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CD/DVD-Laufwerke

23.12.2004 | 11:22 Uhr |

(S)VHS-Kassetten legal auf DVD brennen

Problem : Sie wollen Ihre Videokaufkassetten auf DVD überspielen. Sie fragen sich, ob Sie dabei gegen das Urheberrecht verstoßen und wenn nicht, ob Sie die Originalbänder dann als „Legitimation“ aufbewahren müssen oder diese verschenken können.

Lösung : Nach Ansicht von Rechtsanwalt Johannes Richard dürfen Sie Ihre gekauften Videokassetten auf DVD kopieren, da es sich gemäß § 53 Abs.1 des Urheberrechtsgesetzes um eine Sicherheitskopie zur privaten Nutzung handelt. Die Kopie ist jedoch nicht erlaubt, wenn die Videokassette kopiergeschützt ist, beispielsweise durch eine Technik wie Makrovision. In diesem Fall liegt eine so genannte wirksame technische Maßnahme gemäß § 95a vor, die nicht umgangen werden darf. Da es sich allerdings um eine Privatkopie handelt, ist das Kopieren einer solchen Kassette auf DVD nicht strafbar gemäß § 108b Abs. 1. Theoretisch könnte aber der Urheber - etwa die Filmfirma - Schadenersatzansprüche geltend machen. Das hält der Rechtsanwalt in Ihrem Fall aber für praxisfern.
Wer die eigenen Ursprungsmedien kopiert hat, muss diese nicht als Nachweis behalten. Sie dürfen Ihre alten Videokassetten verschenken.


Brennprogramm lässt Brenner verschwinden

Problem : Nachdem Sie unter Windows XP ein Brennprogramm installiert haben, fehlen im Windows-Explorer auf einmal sämtliche CD- und DVD-Laufwerke. Im Geräte-Manager sind sie zwar noch aufgeführt, allerdings sind alle Einträge mit einem gelben Fragezeichen versehen. Auch das Löschen der Einträge samt Neustart bringt die Laufwerke nicht zurück in den Windows-Explorer.

Lösung : Wenn Sie unter Windows XP ein Brennprogramm neu installieren, kann es aus unerfindlichen Gründen gelegentlich zu einem fehlerhaften Eintrag in der Registry kommen. Wird dieser Eintrag durch einen Neustart gültig, zeigt der Windows-Explorer keines der installierten CD- und DVD-Laufwerke mehr an. Sie müssen dann den Registry-Eintrag per Hand entfernen. Schließen Sie alle anderen Programme, und gehen Sie in den Registry-Editor („Start, Ausführen, regedit“). Löschen Sie hier den Schlüssel „Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Control\Class\{4D36E965-E325-11CE-BFC1-08002BE10318}“.
Nach einem Neustart sollten die Laufwerke wieder im Explorer zu sehen sein. Falls sich der Schlüssel nicht komplett entfernen lässt, müssen Sie die verbleibenden Unterschlüssel separat löschen, indem Sie zunächst deren Werte und dann die Unterschlüssel selbst aus der Registry verbannen.

Zugriff auf Medien nur per Brenn-Software

Problem : Ihr PC ist minutenlang blockiert oder stürzt gar ab, wenn Sie bestimmte Musik-CDs einlegen, weil Windows standardmäßig sofort auf eingelegte Scheiben zugreift. Ihnen wäre es lieber, wenn nicht das Betriebssystem, sondern Ihr Brennprogramm Medien exklusiv verwaltet.

Lösung : Deaktivieren Sie den Windows-Erstzugriff auf eingelegte Medien. Bei Win 95/98/ME bewerkstelligen Sie das recht einfach, indem Sie im Geräte-Manager („Start, Einstellungen, Systemsteuerung, System“) unter „CD-ROM“ auf Ihren Brenner doppelklicken. Dort deaktivieren Sie unter „Einstellungen“ die Option „Automatische Benachrichtigung beim Wechsel“.
Unter Windows NT 4, 2000 und XP müssen Sie in die Registry eingreifen. Geben Sie unter „Start, Ausführen“ den Befehl „regedit“ ein. Bei Win NT 4 und 2000 gehen Sie zum Schlüssel „Hkey_Local_Machine\System\Current ControlSet\Services\Cdrom“. Doppelklicken Sie in der rechten Fensterhälfte auf „Autorun“, und tragen Sie den Wert „0“ ein.
Unter Windows XP gehen Sie zum Schlüssel „Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Windows\Current Version\policies“. Wählen Sie nach einem Rechtsklick auf „policies“ die Option „Neu, Schlüssel“. Den neuen Schlüssel nennen Sie „Explorer“. Wählen Sie nach einem Rechtsklick auf „Explorer“ die Option „Neu, DWORD-Wert“. Diesem neuen Wert geben Sie den Namen „NoDriveTypeAutoRun“. Doppelklicken Sie darauf, und tragen Sie unter „Wert“ „b5“ ein. Wichtig: Achten Sie auf die korrekte Groß- und Kleinschreibung beim Anlegen des neuen Schlüssels. Die beschriebene Vorgehensweise gilt für Windows XP Home und Professional. Nach einem Neustart ist Windows NT 4, 2000 und XP der Erstzugriff auf den Brenner entzogen.

