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250-Euro-PC mit SSD im Eigenbau

17.10.2017 | 10:52 Uhr |

Für einen Selbstbau-PC mit einer SSD müssen Sie höchstens 250 Euro ausgeben und können dennoch problemlos Büroarbeiten erledigen oder im Internet surfen. Welche Hardware Sie dafür brauchen, haben wir in diesem Kaufratgeber übersichtlich aufgelistet.

Für bereits 250 Euro können Sie sich einen PC zusammenstellen der sogar mit einer recht flotten SSD ausgestattet ist. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Festplatte lässt sich das System nochmals deutlich schneller betreiben. Für den günstigen Preis dürfen Sie allerdings kein Gaming-Monster erwarten. Einige Oldies oder Low-End Spiele sollten zwar möglich sein, die Maschine richtet sich jedoch eher an Büroanwender als Home-Office- bzw. Büro-Computer oder Gelegenheits-User die den Rechner als Internet-PC zum Surfen im WWW betreiben wollen. Auch eine Lösung als Media-PC für Ihr TV-Gerät wäre möglich. YouTube, Facebook, Gmail etc. alles kein Problem.

Herzstück des Rechners ist in unserem Fall der Intel Pentium G4400 -CPU mit 3,3 GHz und zwei physikalischen Rechenkernen. Dieser bietet auch eine On-Chip-Grafiklösung somit sparen wir uns eine komplette Grafikkarte die wir für Minimalanwendungen nicht benötigen. Die CPU ist aus der Skylake-Generation. Gegenüber der älteren Haswell-Generation sparen die CPUs sogar etwas an Strom. Die Thermal Design Power (TPD) bei Dual-Core-CPUs der Haswell-Generation lag bei 54 Watt, die neuere Generation kommt mit nur noch 47 Watt aus. Auch können wir mit unserer Skylake-CPU DDR4-Arbeitspeicher verwenden. Als Mainboard haben wir das MSI H110M Pro-VD gewählt. Motherboards mit dem H110-Chipsatz sind kostengünstig und eignen sich als Basis für Business-Lösungen oder Home-Office-PCs. Als Arbeitsspeicher reicht uns die Minimal-Ausstattung von 4 GB DDR4-2133 RAM der Firma Crucial. Als Gehäuse haben wir das Zalman T1 Plus gewählt. Designtechnisch dezent und komplett in schwarz bietet das Gehäuse auch etwas fürs Auge und wirkt nicht wie ein Gaming-Bomber, wie es bei so vielen Gehäusen der Fall ist. Das Case bietet einen USB 3.0 Anschluss an der Front und kommt mit einem Gehäuselüfter an der Rückseite bereits vorinstalliert. Für die nötige Power sorgt das Corsair VS350 -Netzteil mit 350 Watt - auch Upgrades sind hiermit noch problemlos möglich. Als SSD kommt bei uns die Team Group L5 Lite Series 2,5 Zoll SSD, SATA 6G - 120 GB zu Einsatz.

Das sollten Sie beim Kauf und Bau beachten

Beachten Sie bitte, dass wir bei der Kalkulation der Preise die Versandkosten außen vor gelassen haben. Für die Ermittlung der Preise haben wir unseren PC-WELT-Preisvergleich genutzt, Stand der Preise ist der 12. Oktober 2017. Preisänderungen sind somit vorbehalten.

Weiterhin sollten Sie beim Kauf der Prozessoren darauf achten, sich immer die Boxed-Variante in den Warenkorb zu legen: Zwar sind die Tray-Versionen etwas günstiger und kommen ohne den Boxed-Kühler, doch nur bei den Boxed-Prozessoren erhalten Sie die volle Gewährleistung im Falle eines Defekts!

Für ein Komplett-System fehlt natürlich jegliche Peripherie an Ein- und Ausgabegeräten wie Maus, Tastatur oder Monitor. Auch ein Betriebssystem ist im Preis nicht enthalten.

Komponente

Modell

Bester Preis im Preisvergleich

Prozessor

Pentium G4400 3,3 GHz

47,90 Euro

Kühler

Boxed-Version

Mainboard

MSI H110M Pro-VD

44,90 Euro

Arbeitsspeicher

Crucial Value Series DDR4-2133, 4 GB

36,50 Euro

Grafikkarte  

Onboard

Soundkarte

Onboard

SSD

Team Group L5 Lite Series SSD - 120 GB

51,90 Euro

Gehäuse

Zalman T1 Plus

23,67 Euro

Netzteil

Corsair VS350

33,84 Euro

Summe:

238,71 Euro

So rüsten Sie den 250-Euro-PC auf

Ein DVD-Laufwerk ist in der heutigen Zeit nicht mehr zwingend notwendig, falls jedoch der Wunsch nach einem besteht bietet der Asus DRW-24D5MT -DVD-Brenner genug fürs Geld. Die 120-GB-SSD reicht für das Betriebssystem vollkommen aus, eine Clean-Installation von Windows 10 benötigt nur rund 10 GB, die Upgrade-Version von Windows 10 ca. 20 GB. Falls sich bei Ihnen im Laufe der Zeit jedoch einiges an Daten ansammelt können Sie entweder auf Cloud-Lösungen ausweichen oder den Rechner um eine 1-TB-HDD upgraden, hier bietet sich die Western Digital Blue, SATA 6G, 3,5 Zoll - 1 TB -HDD an. Auch der Arbeitsspeicher lässt sich erweitern. So können Sie beispielsweise einen weiteren 4-GB-DDR4-Speicherriegel hinzukaufen und so zudem den schnelleren Dual-Channel-Modus ausnutzen. Dann werden auch RAM-intensivere Anwendungen wie zum Beispiel Bildbearbeitungssoftware für den Rechner zum Kinderspiel.

Komponente

Modell  

Bester Preis im Preisvergleich

DVD-Brenner

Asus DRW-24D5MT

14,90 Euro

HDD

Western Digital Blue - 1 TB

41,73 Euro

Arbeitsspeicher

Crucial Value Series DDR4-2133, 4 GB

36,50 Euro

Upgrade auf einen Gaming-Rechner?

Wenn es sich nur um Partien der Klassiker CS:GO, League of Legends oder Dota2 handelt, reicht neben dem RAM-Upgrade eine günstige Grafikkarte wie die Inno3D GeForce GTX 1050 Twin X2 . Von einem „Gaming-Rechner“ kann jedoch nicht die Rede sein!

Komponente

Modell

Bester preis im Preisvergleich

Grafikkarte

Inno3D GeForce GTX 1050 Twin X2 2GB GDDR5 1354MHz

119,90 Euro

Ein Upgrade zu einem waschechten Gaming-Rechner macht mit der gewählten Hardware leider kaum Sinn. So müssten Sie für eine längerfristige sowie zunkunftstaugliche Gaming-Lösung eine andere CPU, anderes Mainboard, möglichst einen anderen/mehr Arbeitsspeicher, ein stärkeres Netzteil sowie eine potente Gaming-Grafikkarte in Erwägung ziehen. Das wäre ein Sprung um zusätzlich mindestens 300 Euro, dazu mehr in einem kommenden Ratgeber auf PC-WELT.

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