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Bildschirmschoner: Schutz für den Pausensnack

Anforderung

Zeitaufwand

Ist der Paßwortschutz des Windows-95-Bildschirmschoners einigermaßen sicher?

Nein, er ist sicher nicht sicher! Dieses Paßwort sorgt in keinem Fall für ausreichende Sicherheit. Besonders einfach ist es, den Paßwortschutz von älteren Bildschirmschonern unter Windows 95 zu umgehen. