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Burn, Baby burn: Von der Musik-CD zum DVD-Brenner

30.04.2003 | 13:59 Uhr | Michael Schmelzle

Nach einer Legende haben wir es der Klassik-begeisterten Ehefrau des Sony-Gründers Akio Morita oder einer Forderung Herbert von Karajans zu verdanken, dass Beethovens Neunte auf eine CD passt. Die Symphonie dient wohl als Maßstab, als Philips und Sony 1982 den Standard für Musik-CDs festlegen, der bei einem Scheibendurchmesser von 12 Zentimetern 74 Minuten Spielzeit zulässt.

Eine deutsche Firma ist übrigens auch beteiligt: Bayer steuert das Polycarbonat Makrolon bei - den Grundstoff für die Scheiben. 1983 schreiben Philips und Sony bereits die Standards für die CDROM fest. Die ersten bezahlbaren CDROM-Laufwerke mit dem einfachen Lesetempo von 150 KB/s tauchen 1988 auf. Die Preise für die SCSI-Geräte liegen bei 1200 Mark.

Im selben Jahr feiert der CD-Brenner Premiere - allerdings kann sich kaum einer die bis zu 60.000 Mark teuren Laufwerke leisten. Der Brenner-Boom setzt Weihnachten 1996 ein, als die Preise unter 1000 Mark fallen und Mitsumi mit dem CR 2600 TE für die IDE-Schnittstelle eine Weltneuheit präsentiert. Um diese Zeit kommt mit Toshibas SD-M1002 das erste DVD-ROM-Laufwerk auf den deutschen Markt. Kostenpunkt: 900 Mark. Bereits ein Jahr später bringt Pioneer den ersten DVD-R-Brenner heraus - für 20.000 Mark. Pünktlich zur 20-Jahr- Feier der PC-WELT stehen die DVD-Brenner nun vor dem Durchbruch.

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