2409887

Bluetooth: So lösen Sie alle Probleme

11.08.2019 | 17:09 Uhr |

Der praktische Nahfunk gehört bei den meisten Windows-Rechnern und Smartphones inzwischen zum Standard. Doch nicht immer funktioniert er problemlos: Mit unseren Tipps stellen Sie Bluetooth-Fehler ab und verbinden alle Geräte miteinander.

Bluetooth segelt meist im Schatten von WLAN. Doch die Funktechnik hat sich schon lange als Alternative zum Kabel etabliert, wenn es darum geht, kurze Distanzen zu überwinden: Sie verbindet Eingabegeräte wie Tastatur und Maus mit dem PC, erlaubt die Ausgabe von Musik von Notebook, Smartphone und Tablet auf kabellose Lautsprecher und bringt Mobilgeräte mit Fitnessgeräten zusammen, die zum Beispiel den Puls messen.

Doch obwohl sich Bluetooth immer weiter entwickelt und ständig in neuen Versionen zusätzliche Funktionen anbietet, wollen in der Praxis viele grundsätzlichen Probleme nicht verschwinden: Das fängt bei Bluetooth-Geräten an, die plötzlich nicht mehr vorhanden sind, geht über Verbindungen, die häufig abbrechen, bis zu versprochenen Funktionen, die sich mangels passender Treiber nicht nutzen lassen.

Wir beschreiben die häufigsten Probleme, die mit Bluetooth auftauchen, und bieten Lösungen für PC, Smartphone sowie Tablet unter Windows, Android und iOS an.

Reibungsloses Zusammenspiel von Hardware und Software

Damit Bluetooth funktioniert, muss das Zusammenspiel zwischen Hardware und Software klappen. Zum einen müssen die beiden Bluetooth-Geräte, die miteinander sprechen sollen, verbunden sein: Wie bei WLAN hängt es von Störsignalen in der Umgebung und von der Entfernung zwischen den beiden Geräten ab, ob die Verbindung zustande kommt beziehungsweise stabil ist. Die maximale Reichweite einer Bluetooth-Verbindung hängt grundsätzlich von der sogenannte „Device Class“ der beteiligten Geräte ab. Sie bestimmt, wie hoch die Sendeleistung des Bluetooth-Funkmoduls sein darf. Class-1-Produkte dürfen 100 Milliwatt (mW) einsetzen, was unter optimalen Umständen für rund 100 Meter Reichweite genügt. Geräte aus der Klasse 2 kommen mit maximal 2,5 mW auf rund zehn Meter, während Klasse-3-Geräte mit maximal 1 mW weniger als zehn Meter weit funken. Geräte aus verschiedenen Leistungsklassen können sich miteinander verbinden, wobei dasjenige mit der geringeren Sendeleistung die maximale Reichweite bestimmt.

Informationen zur Power Class finden Sie im Handbuch zu Ihrem Rechner. USB-Dongles für PC und Notebook gehören meist zur Power-Class 1, auch einige Smartphones und Tablets haben Module mit hoher Reichweite. Gegenstellen wie Maus, Tastatur und Kopfhörer finden sich meist in Klasse 2. Doch ob die Funkverbindung wirklich so weit reicht, wie die Leistungsklasse verspricht, hängt in der Praxis auch von der Qualität und der Anordnung der eingebauten Antennen ab.

Wie schnell Sie per Bluetooth übertragen und welche Funktionen Sie über den Kurzstreckenfunk nutzen können, hängt vom Bluetooth-Standard und den Profilen ab. Welchen Standard Ihr Bluetooth-Gerät nutzt, finden Sie im Handbuch. Unter Windows bekommen Sie die entsprechende Funktion auch über den Geräte-Manager. Klappen Sie dazu im Geräte-Manager den Bereich „Bluetooth“ aus: Oft steht schon im Namen des Bluetooth-Moduls der verwendete Standard, etwa wenn Sie einen Eintrag wie „Wireless Bluetooth 4.0+HS“ sehen. Hilft die Modellbezeichnung nicht weiter, führen Sie einen Doppelklick darauf aus und wählen den Reiter „Erweitert“.

