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Bluetooth: So funktioniert es

02.08.2002 | 12:33 Uhr |

Bluetooth-Geräte funken im lizenzfreien 2,4-GHz-Frequenzband. Innerhalb von zehn Metern Reichweite können sie ohne Sichtkontakt Daten übertragen - stärkere Funkmodule erlauben bis zu 100 Meter. Die theoretische Bruttodatenrate liegt bei rund 1 MBit/s, in der Praxis schafft Bluetooth üblicherweise 400 bis 600 Kbit/s.

Eine Verbindung kommt zustande, indem ein Gerät den Funkraum nach anderen anwesenden Bluetooth-Geräten durchsucht: Sind andere Geräte in Reichweite und im Erkennungsmodus, teilen sie dem anfragenden Gerät mit, welche Dienste (Profile) sie beherrschen.

Jedes Gerät bietet je nach implementierter Software ein oder mehrere Bluetooth-Profile an, etwa Datentransfer, Emulation eines seriellen Kabels, DFÜ-Einwahl, Netzwerkzugriff, Datenabgleich oder Sprachübertragung. Bei der Verbindung übernimmt ein Gerät die Rolle des Masters, an dessen Vorgaben sich bis zu sieben Slaves angleichen können, um den Datenaustausch zu ermöglichen. Ein Frequenzsprungverfahren soll die Funkstrecke störungsfrei halten, per Authentifizierung und Verschlüsselung die Übertragung gesichert werden.

Bisher ist der Markterfolg von Bluetooth bescheiden: Geräte unterschiedlicher Hersteller sind häufig inkompatibel zueinander, die Preise für Bluetooth-Adapter noch recht hoch. Die neue Bluetooth-Version 2.0, die 2004 erwartet wird, soll eine höhere Datenrate von bis zu 12 MBit/s ermöglichen.

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