27584

Blende, Belichtung und Aufnahmeoptionen

17.09.2008 | 15:16 Uhr | Markus Schelhorn,

Eine manuelle Steuermöglichkeit von Zeit und Blende bieten nur die Kameras von Casio, Samsung und Sony. Während die Casio Exilim EX-Z1200 sowie die Samsung NV 20 nur zwei Blendenstufen zulässt, hat man bei der Sony die Wahl zwischen drei verschiedenen Blendenstufen. Interessant sind die manuellen Einstellungen vor allem für Langzeitbelichtungen. Dafür ist ferner ein Stativ empfehlenswert. Doch nur das Stativgewinde der Sony DSC-W200 ist aus robustem Metall – bei den Kameras von Casio und Samsung kommt stattdessen empfindlicheres Plastik zum Einsatz. Gut gefiel uns die Serienbildfunktion der Nikon Coolpix S700. Neben der Serienbildaufnahme wartet sie mit dem „Best Shoot Selector“ auf. In diesem Modus speichert die Kamera aus einer Bilderserie nur das Foto mit der besten Aufnahmequalität. Sogar Intervallaufnahmen mit Abständen von 30 Sekunden bis zu einer Stunde sind möglich. Darüber hinaus lassen sich 16 hintereinander aufgenommene Fotos zu einem einzigen Bild montieren. Dafür hat der Fotograf bei der Fujifilm Finepix F50fd die Wahl, die ersten oder letzten drei Bilder einer Serienaufnahme zu speichern.

Fast filmreif
Die Videofunktion der Kameras wird immer interessanter: Der Speicher ist günstig und inzwischen groß genug, um auch längere Videos aufzuzeichnen. Parallel wird die Bildaufbereitung der Kameras immer besser. Noch herrscht das VGA-Format mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln und einer Bildrate von 30 Bildern pro Sekunde vor. Doch im Testfeld gibt es bereits zwei Ausnahmen: Die Casio Exilim EX-Z1200 filmt mit 848 x 480 Pixeln im Breitbildformat, die Canon Digital Ixus 960 IS kann außer VGA-Videos auch Clips mit 1024 x 768 Bildpunkten speichern –allerdings nur mit 15 statt 30 Bildern pro Sekunde. Des Weiteren besitzen einige Modelle im Testfeld Zusatzfunktionen für Filmaufnahmen: So bieten beispielsweise die beiden Kameras von Samsung und Panasonic die Möglichkeit, die Farbeinstellungen Schwarzweiß oder Sepia zu wählen. Einen Schritt weiter gehen die Modelle von Canon und Nikon. Beiden können Videos im Zeitraffer aufzunehmen. Eine nette Spielerei der Nikon Coolpix S700 ist die Funktion „Stop Motion“, mit der man zum Beispiel Knetfiguren-Trickfilme im Stil von „Wallace und Gromit“ erstellen könnte. Das vorhergehende Bild wird halb transparent angezeigt, um die Szene genauer zu arrangieren. Und die Casio Exilim EX-Z1200 hat vorne eine weiße LED als Videoleuchte. Überdies bietet die Kamera neun Motivprogramme für Videoaufnahmen. Ärgerlich: Leider existiert bei den Kameras von Sony und Panasonic keine Möglichkeit, während des Filmens ins Motiv hineinzuzoomen.

Fazit: Gemischtes Urteil
Weniger Megapixel würden den getesteten Kameras gut tun. Denn abgesehen vom Auflösungswahn, der vor allem aus Marketinggesichtspunkten vorangetrieben wird, um mehr Kameras zu verkaufen, bieten die Kameras durchaus sinnvolle Techniken, die das Fotografieren erleichtern.

PC-WELT Marktplatz

27584