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Bootloader Grub bearbeiten

17.04.2010 | 08:11 Uhr |

Manchmal hält der erste Start der neu installierten Open-Suse-Distribution eine unerfreuliche Überraschung bereit. Der Bootloader zeigt Ihnen zwar das neue Open Suse und auch ein noch vorhandenes Windows an. Eine weitere Linux-Installation, zum Beispiel Ubuntu, ist dagegen verschollen, obwohl Sie korrekt partitioniert haben. In diesem Fall besteht kein Grund zur Panik. Ihre verschwundene Distribution ist noch vorhanden, Sie müssen diese nur manuell in die Konfiguration des Bootloaders Grub einfügen.

Setzen Sie Ihren Open-Suse-Start zunächst fort, und rufen Sie anschließend in Yast das Modul "System, Konfiguration des Bootloaders" auf. Ihre Bearbeitung nehmen Sie im Register "Abschnittsverwaltung" des Konfigurationsdialogs vor. Dort sehen Sie in der Übersicht genau das, was Ihnen der Bootloader beim Start anzeigt. Fehlt hier eines der installierten Systeme, klicken Sie rechts unten im Dialog auf "Andere" und wählen in diesem Fall die Option "Neue Konfiguration vorschlagen".

Ist die betreffende Partition unversehrt und liegt darauf noch eine Grub-Konfiguration, dann sehen Sie anschließend in der Übersicht einen neuen Menüeintrag, zum Beispiel für Ubuntu mit Versions- und Kernelnummer.

Jetzt können Sie Ihr neues Boot-Menü noch entrümpeln und übersichtlicher gestalten. So enthält der Vorschlag im Beispiel noch ein Duplikat des Suse-Eintrags mit einem anderem Label, hier der Kernelnummer. Unter "Abschnittszusammenfassung" sehen Sie die gleichlautenden Parameter. Bei Bedarf überzeugen Sie sich durch Markieren und "Bearbeiten" davon, dass auch in der Zusammenfassung nicht mehr sichtbare Parameter identisch sind. Über "Zurück" gelangen Sie wieder in Ihre Übersicht, markieren das Duplikat und entfernen es über die Schaltfläche "Löschen".

Der Eintrag "failsafe – openSUSE 11.0" (gilt analog auch für die neueren Versionen von Opensuse 11x) ist für das Starten eines reduzierten Systems im Notfall gedacht. Im Beispiel steht er ganz unten, während die einzelnen Betriebssysteme noch wild durcheinander gewürfelt sind. Verfrachten Sie die Einträge mit Hilfe der Schaltflächen "Auf" oder "Ab" an die gewünschte Stelle.

Wenn Sie die neue Konfiguration mit "Beenden" speichern, installiert Yast den neuen Bootloader. Sollten Sie jetzt beim Booten Ihr zuvor verschollenes Ubuntu auswählen, dann gelangen Sie in Ihr altes Ubuntu-Bootloader-Menü.

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