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CP/M - der Erschaffer von DOS

02.12.2013 | 14:15 Uhr |

Es war zu der Zeit als The Ramones und Blondie in den Clubs angesagt waren da suchten Entwickler nach Wegen, wie sie einfacher Anwendungen für Altair- und Atari-Rechner schreiben könnten. Die Antwort gab ein schlauer Mitarbeiter bei Digital Research namens Gary Kildall mit dem "Control Program for Microcomputers" (CP/M).

Dieses Betriebssystem sollte die Erfolggeschichte der PCs mitbegründen und verfügte erstmals mit dem " Basic Input Output System " (BIOS) über eine Hardwareabstraktionsschicht, die CP/M auf verschiedenen Rechnerarchitekturen laufen ließ. Lediglich dieser Teil des Betriebssystems war fortan an den jeweiligen Computertyp anzupassen. Die restlichen Bestandteile ließen sich ohne große Veränderungen übernehmen, da sie auf den Funktionen des CP/M-BIOS aufbauten.

Dank dieser "Isolationsschicht" konnten sich Entwickler fortan auf die Softwareentwicklung konzentrieren. Beliebte Programme wie die Textverarbeitung WordStar und die Datenbank dBase entstanden damals für CP/M und ohne ließen sich ohne Anpassung auf 8080-, 8088- und 8086-basierenden Rechnern einsetzen. CP/M haben wir die noch heute beliebte Eingabe über Kommandozeilen (wie beispielsweise das DIR-Kommando) ebenso zu verdanken wie die über viele Jahre bestehende Beschränkung von Dateikennungen auf acht frü den Dateinamen plus drei Zeichen für die Dateiendung.

Und die Wirkung von CP/M ging noch weiter: Sein Aufbau sollte die Entwicklung von DOS maßgeblich beeinflussen - jenem Betriebssystem, das später der Apple-II-Rechner und Generationen von PCs verwenden würden. Man könnte CP/M und DOS daher auch als Zwillinge bezeichnen. Sie nutzten dieselben Programmierschnittstellen und hatten viele Kommandos gemein. Nur bei einem Befehl gab es einen deutlichen Unterschied: Während DOS für das Kopieren von Dateien das Kommando "Copy" verwendet, nutzte CP/M das DEC-Programm PIP ( mehr Zu CP/M und seine Geschichte finden Sie hier ).

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