Die interne Brennroutine von Windows XP deaktivieren

Problem : Brenn-Software wie Nero startet unter Windows XP langsamer als unter den Vorgängerversionen.

Lösung: Das Betriebssystem-eigene Brennprogramm wird zuerst geladen, läuft im Hintergrund immer mit und bremst so die andere Software wie Nero von Ahead aus. Wenn Sie die Windows-Funktion nicht nutzen, sollten Sie sie deaktivieren. Klicken Sie dazu in der Systemsteuerung auf „Verwaltung, Dienste“. Nach einem Rechtsklick auf „IMAPI-CD-Brenn-COM-Dienste, Eigenschaften“ aktivieren Sie zunächst „Abhängigkeiten“. Prüfen Sie, ob ein Programm diese Routine benötigt. Wenn das nicht der Fall ist oder Sie auf das abhängige Programm verzichten können, dann wählen Sie auf der Registerkarte „Allgemein“ hinter „Starttyp“ die Option „Deaktiviert“. Nun ist die Brennfunktion von Windows XP so lange lahm gelegt, bis Sie sie wieder aktivieren.

Mit Nero schneller brennen

Problem : Das Brennen mit Nero dauert Ihnen zu lange. Sie suchen daher nach Möglichkeiten, die Brenngeschwindigkeit zu erhöhen.

Lösung: Nutzen Sie das kostenlose Nero- Zusatz-Tool DynamicWrite Speed . Es verändert Nero so, dass es die vom Recorder unterstützte Geschwindigkeit nicht mehr zeitaufwendig dynamisch ermittelt, sondern direkt einer Tabelle aus der Brenner-Firmware entnimmt. Das Tool gehört nicht zum Lieferumfang von Nero. Sie finden es jedoch auf der Ahead -Site im Abschnitt „Support, Hilfsprograme, Support Tools“. Und so geht’s: Extrahieren Sie die Datei auf Festplatte. Starten Sie sie anschließend per Doppelklick. Das Tool integriert einen Eintrag in die Registry, der Nero davon abhält, das Tempo von Brennern zu testen.

Mit Nero die Lesegeschwindigkeit des Brenners steigern

Problem : Sie arbeiten unter Nero und möchten die Lesegeschwindigkeit des Brenners erhöhen.

Lösung : Greifen Sie zu Nero Drivespeed . Damit steigern Sie die Lesegeschwindigkeit des Brenners. Ahead hat Drivespeed dem Brennprogramm gleich beigelegt. Klicken Sie dazu in Nero Startsmart auf „Extras, Laufwerksgeschwindigkeit einstellen“. Wählen Sie im Fenster „Nero Drivespeed“ unter „Spin Down Zeit“ den Wert „4 sec“. Hintergrund: Wenn Nero beim Einlesen von Daten Fehler feststellt, drosselt es für eine definierte Zeit die Lesegeschwindigkeit des Laufwerks. Erst danach arbeitet es wieder mit Höchstgeschwindigkeit. Bei etlichen DVD-Brennern wie dem NEC ND-2510A beträgt die Spin-Down-Zeit sogar stattliche 32 Sekunden, obwohl die Brenner meist schon nach wenigen Sekunden wieder korrekt bei hoher Geschwindigkeit lesen können. Sollten die vier Sekunden doch zu kurz sein, schadet das weder dem Brenner noch den Daten. Stellt die Laufwerkselektronik nämlich weiter Datenfehler fest, drosselt sie nach einem kurzen Temposchub sowieso wieder automatisch den Leselaser. Übrigens: Manche Laufwerke übermitteln Nero eine feste Spin-Down-Zeit, das gilt beispielsweise für Pioneers DVR-107D. Das Auswahlmenü ist dann inaktiv, und Sie können nicht an der Geschwindigkeitsschraube drehen.

So zeigen Brenner die Firmware-Version

Problem : Sie wollen die Feiertage nutzen und Ihrem betagten Brenner ein Firmware-Update verpassen. Doch Sie wissen nicht, welche Firmware-Version das Gerät zurzeit hat.

