36346

CMS für kleine und mittelgroße Websites

19.02.2018 | 10:45 Uhr |

Der Gegenentwurf zum Großmeister unter den Content-Management-Systemen, nämlich zum auf der folgenden Seite vorgestellten Typo3, ist CMSimple , ein extrem minimalistisches Content-Management-System, das trotz der geringen Downloadgröße Vorlagenverwaltung, Suchfunktion, Gästebuch und Formmailer zur Verfügung stellt. Der Benutzer kann für seine Arbeit einen WYSIWYG-Editor benutzen. CMSimple kommt im Unterschied zu den anderen hier vorgestellten CMS ohne Datenbank aus. Daran sieht man schon, dass es sich nur für sehr einfach gehaltene Webseiten eignet. Eine Nutzerverwaltung fehlt allerdings. Diese Freeware ist also für Kleinstunternehmen gedacht, denen eine puristische Info-Website vollauf genügt.

Einen kleinen Schritt weiter als CMSimple geht CMS Made Simple , das eine MySQL-Datenbank nutzt. Trotz seiner Einfachheit bietet es Features wie Suchmaschinen-freundliche URLs (Google lässt grüßen), Nutzer- und Rechteverwaltung und lässt sich über Module unter anderem für Blogs, einen Kalender oder für Gästebücher und Bilderalben erweitern.

Eine Stufe weiter ist Contenido angesiedelt, das sich aber immer noch relativ leicht und nach einer vertretbaren Einarbeitungszeit bedienen lässt und trotzdem Leistungsmerkmale wie Rechteverwaltung und Seitenstatistik bietet. Inhalte können direkt im späteren Layout bearbeitet werden. Contenido kann durch Module, Plug-ins und individuelle Erweiterungen ausgebaut werden und eignet sich gleichermaßen für Unternehmensportalen wie auch für Intranet-Anwendungen. Auch hier gilt: PHP und MySQL sind angesagt.

Joomla dürfte derzeit zu den populärsten CMS überhaupt gehören, zu dem man auch eine Reihe von Büchern und einige Schulungsvideos sowie eine umfangreiche Community findet. Es ging aus dem ebenfalls noch existierenden CMS Mambo (siehe unten) hervor und setzt technisch PHP und MySQL voraus. Genauer gesagt entstand es, weil etliche Entwickler das Mambo-Projekt verließen und ein neues CMS-Projekt begannen. Ausgangsbasis für das neue Joomla war der damalige Code von Mambo.

Schon lange ist Joomla aber ein eigenständiges CMS, zu dem auch einiges an Literatur erschienen ist. Das Basissystem lässt sich um Module erweitern. Joomla kann für Suchmaschinen optimale URLs erzeugen, bietet Volltextsuchfunktion, Themes zur Gestaltung der Oberfläche nach dem eigenen Geschmack und unterstützt LDAP-Authenifizierung. Mit Joomla können kleine und mittelgroße Webauftritte problemlos gepflegt werden, eine gewisse Einarbeitungszeit ist allerdings erforderlich, man lernt Joomla nicht zwischen Tür und Angel.

Das auf PHP und MySQL basierende Zikula lässt sich wieder durch viele Module erweitern, unter anderem für Web-Links, Downloads, Bildergalerien und Foren. Auch hier gibt es die gewohnten Features wie Rechteverwaltung, WYSIWYG-Editor und eine Programmierschnittstelle. Mit Zikula lassen sich mittlere bis große Seiten umsetzen, für kleine Seiten dürfte der Einarbeitungsaufwand zu groß sein.

Mit Contao (ehemals: TYPOlight - hat aber nichts mit Typo3 zu tun) lassen sich Websites erstellen, die die Kriterien der Barrierefreiheit erfüllen sollen. Die Software unterstützt auch Ajax-Lösungen, generiert suchmaschinen-freundliche URLs, besitzt eine Rechteverwaltung und bietet Newsletterfunktionen. Außerdem gibt es eine Benachrichtigungsfunktion für News. Erforderlich sind PHP und MySQL. Damit lassen sich Webportale für für kleine bis mittlere Unternehmen umsetzen.

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
36346