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Bruchschäden: Gute Chancen kurz nach dem Kauf

29.08.2003 | 08:50 Uhr | Birgit Götz

Wenn Sie Mängel in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf feststellen, können Sie sich außerdem auf die Beweislastumkehr nach § 476 BGB stützen. Das heißt: Treten Mängel so früh auf, ist zu vermuten, dass die gekaufte Ware bereits bei der Übergabe mangelhaft war. Will sich der Verkäufer trotzdem vor Übernahme der Reparaturkosten drücken, muss er Ihnen nachweisen, dass Sie die Ware nicht pfleglich behandelt, übermäßig beansprucht oder gar mutwillig beschädigt haben.

Gerade bei Bruchschäden an elektronischen Geräten, beispielsweise am Gehäuse oder am Netzstecker, wird gern versucht, die Schuld auf den Käufer abzuwälzen. Haben Sie den Bruch selber verursacht, geht das natürlich auf Ihre Kappe.

Bruchschäden können jedoch auch auf Konstruktionsfehler zurückzuführen sein. Bei billigen Massenproduktionen beispielsweise können Gehäuse durchaus so beschaffen sein, dass sie auch bei normaler Benutzung beschädigt werden. Hinweise dazu finden Sie möglicherweise in Internet-Foren, wo vielleicht andere Nutzer eines Gerätemodells von gleichen Schäden berichten. Wenn Sie so nicht weiterkommen, müssen Sie einen Konstruktionsfehler notfalls durch ein Sachverständigen-Gutachten nachweisen lassen.

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