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Ausblick: Wie Beamer & Brille dem Desktop-PC den Garaus machen

18.03.2010 | 11:14 Uhr | Benjamin Schischka

Die IT-Industrie entwickelt sich rasend schnell, was vielleicht nicht in drei Jahren eintreten wird, ist in zehn Jahren durchaus möglich. Ein großer Nachteil von Smartphones ist das vergleichsweise kleine Display, das aus Gründen der Mobilität nicht weiter wachsen kann. Handy-Bildschirme werden also auch in zehn Jahren nicht größer sein als heute - es sei denn sie sind ausklappbar. Der koreanische Hersteller LG will noch 2010 mit der Massenproduktion eines flexiblen Displays beginnen.

Infrarot-Tastatur
Vergrößern Infrarot-Tastatur
© 2014

Mindestens genauso spannend wäre ein integrierter Beamer als Monitor-Ersatz. Vorteil: Sie hätten ein großes Display immer dabei; alles was Sie brauchen, ist eine weiße Fläche für den Beamer. Der Beamer dürfte aber wohl kaum innerhalb der nächsten drei Jahren Realität werden, denn sein Energiebedarf würde die ohnehin schon stark in Anspruch genommenen Akkus moderner Smartphones extrem belasten. Vielleicht werden wir den Smartphone-Beamer dem steigenden Ölpreis verdanken. Dieser zwingt die Autoindustrie zunehmend zu Investitionen in umweltfreundliche Technologien, die Autos etwa mit Strom antreiben. Davon profitiert die Akku-Forschung und von dieser können letztendlich auch Smartphones profitieren. Die Beamer-Lösung könnte auch eine QWERTZ-Tastatur liefern: Der Beamer strahlt eine virtuelle Tastatur auf den Tisch und die Smartphone-Kamera filmt, welche Tasten wir drücken.

Fast schon langweilig dagegen wirkt zunächst die Idee einer Brille mit zwei integrierten Displays. Doch mit Brille können Sie selbst in Bus & Bahn unauffällig surfen, spielen und arbeiten. Dabei schielt Ihnen sicher keiner aufs Display. Denkbar wäre sogar eine erweiterte Realität, wie Sie schon heute Smartphone-Apps bieten. Haben Sie das Smartphone in der Jackentasche und die Display-Brille auf der Nase, blendet diese einen Preisvergleich beim Shoppen ein - direkt über dem Produkt, dass Sie in der Hand halten. Oder die U-Bahn-Haltestelle beim Lesen eines Stadtplans. Oder den Namen eines Berges, an dem Sie vorüberwandern.

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