Hier sehen Sie einen Eintrag, der mit den Buchstaben „LMP“ beginnt, dahinter steht eine Ziffernfolge. Die erste Ziffer bezeichnet den Bluetooth-Standard: 5 steht für Bluetooth 3.0, 6 für Version 4.0, 7 bedeutet 4.1, 8 kennzeichnet Version 4.2 und die Ziffer 9 steht für die neueste Version Bluetooth 5.0. Wichtig: Klicken Sie auf den Eintrag für den Bluetooth-Adapter, der zum Beispiel einen Herstellernamen wie Intel oder die Bezeichnung „Adapter“ oder „Radio“ enthält. Einträge mit den Begriffen „Enumerator“ oder „Auflistung“ kennzeichnen Bluetooth-Treiber – ihnen fehlt das Menü „Erweitert“.

Die Profile legen die Funktionen der Bluetooth-Geräte fest: Sie bestimmen zum Beispiel, ob über eine Bluetooth-Verbindung Musik, Fotos oder Dateien übertragen werden können, ob sich Termine und Kontakte abgleichen lassen oder Maus- und Tastatureingaben am Rechner ankommen.

Damit das funktioniert, müssen alle Geräte einer Bluetooth-Verbindung jeweils das passende Protokoll unterstützen: Damit Sie beispielsweise Musik von einem Windows-Notebook an einen kabellosen Bluetooth-Lautsprecher ausgeben können, benötigen die Geräte das Profil A2DP.

Wenn Sie über Knöpfe am Lautsprecher die Audiowiedergabe zum Beispiel pausieren wollen, ist außerdem das Profil AVRCP nötig. Die meisten Bluetooth-Geräte bringen für die Profile keine eigene Treiber-Software mit, sondern verlassen sich auf die Bluetooth-Treiber des Betriebssystems. Welche Profile von welchen Betriebssystemen unterstützt werden, sehen Sie in der Tabelle unten.

Abkürzung

Profilname

Einsatzzweck

Plattformen

A2DP

Advanced Audio Distribution Profile

Audioübertragung für Lautsprecher, Kopfhörer

Android, iOS, Windows 10 und 7

AVRCP

Audio/Video Remote Control Profile

Fernbedienung eines Wiedergabegerätes

Android, iOS, Windows 10 und 7

DUN

Dial-Up Networking

Interneteinwahl über verbundenes Handy

Windows 10 und 7

GATT

Generic Attribute Profile

Basisprotokoll von Bluetooth LE, etwa für Fitness-Tracker, Smartwatches

Android, iOS, Windows 10

HCRP

Hard Copy Replacement Profile

Drucken

iOS, Windows 10 und 7

HFP

Hands-Free Profile

Verbindung mit Freisprechanlage Android, iOS, Windows 10 und 7

Android, iOS, Windows 10 und 7

HID

Human Interface Device

Verbindung mit Eingabegeräten wie Tastatur und Maus

Android, iOS, Windows 10 und 7

MAP

Message Access Profile

Austausch von Nachrichten wie SMS zwischen Smartphone und Auto-Freisprechanlage

Android, iOS

OPP

Object Push Profile

Übertragung von Dateien

Android, Windows 10 und 7

PAN

Personal Area Network Profile

Aufbau eines Bluetooth-Netzwerks

Android, iOS, Windows 10 und 7

PBAP

Phone Book Access Profile

Austausch von Kontakteinträgen

Android, iOS

Windows: So richten Sie eine Bluetooth-Verbindung ein

Im Geräte-Manager finden Sie meist mehrere Einträge für Bluetooth.
Vergrößern Im Geräte-Manager finden Sie meist mehrere Einträge für Bluetooth.

