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Die Autotechnologien der Zukunft

11.02.2015 | 09:09 Uhr |

Autonomes Fahren, Infotainment und Vernetzung der Fahrzeuge standen im Mittelpunkt der diesjährigen CES. Ein Überblick über die Innovationen der Messe in den USA.

Für Bertha Benz waren die 180 Kilometer von Mannheim nach Pforzheim im Jahr 1888 nicht nur eine Fernfahrt, sondern auch eine Pioniertat. Sie zeigte damals, was mit dem Automobil alles möglich sein würde. Ähnlich ist die Fernfahrt mit einem Audi vom Silicon-Valley an der Westküste der USA in das fast 900 Kilometer entfernte Las Vegas einordnen, wo Anfang des Jahres die wichtige IT- und Unterhaltungselektronikmesse CES stattfand. Denn der Wagen fuhr, abgesehen von den innerstädtischen Zonen am Anfang und Schluss, vollkommen autonom.

Automobile Neuheiten auf der CES 2015: Ein Überblick

Vollgestopft mit Rund-um-Radarsensoren, Laserscannern vorne und hinten, mehreren Kameras und einem leistungsstarken Rechner kann das Fahrzeug auf Landstraßen und Autobahnen selbstständig fahren, bremsen und überholen. So wird der Ausdruck „Automobil“ endlich seiner inhaltlichen Bedeutung gerecht. Das pilotierte Fahren, bei dem der Fahrer hinter dem Lenkrad jederzeit eingreifen kann, funktioniert übrigens bis zu einem Tempo von über 100 km/h.

CES 2015: Die Messe-Highlights im Überblick

Autonomes Parken: Volkswagen zeigt seriennahe Szenarien

Wie Audi zeigten auch andere KFZ-Hersteller Konzeptautos, der Vorstandsvorsitzende von Daimler, Dieter Zetsche, hält die Technik für selbstfahrende Autos sogar für „weitgehend serienreif“. Bisher scheiterte der praktische Einsatz aber auch an rechtlichen Hürden. Einzelne US-Bundesstaaten haben zwar Lizenzen für Prototypen vergeben, in Europa verlangte das Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr jedoch bisher, dass der Fahrer sein Fahrzeug steuern muss. Nach einer Überarbeitung im vergangenen Jahr genügt es nun, den Wagen jederzeit stoppen zu können

VW zeigt Gestensteuerung und App Connect

Smarter, schneller und ein bisschen verrückter: Was die Hersteller auf der CES 2015 in Las Vegas gezeigt haben, war teilweise ganz schön absurd, aber eben teilweise auch ziemlich genial. Wir haben die coolsten Highlights für Euch zusammengestellt. Darunter der Mercedes der Zukunft, automatisch fliegende Drohnen, ein VR-Headset, dass das Holodeck Wirklichkeit werden lassen soll und vieles mehr.

Google hatte schon 2014 ein völlig neu konzipiertes kleines, rundliches Selbstfahrauto vorgestellt, noch in diesem Frühjahr sollen nun die ersten 150 Prototypen über die Straßen Kaliforniens fahren – allerdings in einer entschärften Version mit Lenkrad und Pedalen . Das rechtliche Problem, auf öffentlichem Grund nicht völlig autonom fahren zu dürfen, umgeht Volkswagen beim „Trained Parking“ geschickt. Der weiterentwickelte Parkassistent muss zwar zunächst lernen, wo genau er das Auto abstellen soll. Dann aber können die Passagiere vor der Tür aussteigen und das Auto parkt selbstständig ein – auf Privatgrund eben kein Problem. Weil VW dabei nur die vorhandenen Sensoren seines bereits verfügbaren Parklenkassistenten verwendet, lässt sich das trainierte Parken relativ einfach und kostengünstig auch in die Serienfertigung übernehmen.

CarPlay und Mirrorlink ermöglichen es im Auto, das eigene Smartphone anzuschließen und über das Display im Armaturenbrett zu bedienen.
Vergrößern CarPlay und Mirrorlink ermöglichen es im Auto, das eigene Smartphone anzuschließen und über das Display im Armaturenbrett zu bedienen.
© Pioneer

Android Auto, CarPlay und Mirrorlink

Konnektivität und Infotainment standen auf der Messe in Las Vegas ebenfalls im Fokus der Hersteller. Noch aber sind es nur ganz einzelne Fahrzeuge, die mit dem CarPlay-System von Apple ausgestattet sind, von Googles „Android Auto“ ganz zu schweigen. Nun gibt es aber die ersten Autoradios mit CarPlay-Unterstützung zum Nachrüsten, das Pioneer-Gerät SPH-DA120 haben wir getestet. Über die Mini-URL erfahren Sie, wie die Steuerung eines vorhandenen Android-Smartphones über Mirrorlink bzw. eines iPhones über CarPlay über den Touchscreen des Radios funktionieren.

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Galerie: Auto-Apps für iPhone, iPad und Android

Hände weg vom Lenkrad und sich auf der Autobahn entspannt zurücklehnen. An genau dieser Technologie, dem sogenannten hochautomatisierten Fahren, forscht derzeit BMW. Wie weit diese Forschung bereits ist, haben wir uns auf einer Testfahrt über die A9 und die A92 zum Münchner Flughafen angeschaut. Die Technik übernahm auf dieser Strecke komplett das Ruder, fuhr eigenständig geradeaus, überholte und brachte uns sicher ans Ziel. Einen genauen Einblick in die Technik des hochautomatisierten Fahrens bekommen Sie in diesem Video.

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