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So einfach lassen sich Captchas umgehen und austricksen

11.04.2019 | 08:06 Uhr |

Die Browser-Erweiterung Buster hilft Ihnen dabei, Captchas zu umgehen. Wie das geht und warum das wichtig ist, erfahren Sie hier.

„Klicken Sie die Bilder an, auf denen ein Auto zu sehen ist.“ Bei dieser Aufforderung handelt es sich nicht um eine Quizapp oder ähnliches, sondern um ein Captcha. Hinter diesem Begriff steht „completely automated public Turing test to tell computers and humans apart“. Es ist also ein „vollautomatischer öffentlicher Turing-Test zur Unterscheidung von Computern und Menschen“. Bereits seit 2000 wird dieser kurze Test eingesetzt, bei dem man passende Bilder, Buchstaben, Zahlen oder Begriffe erkennen oder Matheaufgaben lösen muss. Damit sollen Download-Funktionen, Formularfelder oder Forumsbeiträge vor Bots geschützt werden. Ein wichtiger Weg, um Spam zu vermeiden – aber für uns Nutzer manchmal ganz schön nervig.

Captchas verhindern etwa, dass Spambots Nachrichten über Kontaktformulare senden können.
Vergrößern Captchas verhindern etwa, dass Spambots Nachrichten über Kontaktformulare senden können.

Recaptcha: Praktisch, aber auch tückisch

Eine bekannte Version dieses Schutzmechanismus ist Recaptcha, das seit 2009 zu Google gehört. Was viele nicht wissen: Mit den Captchas werden auch die Erkennungs-Algorithmen von Google geschult. Hausnummern aus Google Street View beispielsweise, bei denen die Automatismen Schwierigkeiten haben, diese zu erkennen, werden dann automatisch in Recaptcha integriert, um von Internetnutzern ausgewertet zu werden.

reCaptcha hilft Google auch dabei, Dinge oder Texte in Street View besser auswerten zu können.
Vergrößern reCaptcha hilft Google auch dabei, Dinge oder Texte in Street View besser auswerten zu können.

Zudem beobachtet Recaptcha das Nutzerverhalten der Surfer. Normale Menschen bewegen sich online anders als automatische Algorithmen, die nach Wegen suchen, jemanden mit Spam zu überhäufen. Je nach Nutzerverhalten ist dann sogar kein Bilderrätsel notwendig, was das Surfen ein wenig angenehmer macht. Praktisch? Ja, schon irgendwie. Aber sein Nutzerverhalten dafür opfern oder alternativ sogar an der Optimierung von Street View beteiligt zu sein – das gefällt nicht jedem. Gut, dass es Buster gibt.

Buster ist eine Erweiterung (oder auch Extension oder Add-on genannt) für den Web-Browser. Erhältlich ist sie für Firefox, Google Chrome oder Opera. Die Erweiterung trickst Recaptcha insofern aus, dass Sie die nervigen Eingaben nicht durchführen müssen. Gerade bei schwer zu lösenden Bilderrätseln ist Buster eine praktische Funktion, um die Websites ein wenig barrierefreier zu machen. Und zudem schützen Sie sich ein bisschen vor Googles Machenschaften.

Siehe auch: Die besten Browser-Add-ons für sicheres Surfen

Dank der Browser-Erweiterung Buster erscheint bei reCaptcha ein zusätzlicher Icon.
Vergrößern Dank der Browser-Erweiterung Buster erscheint bei reCaptcha ein zusätzlicher Icon.

So funktioniert Buster

Recaptcha bietet die Möglichkeit an, statt eines Bilderrätsels eine Tonaufnahme zu verstehen und abzutippen. Diese Funktion nutzt Buster aus. Ist das Add-on installiert, erscheint bei den Recaptcha-Rätseln ab sofort ein zusätzliches Icon in Form einer orangefarbigen Person. Tippen Sie darauf, startet das Add-on automatisch die Audiofunktion von Recaptcha, analysiert das Gesprochene (ohne dass Sie davon etwas hören!), trägt dieses ein und löst damit das Captcha für Sie. So einfach! Ein Mausklick, mehr ist nicht nötig. Im Test funktionierte das sogar sehr gut. Sollte es einmal nicht klappen, wiederholen Sie den Vorgang einfach noch einmal.

Buster verwendet den Audiomechanismus von reCaptcha. Sie bekommen davon fast nichts mit.
Vergrößern Buster verwendet den Audiomechanismus von reCaptcha. Sie bekommen davon fast nichts mit.

Die Erweiterung installieren

1. Buster ist kostenlos und schnell und einfach installiert. Erhältlich ist es in den Add-on-Archiven für Firefox , Google Chrome oder Opera . Öffnen Sie den Link in dem dafür vorgesehenen Browser.

Das Browser-Addon Buster.
Vergrößern Das Browser-Addon Buster.

2. Um die Erweiterung zu installieren, tippen Sie einfach auf den entsprechenden Button. Dieser lautet zum Beispiel „+ Zu Firefox hinzufügen“ oder schlicht „Hinzufügen“.

3. Es erscheint dann ein Infofeld, in dem Sie sehen können, welche Rechte Sie dem Add-on einräumen müssen, um es zu nutzen. Bestätigen Sie den Vorgang mit Klick auf „Hinzufügen“ oder „Erweiterung hinzufügen“.

Buster zum Browser hinzufügen.
Vergrößern Buster zum Browser hinzufügen.

4. Die Erweiterung ist nun installiert und einsatzbereit. Ab sofort wird ein Recaptcha immer mit dem zusätzlichen Buster-Icon angezeigt. Um die Erweiterung zu deaktivieren oder zu deinstallieren, müssen Sie in die entsprechende Add-on-Verwaltung Ihres Browsers gehen. Bei Firefox finden Sie diese über den Befehl „about:addons“, bei Chrome über „chrome://extensions/“ (jeweils ohne Anführungszeichen eintragen.)

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