Im aktuellen Betriebssystem von Microsoft Windows 10 finden Sie die Bluetooth-Einstellungen unter „Einstellungen –› Geräte –› Bluetooth und andere Geräte“. Dort können Sie den Bluetooth-Funk über einen Schiebeschalter aktivieren. Anschließend schalten Sie das Gerät ein, das Sie mit dem PC verbinden wollen, und stellen sicher, dass es vom Rechner gesehen werden kann. Wie Sie dabei vorgehen, unterscheidet sich je nach Gerät: Bei einem Lautsprecher, einem Kopfhörer oder einer Maus müssen Sie meist eine bestimmte Taste länger drücken, damit Bluetooth eingeschaltet und die Sichtbarkeit aktiviert wird. Nun klicken Sie in den Windows-Einstellungen auf „Bluetooth- und andere Geräte hinzufügen“ und klicken bei Geräte-Art auf „Bluetooth“. Nun sollte das Gerät in der Auswahlliste erscheinen, wo Sie es anklicken und mit „Fertig“ die Verbindung herstellen. Bei einigen Geräten müssen Sie den Verbindungsaufbau mit einem PIN-Code autorisieren. Er lautet häufig 0000, andernfalls sollte der passende Code im Handbuch des Bluetooth-Gerätes stehen.

Unter Windows 7 stellen Sie eine Bluetooth-Verbindung über die Systemsteuerung her: Dort wählen Sie „Geräte und Drucker, Gerät hinzufügen“. Ist Bluetooth auf beiden Seiten der Verbindung aktiviert und das externe Gerät sichtbar, erscheint es in der Auswahlliste. Markieren Sie das Gerät, und klicken Sie auf „Weiter“, um die Verbindung herzustellen. Eventuell müssen Sie nun den PIN-Code eingeben. Steht die Verbindung, schließen Sie das Fenster.

Tipp: Windows-PC mit Bluetooth erweitern - so geht's

Update für Treiber und Hardware: Bluetooth nachrüsten

Kommt keine Verbindung zwischen PC und Bluetooth-Gerät zustande, sollten Sie zunächst prüfen, ob die passenden Profile unterstützt werden. Bei Windows 10 sollte das der Fall sein. Bei Windows 7 sind für neuere Bluetooth-Geräte meist zusätzliche Treiber vom Hersteller notwendig: Denn das ältere Windows-Betriebssystem kommt ab Werk nicht mit Bluetooth LE (Low Energy, auch Bluetooth Smart genannt) zurecht, das zum Beispiel einige Tastaturen und Mäuse nutzen.

Diese Variante arbeitet besonders stromsparend und ist seit Version 4.0 Teil des Bluetooth-Standards, aber nicht abwärtskompatibel zu älteren Bluetooth-Versionen. Mit einem aktuellen Treiber lässt sich das im PC eingebaute Bluetooth-Modul beziehungsweise ein externer USB-Bluetooth-Dongle um das GATT-Profil erweitern, das für Bluetooth LE notwendig ist.

Wenn Sie sich eine kabellose Maus oder Tastatur zugelegt haben, die Bluetooth LE benötigt, muss auch das eingebaute Modul oder ein externer USB-Dongle mindestens Bluetooth 4.0 unterstützen. Ob das bei Ihnen der Fall ist, prüfen Sie im Geräte-Manager: Dort muss im Bereich „Bluetooth“ ein Eintrag für einen LE-Enumerator vorhanden sein. Wenn Ihr PC oder Ihr Notebook kein eingebautes Bluetooth hat, müssen Sie sich in diesem Fall einen Adapter mit Bluetooth 4.0 kaufen.

Aufpassen sollten Sie auch, wenn Sie per Bluetooth Musik in hoher Qualität übertragen wollen. Hier setzen viele aktuelle kabellose Lautsprecher und Kopfhörer auf den Codec AptX. Dieses Format ist aber in der Bluetooth-Spezifikation nicht zwingend vorgeschrieben. So gut wie kein eingebautes Bluetooth-Modul in einem PC oder Notebook unterstützt es. Deshalb müssen Sie darauf achten, dass bei einem USB-Dongle, den Sie für die hochwertige Audioverbindung erwerben, explizit die Unterstützung für AptX erwähnt ist: Er sollte dann entsprechende Treiber mitbringen.

