718566

Caching: Wo Sie Smartdrive brauchen

Anforderung

Zeitaufwand

1. Für reine DOS-PCs und für Windows 3.1 bleibt Smartdrive unbestritten erste Wahl: Smartdrive steht von der Leistung her seinen Windows-Kollegen kaum nach, und es ist leicht zu installieren. Das einzige, was Sie im Zusammenhang mit diesem Dienstprogramm katastrophal falsch machen können, ist es, seine Cache-Funktion mit der Doppelpufferung zu verwechseln: Immer wieder findet man auf IDE-Platten den Eintragdevice=... smartdrv.exe /double_bufferin der CONFIG.SYS. Nur die von DOS und Windows 3.1x extrem schlecht unterstützten SCSI-Platten benötigen diese Cache-Bremse; bei IDE-Platten hat Smartdrive in der CONFIG.SYS nichts verloren.Die Cache-Funktion starten Sie ausschließlich in der AUTOEXEC.BAT (oder auch manuell am Prompt). Selbst wenn Sie keine Optionen angeben (" smartdrv"), lädt sich das Programm Smartdrive automatisch hoch und nimmt automatisch Erweiterungsspeicher als Cache -und zwar in einer Menge, die dem verfügbaren RAM angemessen ist.2. Windows 3.11: Windows für Workgroups 3.11, der quasi unfertige Probelauf für Windows 95, macht es den Anwendern nicht leicht. Hier gibt es einige Cache-und Speicher-Hürden zu überwinden.Der 32-Bit-Dateizugriff ist aktiv: Finden Sie in der Systemsteuerung unter "386 erweitert, Virtueller Speicher" den "32-Bit Zugriff für Dateizugriff" aktiv (also angekreuzt), dann läuft auch der Cache VCACHE. 386 mit der ebenfalls dort definierten Cache-Größe. Smartdrive ist dann nicht notwendig und nähme hier Windows nur kostbaren Arbeitsspeicher weg. Der wesentliche Vorteil von Vcache gegenüber Smartdrive ist seine Fähigkeit, die Cache-Größe je nach aktuellem Bedarf dynamisch anzupassen -bei Smartdrive ist die Puffergröße statisch.Achtung: Vcache puffert auch bei aktivem 32-Bit-Dateizugriff nur Festplatten! Wenn Sie für Disketten und CDs ebenfalls Cache-Leistungen erwarten, müssen Sie zusätzlich Smartdrive aktivieren -dann aber mit deutlich reduzierter Puffergröße unter Windows (" smartdrv 2048 256").Der 32-Bit-Dateizugriff ist inaktiv: Sofern es nicht gelingt, diese Option zu aktivieren (ist IFSHLP.SYS geladen?), sollten Sie den hier funktionslosen Vcache in der SYSTEM.INI durch ein führendes Semikolon komplett deaktivieren. Puffern Sie die Festplattenaktionen dann wieder mit Smartdrive.

3. Windows 95: Vcache wurde weiter verbessert und arbeitet nun auch ohne aktiven 32-Bit-Dateizugriff. Einen fehlenden 32-Bit-Zugriff erkennen Sie unter Windows 95 als "MS-DOS-Kompatibilitätsmodus" (Systemsteuerung, System, Leistungsmerkmale). Es gibt also keinen Grund und keine Situation mehr, den nach wie vor mitgelieferten Smartdrive für Windows zu aktivieren. Smartdrive hat unter Windows 95 nichts in der AUTOEXEC.BAT zu suchen. Es gibt aber auch hier noch Situationen, in denen Sie Smartdrive einsetzen sollten -nämlich für Aktionen im MS-DOS-Modus oder am puren DOS-Prompt. Um für einen nachfolgenden Aufruf "win" Windows 95 keinen Speicher wegzunehmen, sollten Sie bei Arbeiten am puren Prompt Smartdrive stets mit explizit angegebenen Puffergrößen starten (" smartdrv 2048 0"). Beim MS-DOS-Modus ist diese Größenangabe nicht nötig, weil hier der PC neu bootet.

0 Kommentare zu diesem Artikel

PC-WELT Marktplatz

718566