Lösung : Wir raten davon ab, ein Update auf Verdacht aufzuspielen. Sie sollten zunächst klären, ob es überhaupt erforderlich ist. Denn jedes Firmware-Update birgt ein gewisses Risiko. Selbst wenn Sie die Original-Firmware des Herstellers in der Garantiezeit einrichten, tun Sie das in den meisten Fällen auf eigene Gefahr auf: Wird das Update nämlich unterbrochen, etwa durch Stromausfall, ist der Brenner kaputt. Und eine Reparatur lohnt in der Regel nicht.
So erfahren Sie die installierte Firmware-Version: Manche Brennprogramme lesen diese Information aus - bei Nero etwa erfahren Sie sie über das Modul Nero Startsmart („Extras, Laufwerksgeschwindigkeit einstellen“). Wenn Ihre Software keine solche Option bietet, hilft die englischsprachige Freeware Flashman’s Detect Firmware für Win 98/ME, 2000 und XP weiter. Sie checkt nach dem Start die installierten CD- und DVD-Laufwerke und gibt die gewünschte Information preis. Nur wenn die installierte Versionsnummer niedriger ist als die von der Hersteller-Website, sollten Sie das Update aufspielen.

Mehr Tempo für den DVD-Brenner via Firmware-Update

Problem : Auf verschiedenen Websites haben Sie gelesen, dass sich die Geschwindigkeit mancher Brenner mittels Firmware-Update steigern lässt.

Lösung : Die Hinweise im Internet sind korrekt und ein Blick auf die Hersteller-Site lohnt auch bei älteren Laufwerken: So hat Sony den DRU-530A zwar werksseitig auf 4faches DVD-R-Schreibtempo gedrosselt. Doch der Hersteller bietet für das interne Modell ebenso wie für die externe Variante DRX-530UL das Firmware-Update 2.1c an, das beiden Geräten eine höhere Brenngeschwindigkeit verschafft. Sie können dann nicht nur DVD-Rs mit 8fachem Tempo beschreiben, sondern auch CD-RWs mit 4- statt mit 2facher Geschwindigkeit. Halten Sie sich beim Upgrade an die Vorgaben des Herstellers.

Firmware für Double-Layer-DVDs ist rar

Problem : Im Internet haben Sie gelesen, dass künftig jeder 8fach-DVD-Brenner via Firmware-Upgrade auch Double-Layer-DVDs brennen kann.

Lösung : Verlassen Sie sich nicht auf den Hinweis im Internet. Bis dato hat lediglich Benq ein Firmware-Update mit Double-Layer-Funktion für sein 8fach-Modell DW822A herausgeben. Die meisten anderen Hersteller planen dagegen kein Update.
8fach-Brenner arbeiten zwar mit einer Laserleistung von mindestens 30 Watt und erfüllen damit eine Voraussetzung fürs Brennen von Double-Layer-DVDs. Doch um beide Schichten korrekt beschreiben zu können, muss der Brenner den Laser exakter positionieren als bei einer Standard-DVD. Und das lässt sich, so hat es den Anschein, nicht mit jedem aktuellen 8fach-DVD-Laufwerk für 4,7-GB-DVDs bewerkstelligen.

Flüsterleiser Brenner mit Spezial-Tool

Problem : Ihr Pioneer-Brenner macht ganz schön Krach, wenn Sie Medien abspielen. Jetzt suchen Sie eine Möglichkeit, das Lesetempo zu drosseln, um mehr Ruhe zu haben.

Lösung : Pioneer bietet für die DVD-Brenner DVR-A08XLA(B/C), DVR-108AXL(BXL/EXL), DVR-A07XLA(B), DVR-107A(B)XL und DVR-S706 das Quiet Drive Utility für Windows 98/ME, NT 4, 2000 und XP an. Das englischsprachige Gratis-Tool erlaubt den direkten Zugriff auf das Lesetempo via Laufwerks-Firmware. Starten Sie das Tool, und aktivieren Sie die Option “Quiet Mode”. Nach einem Neustart liest das Laufwerk Musik-CDs und DVD-Filme nur noch mit der kleinstmöglichen Geschwindigkeit.
Um den Lärm auch beim Einlesen von Medien zu reduzieren, können Sie zusätzlich die Option “Limit read speed” einschalten. Das Tempo ist dann auf maximal 8- (DVD) respektive 24fach (CD) beschränkt. Sobald Sie Vollgas geben wollen, aktivieren Sie im Quiet Drive Utility einfach den “Performance Mode”.
CD- und DVD-Laufwerke sowie -Brenner von anderen Herstellern lassen sich meist mit der Freeware CD-Bremse für Windows 95/98/ME, NT 4, 2000 und XP drosseln. Welche Höchstgeschwindigkeit Sie mit dem Tool einstellen können, hängt allerdings vom Hersteller ab. Eine Liste unterstützter Laufwerke und Tempowerte finden Sie auf der Freeware-Site.

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