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Boot Camp Systemsteuerung, Fazit und Ausblick

07.07.2009 | 17:10 Uhr |

Die Systemsteuerung von Boot Camp

Die Boot Camp Systemsteuerung unter Windows
Vergrößern Die Boot Camp Systemsteuerung unter Windows
© 2014

Neben der Uhr in der Taskleiste befindet sich nun das Symbol für die Boot-Camp-Systemsteuerung. Dort legen Sie als Standard fest, mit welchem System der Apple iMac booten soll.

Boot Camp Bootmanager beim Start des Apple iMac.
Vergrößern Boot Camp Bootmanager beim Start des Apple iMac.
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Dies ist aber noch längst nicht alles, was die Boot Camp Systemsteuerung zu bieten hat. Auf der ersten Registerkarte finden Sie den „Firewire-Festplattenmodus“. Dieser erlaubt es Ihnen, den iMac über ein Firewire-Kabel mit einem anderen Computer zu verbinden. Nach dem Start im Firewire-Festplattenmodus fungiert Ihr iMac als Festplatte, auf die Sie vom anderen Computer aus zugreifen können.

Neben der Regelung der Display-Helligkeit können Sie in der Boot Camp Systemsteuerung unter „Fernbedienung“ den Infrarotempfänger für Fernbedienungen deaktivieren. Unter „Stromversorgung“ legen Sie fest, ob der iMac nach einem Stromausfall neu starten soll oder nicht.

Die Windows-Partition auf der Festplatte des Apple iMac
Vergrößern Die Windows-Partition auf der Festplatte des Apple iMac
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Während der iMac startet, können Sie allerdings auch jedes Mal neu entscheiden, welches Betriebssystem gebootet werden soll: Drücken Sie dazu nach dem Einschalten (spätestens während des typischen Start-Tons von Apple) die „Alt“-Taste und halten diese gedrückt, bis der Bootmanager erscheint. Nun können Sie entweder Mac OS X oder Windows auswählen.

Weitere Informationen und Support für Boot Camp
Eine ausführliche Anleitung für Boot Camp im PDF-Format bietet Apple mit dem Download Boot Camp Installationshandbuch – Anleitung für alle Funktionen und Einstellungen an. Dort finden Sie auch Informationen zur Tastenbelegung einer Apple-Tastatur unter Windows. Die Support-Seite von Boot Camp mit Informationen zur Fehlerbehebung hält der Apple Boot Camp Support bereit.

Fazit: Mit Boot Camp das Beste aus zwei Welten vereinen

Das Boot-Camp-Symbol in der Taskleiste
Vergrößern Das Boot-Camp-Symbol in der Taskleiste
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Mit Boot Camp ist die Zeit der Rivalität zwischen der Apple- und Windows-Welt endgültig vorüber. Was früher undenkbar war, ist inzwischen Realität: Apple erlaubt nicht nur die Windows-Installation auf dem Mac sondern stellt auch alle notwendigen Werkzeuge dafür zur Verfügung, und dies ganz ohne Virtualisierung. Der Boot-Camp-Assistent partitioniert die Festplatte schnell und sicher, allerdings gibt es nur die Möglichkeit für eine weitere Partition. Die Festplattenkapazität von einem Terabyte würde mühelos ausreichen, um neben Mac OS X zwei Windows-Installationen auf die Platte zu packen (beispielsweise Vista und XP). Doch dies ist momentan nicht vorgesehen – es sei denn, der Mac verfügt über mehrere physikalische Festplatten. Komfortabel ist aber, dass Sie bei der Partitionierung auch eine frei definierte Partitionsgröße festlegen können.

Windows und Mac OS X in friedlicher Koexistenz
Vergrößern Windows und Mac OS X in friedlicher Koexistenz
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Eine große Hilfe sind die Windows-Treiber auf der Installations-DVD von Mac OS X – eine langwierige Treibersuche bei den jeweiligen Komponenten- und Chipsatz-Herstellern entfällt. Bei der Unterstützung der 64-Bit-Varianten von Windows gibt es allerdings noch Nachbesserungsbedarf: Die 64-Bit-Treiber sollten nicht nur beim Mac Pro und Macbook Pro, sondern auch bei allen anderen Mac-Modellen funktionieren, sodass der Arbeitsspeicher von 4 GB voll genutzt werden kann. Insgesamt überzeugt im Test die schnelle, unkomplizierte und reibungslose Installation und Konfiguration eines 32-Bit-Windows auf dem iMac – so können Sie das beste aus zwei Welten auf einem Gerät nutzen

Ausblick

Mit der Boot-Camp-Umgebung hat Apple einen Standard gesetzt, an dem sich Microsoft ein Beispiel nehmen kann: Die Installation anderer Betriebssysteme aus einer bestehenden Windows-Umgebung heraus mit automatischer Festplatten-Partitionierung ist bisher in keiner Windows-Version vorgesehen. Lediglich eine virtuelle Umgebung bietet Microsoft mit Virtual PC für die Nutzung weiterer Betriebssysteme an. Obwohl so eine Implementierung in kommenden Windows-Versionen interessant wäre, bleibt das Treiber-Problem als typisches Kennzeichen der Windows-Welt: Microsoft kann keineswegs die Bereitstellung von Hardware-Treibern für eine unübersehbare Zahl von Geräten und Betriebssystemen zugemutet werden. Hier sind die Hardware-Hersteller gefragt, sich mehr im Bereich anderer Systeme, beispielsweise Linux, zu engagieren.

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