident Sundar Pichai, denke man bei Google darüber nach, einen Deal mit PC-Herstellern abzuschließen, der Chrome als vorinstallierten Browser ausliefere. Microsofts Internet Explorer verdankt nicht zuletzt dieser Taktik die Marktführerschaft. Entsprechend wenig begeistert dürfte man dann auch bei den Redmondern über Googles Pläne sein; nach außen gibt man sich bei Microsoft aber gelassen.

Unsere Prognose : Einmal umgesetzt, sind derartige Pläne zwar effektiv, aber längst nicht alles, was Google unternehmen dürfte. Mit dem Vorhaben etwa, optionale Addons zu integrieren, betritt der Browser-Newcomer bisheriges Firefox-Territorium und wird vermutlich auch den ein oder anderen Feuerfuchs-Anhänger konvertieren. Hinter Chrome steht eine große Web-Präsenz, mit deren geballter Macht sich wohl einiges auf den Markt peitschen lassen würde. Wird 2009 vielleicht Werbung für Chrome auf google.de zu sehen sein? Oder werden gar verbreitete Dienste wie Google Mail oder Google Docs bald nur noch mit Chrome optimal laufen?

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