Bei einem Smartphone lässt sich AptX nicht über einen Dongle nachrüsten, deshalb muss das Handy es ab Werk mitbringen. Bei welchen Geräten das der Fall ist, erfahren Sie hier .

Bluetooth 5: Der neue Standard

Mit Bluetooth 5 erhöht sich die Transferrate oder die Reichweite von Bluetooth-Verbindungen. Allerdings beziehen sich diese Neuerungen nur auf den Modus Bluetooth LE (BLE), also die Nahfunkverbindung zu stromsparenden Bluetooth-Geräten wie Smartwatches und Fitnesstracker. Die meisten anderen Bluetooth-Geräte wie Lautsprecher und Kopfhörer nutzen dagegen Bluetooth Classic – für sie ändert sich mit Bluetooth 5 nichts. Deshalb hat zum Beispiel auch der Dual-Audio-Modus aktueller Samsung-Smartphones nichts mit Bluetooth 5 zu tun.

Die höhere Datenrate von bis zu 2 MBit/s soll BLE-Geräten ermöglichen, größere Datenmengen wie zum Beispiel umfangreiche Firmware-Updates oder mehr Fitness-Daten schnell übertragen zu können. Andere Geräte profitieren dagegen von einer höheren Reichweite: Sie kann bei Bluetooth 5 jetzt rund 200 Meter betragen, allerdings nur mit einer maximalen Transferrate von 125 KBit/s. Bei jeder Bluetooth-Übertragung können die Partner entweder nur die höhere Datenrate oder die verbesserte Reichweite nutzen.

Bluetooth 5 ist abwärtskompatibel zu bestehenden Versionen: Auch mit neuen Bluetooth- 5-Smartphones, beispielsweise dem Samsung Galaxy S8/S9, dem One Plus 5 oder den iPhones 8 und X(S), lassen sich daher Bluetooth-Geräte mit älteren Versionen des Standards verbinden. Vor allem Geräte für das Internet of Things, etwa Sensoren, sollen künftig mit Bluetooth 5 ausgestattet sein.

So lösen Sie die häufigsten Bluetooth-Probleme

Auf den ersten Blick funktioniert Bluetooth sehr einfach: Sie verbinden zwei Geräte, was meist einfacher geht als bei WLAN, weil Sie sich nur Gerätenamen, aber keine komplizierten Netzwerkennungen oder Passwörter merken müssen. Anschließend lassen sich die Geräte so nutzen als wären sie direkt per Kabel miteinander verbunden. In der Praxis macht Bluetooth aber immer wieder Probleme. Wir zeigen, wie Sie die häufigsten schnell beheben können.

1. Windows findet keine Bluetooth-Hardware

Um einen aktuellen Treiber zu finden, müssen Sie den Hersteller der Bluetooth-Hardware kennen.
Vergrößern Um einen aktuellen Treiber zu finden, müssen Sie den Hersteller der Bluetooth-Hardware kennen.

Problem: Sie können Bluetooth auf dem PC nicht aktivieren, weil die entsprechende Einschaltfläche in den Windows-Einstellungen nicht vorhanden ist.

Lösung: Prüfen Sie zunächst im Geräte-Manager, ob das Bluetooth-Modul dort verzeichnet ist. Sie müssen im Menü „Bluetooth“ einen Produktnamen oder eine Bezeichnung wie „Bluetooth Adapter“ oder „Bluetooth Radio“ sehen. Ist das nicht der Fall, starten Sie den Rechner neu: Häufig kann Windows Bluetooth-Treiber nach dem Aufwachen aus dem Standby oder Ruhemodus nicht aktivieren, weshalb die Bluetooth-Hardware aus dem Geräte-Manager verschwindet.

