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CPU und Grafikkarten übertakten

29.09.2004 | 16:30 Uhr | Michael Schmelzle,

CPU übertakten: Minimales Risiko, maximale Ausbeute

In der Ruhe liegt die Kraft – dieses Motto sollten Sie auch beim Übertakten Ihrer CPU beherzigen. Denn: je höher der Takt, desto heißer der Prozessor. Übersteigt die CPU-Temperatur einen kritischen Wert, können im schlimmsten Fall Schaltkreise durchbrennen, und der Prozessor ist kaputt.

Nur bei Intels Pentium 4 und AMDs Athlon 64 (FX) sowie Opteron verhindert eine thermische Schutzschaltung den Hitzetod – sie senkt den CPU-Takt automatisch beim Überschreiten der kritischen Kerntemperatur massiv herunter. Erhöhen Sie deshalb gerade bei älteren CPUs wie Intels Pentium III oder AMDs Athlon XP den Systemtakt nur in kleinen Schritten (maximal 5 MHz). Wollen Sie auf Nummer Sicher gehen, sollten Sie vor dem Übertakten einen leistungsfähigeren CPU-Kühler montieren und/oder die Luftzirkulation im Gehäuse verbessern.

Wie Sie beim Pentium 4 und Athlon XP am besten vorgehen und welche Modelle das größte Übertaktungspotenzial haben, erfahren Sie im Artikel „45 Prozent mehr Speed“, PC-WELT 3/2003, ab Seite 130. Tipps zum Übertakten älterer CPUs wie AMDs K6 und K6-2 sowie Intels Celeron und Pentium (II) finden Sie im Artikel „Mehr Tempo gratis“, PC-WELT 5/99, ab Seite 76.

Grafikkarten übertakten: Das müssen Sie wissen

Beim Chip- und Speichertakt einer Grafikkarte haben Sie immer Luft nach oben, denn kein Hersteller reizt die Chips bis zum Anschlag aus. Was Sie maximal herausholen, hängt von der Qualität der Chips sowie deren Kühlung ab. So lassen sich etwa Speicherchips von Markenherstellern wegen der großzügigeren Sicherheitsreserven besser übertakten als No-Name-Chips.

Beim Grafikchip lässt sich keine generelle Prognose abgeben. Wer Glück hat, erwischt innerhalb der Baureihe einen Chip, der sich weit über dem Werkstakt betreiben lässt. Pechvögel kitzeln aus ihrem Grafikchip nur ein paar MHz mehr heraus. Eines aber ist sicher: Je besser Sie den Grafikchip kühlen, desto mehr Takt ist drin. Übersteigt dagegen die Chiptemperatur einen kritischen Wert, kommt es zu Bildfehlern, oder das Bild friert ein beziehungsweise der PC stürzt ab.

Es gibt viele Möglichkeiten, einen Chip effizient zu kühlen. „Nackte“ Speicherchips sollten Sie unbedingt mit Kupferkühlkörpern bekleben. Eine leistungsstarke Kühler-Lüfter-Kombination entsorgt die Abwärme des Grafikchips besser. Zusätzlich sollten Sie aber auch die Umgebungstemperatur senken - etwa durch Gehäuselüfter sowie eine gezielte Lenkung des Luftstroms im Gehäuse. Websites wie www.overclockers.de, www.pc-cooling.de und www.pctweaker.de bieten entsprechende Produkte an. Teuer, aber besonders effektiv ist die Wasserkühlung (siehe Artikel „Keep cool!“, PC-WELT 2/2003, ab Seite 150).

Hinweis: Tauschen Sie die Originalkühlung aus, verlieren Sie die Garantie.

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