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Bios

23.12.2004 | 11:22 Uhr |

Lange Laufwerksprüfung beim Setup vermeiden

Problem : Sie haben am primären EIDE-Controller eine Festplatte und am sekundären Controller einen Brenner installiert. Beim Booten sehen Sie am Startbildschirm, dass das Bios die Kanäle jedes Controllers rasch checkt. Doch bei den ungenutzten Kanälen dauert der Test jeweils einige Sekunden, ehe das Bios mit der nächsten Aktion fortfährt. Sie suchen nach Wegen, diese Verzögerung zu unterbinden.

Lösung : Standardmäßig ist das Bios so eingestellt, dass es beim Starten alle vier EIDE-Kanäle (zwei primäre und zwei sekundäre) automatisch darauf überprüft, ob Geräte angeschlossen sind. Wenn ein Laufwerk am Kanal hängt, so gibt dieses meist rasch eine Rückmeldung ans Bios. Ist der Anschluss nicht belegt, wartet das Bios einige Sekunden auf eine Rückmeldung, bevor es den Kanal als nicht genutzt einordnet.
Sie haben zwei Möglichkeiten, den Bios-Check brach liegender Kanäle zu unterbinden: Drücken Sie die Taste <F4>, wenn Sie am Startbildschirm sehen, dass das Bios einen ungenutzten Kanal kontrolliert. Das Bios bricht dann die Laufwerkssuche an diesem Kanal ab. Wiederholen Sie das bei jedem weiteren ungenutzten Kanal.
Bequemer ist es, im Bios-Setup die nicht genutzten Kanäle zu deaktivieren, also von “Auto” auf “None” setzen. Sie finden die Einstellungen meist im Menü “Standard CMOS Setup”, “Standard CMOS Features” oder “IDE Devices Config”.
Wichtig: Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt eine zusätzliche EIDE-Festplatte am Controller anschließen, müssen Sie für diesen Kanal die Einstellung wieder auf “Auto” setzen. Andernfalls kann das Bios die Platte nicht ins System integrieren, sie bleibt unerreichbar.


Der Bios-Check dauert zu lange

Problem : Wenn Sie den PC starten, checkt das Bios für etliche Sekunden das RAM.

Lösung : Standardmäßig ist das Bios so konfiguriert, dass es die RAM-Module dreimal auf Fehler überprüft. Je mehr Arbeitsspeicher Sie installiert haben, desto länger dauert die Aktion. Erst wenn das letzte Bit getestet ist, geht’s weiter. Dieser mehrfache Rundum-Check ist aber nur bei neu installierten Modulen sinnvoll. Laufen die RAMs, können Sie ihn deaktivieren. Suchen Sie dazu im Bios nach einer Option wie „Quick Power on Self Test“. Setzen Sie diese auf “Enabled”. Damit haben Sie den Schnellstart aktiviert, der den langwierigen RAM-Test umgeht. Tipp: Sie wollen auf der sicheren Seite sein und den RAM-Test nur gelegentlich überspringen? Dann ändern Sie nichts im Bios. Drücken Sie stattdessen während des RAM-Checks die <ESC>-Taste. Sie unterbindet ebenfalls den ausführlichen Arbeitsspeicher-Test.

Bios und/oder Windows unterschlagen Speicher

Problem : Sie haben eine neue Festplatte gekauft. Doch das Bios oder Windows erkennen einen Teil der Plattenkapazität nicht.

Lösung : Schon immer gibt es Kapazitätsgrenzen bei Festplatten, die vom Bios oder Betriebssystem verursacht werden. Sie liegen bei: 8,4 GB (Bios), 32 GB (Bios und Windows vor Win 95 OSR2), 64 GB (Format-Befehl Fdisk vor Windows ME, 2000 und XP) und 127 GB (Bios und Windows vor 2000 und XP). Hauptplatinenhersteller und Microsoft konzentrieren sich nämlich darauf, die jeweils zum Produktionszeitpunkt aktuelle Hardware ins System zu integrieren. Vorausschauend wird dabei selten gearbeitet, zumal sich nicht immer abschätzen lässt, was die Zukunft bringen wird. Je nach Ursache der Kapazitätsgrenze gibt es unterschiedliche Lösungen.
Bios: Oft bieten PC- oder Hauptplatinenhersteller Bios-Updates an, mit denen sich nicht mehr taufrische, aber dennoch aktuelle Produkte up to date halten lassen. Ein Blick auf die Website des PC- und/oder Hauptplatinenherstellers lohnt sich. Auch einige Drittanbieter haben sich auf Bios-Upgrades spezialisiert, beispielsweise die amerikanische Firma E-Support . Ein Bios-Upgrade kostet Sie hier rund 40 Euro. E-Support liest mit dem englischsprachigen Gratis-Tool Bios Agent Bios-relevante Daten Ihres PCs aus und stellt daraufhin ein Bios speziell für Ihre Platine zusammen. Informationen zum genauen Prozedere finden Sie auf der englischsprachigen Website.
Dennoch bleibt ein Restrisiko, das Sie tragen: Schlimmstenfalls läuft Ihr System nach dem Upgrade nicht mehr. Denn ein Allround-Bios gibt es nicht, das Bios muss zur Hauptplatine passen.
Können Sie partout kein Bios-Update für Ihren alten PC auftreiben, schafft eine PCI-Controller-Karte mit eigenem Bios Abhilfe, etwa die DC-133-Raid von Dawicontrol .
Windows: Microsoft bietet ebenfalls Lösungen an. So kommt auch Win 98 über die 64-GB-Hürde, nachdem Sie den Microsoft-Patch installiert haben. Windows XP und 2000 unterstützen zwar Festplattenkapazitäten über 127 GB, aber erst nach der Installation der aktuellen Patches von der Microsoft-Site . Übrigens: Diskmanager allein können bei der 64- und 127-GB-Begrenzung nicht weiterhelfen.

Bios-Kompendium bietet Hilfe

Problem : Sie wollen die Hieroglyphen Ihres Bios enträtseln. Doch das Handbuch zur Hauptplatine gibt nur dürftig Auskunft.

Lösung : Werfen Sie einen Blick ins BIOS-Kompendium . Die größte deutsche Datenbank bietet Ihnen Hilfestellungen, Erklärungen und Einstellungstipps zu allen BIOS-Versionen. Das kostenlose Kompendium gibt's als Offline-Variante zum Download oder als Online-Version, in der Sie sofort stöbern können.

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