2. Bluetooth lässt sich in den Einstellungen nicht aktivieren

In den Einstellungen von Windows 10 sehen Sie alle verbundenen Bluetooth-Geräte.
Vergrößern In den Einstellungen von Windows 10 sehen Sie alle verbundenen Bluetooth-Geräte.

Problem: Im Geräte-Manager ist die Bluetooth-Hardware zwar zu sehen. Allerdings lässt sich der Schalter in den Windows-Einstellungen nicht auf „Ein“ stellen, sondern springt immer wieder in den ausgeschalteten Zustand zurück.

Lösung: Gehen Sie in den Geräte-Manager und klicken Sie doppelt auf den Eintrag für die Bluetooth-Hardware. Wählen Sie im Menü „Treiber“ den Eintrag „Treiber aktualisieren“, und lassen Sie Windows automatisch nach neuer Treibersoftware suchen. Behauptet das Betriebssystem, dass der aktuellste Treiber bereits installiert sei, gehen Sie auf die Webseite des PC- oder Notebook-Herstellers, und suchen Sie dort nach Bluetooth-Treibern für Ihr Gerät. Werfen Sie dabei auch einen Blick auf angebotene WLAN-Treiber, denn bei vielen aktuellen Notebooks stecken die beiden Funknetze auf einem Hardwaremodul.

3. Bluetooth-Hardware ist nach Windows-Update verschwunden

Problem: Nach dem Update auf Windows 10 oder eine neuere Version des Systems, zum Beispiel das Fall Creators Update, funktioniert Bluetooth an Ihrem PC nicht mehr. Auch im Geräte-Manager wird unter „Bluetooth“ keine Hardware angezeigt.

Lösung: Wenn der installierte Treiber das Update nicht unterstützt, verwendet ihn Windows 10 nicht mehr. Die Bluetooth-Hardware taucht deshalb als unbekanntes Gerät im Geräte-Manager auf. Prüfen Sie deshalb, ob Sie im Geräte-Manager einen entsprechenden Eintrag finden. Falls ja, müssen Sie sich beim PC-Hersteller oder dem Anbieter der Bluetooth-Hardware auf die Suche nach einem aktuellen Treiber machen. Vor allem bei einem USB-Dongle kann das aber schwierig sein, weil Sie für diese externen Geräte kein Handbuch haben oder nicht wissen, von wem der Bluetooth-Adapter überhaupt stammt.

In diesem Fall kann Ihnen der Geräte-Manager von Windows einen Hinweis geben: Klicken Sie den Eintrag für das unbekannte Gerät doppelt an und gehen Sie auf das Menü „Details“. Wählen Sie unter „Eigenschaft“ den Eintrag „Hardware-IDs“ und merken Sie sich die Zahlenfolge hinter VID. Nach dieser können Sie zum Beispiel auf der Webseite http://pci-ids.ucw.cz/read/PC/ suchen, die Ihnen dann den Herstellernamen anzeigt, der sich hinter der VID, der Vendor ID, verbirgt. Auf der Supportseite des Herstellers können Sie dann nach einem aktuellen Treiber für das Bluetooth-Gerät fahnden. Alternativ verwenden Sie das Gratis-Programm Unknown Device Identifier .

4. USB-Bluetooth-Adapter wird unter Windows nicht erkannt

Problem: Die Bluetooth-Hardware taucht nicht im Geräte-Manager auf, aber dort ist auch kein unbekanntes Gerät verzeichnet.

Lösung: Möglicherweise liegt der Fehler nicht an der Bluetooth-Hardware selbst, sondern an einem Gerät, an das sie angeschlossen ist – zum Beispiel dem USB-Controller. Stellen Sie im Geräte-Manager deshalb die Ansicht um, indem Sie auf „Ansicht –› Geräte nach Verbindung“ gehen. Fächern Sie nun alle Untermenüs auf, die an der eckigen Klammer erkennbar sind, bis Sie die Bluetooth-Hardware angezeigt bekommen. Nun sehen Sie, an welche interne Schnittstelle der Adapter angeschlossen ist – meist handelt es sich um einen USB Root Hub oder einen PCI Express Root Port.

Sehen Sie bei einem dieser Geräte ein gelbes Dreieck mit Ausrufezeichen, sollten Sie den Treiber aktualisieren – meist ist es der Treiber für Prozessor oder Chipsatz, den Sie etwa vom PC-Hersteller beziehungsweise bei AMD oder Intel beziehen können.

5. Aussetzer bei Audio-Wiedergabe auf Bluetooth-Lautsprecher

Für die beste Audioqualität per Bluetooth sorgt der Codec AptX.
Vergrößern Für die beste Audioqualität per Bluetooth sorgt der Codec AptX.

Problem: Sie haben kabellose Lautsprecher per Bluetooth mit dem Notebook verbunden. Doch hin und wieder treten Störungen bei der Wiedergabe auf.

Lösung: Wie auch bei WLAN können Störsignale Einfluss auf die Bluetooth-Übertragung haben. Bringen Sie daher zunächst Notebook und Lautsprecher näher zusammen. Ist die Wiedergabe weiterhin fehlerhaft, sollten Sie prüfen, ob Sie die Bluetooth-Einstellungen von Windows auf dem Notebook noch geöffnet haben. In diesem Fall sucht das Notebook weiterhin nach Bluetooth-Geräten, mit denen es sich verbinden kann. Diese Aktivität kann die Aussetzer bei der Audio-Ausgabe verursachen.

6. Fotos lassen sich nicht per Bluetooth übertragen

Problem: Sie treffen einen alten Bekannten und schießen ein gemeinsames Foto mit Ihrem Android-Smartphone. Das wollen Sie nun per Bluetooth an sein iPhone übertragen. Doch das klappt nicht: Ist bei beiden Geräten Bluetooth aktiviert, erkennen sie sich zwar gegenseitig, aber sie lassen sich nicht verbinden.

Lösung: Den Smartphones fehlt ein gemeinsames Bluetooth-Profil für die Dateiübertragung. Android-Geräte wickeln den Transfer über OPP (Object Push Profile) ab. Dieses Profil unterstützt das iPhone nicht. Sie müssen also den Umweg über WLAN oder eine mobile Datenverbindung gehen.

7. Gleichzeitige Audioausgabe an zwei Geräte klappt nicht

Problem: Sie wollen Musik von Ihrem Smartphone per Bluetooth gleichzeitig an einen Lautsprecher und einen Kopfhörer ausgeben. Zwar können Sie beide Peripheriegeräte mit dem Handy koppeln, die Musikwiedergabe funktioniert aber immer nur auf einem Gerät.

Lösung: Sofern das Smartphone mindestens Bluetooth 4.0 unterstützt, ist eine gleichzeitige Verbindung zu zwei Geräten technisch gesehen möglich. Denn dann beherrscht das Bluetooth-Modul im Handy den sogenannten Dual-Mode. Allerdings muss eines der angeschlossenen Geräte Bluetooth Classic unterstützen, also den normalen Bluetooth-Modus. Das andere muss per Bluetooth LE verbunden sein – und diesen Standard beherrschen vor allem kleine Geräte wie Fitnesstracker, aber nur wenige Kopfhörer.

Die gleichzeitige Audio-Ausgabe an zwei Geräte funktioniert derzeit nur bei wenigen Smartphones wie dem Samsung-Galaxy S8/ S8+ beziehungsweise S9/S9+. Bei den Geräten gibt es die Funktion Dual Audio, die das erlaubt. Umgekehrt ist eine doppelte Audioverbindung schon länger möglich: Bluetooth-Kopfhörer mit Multipoint-Funktion können gleichzeitig mit zwei Smartphones verbunden sein: Sie können dann am Kopfhörer einfach zwischen den beiden Audioquellen wechseln.

2409887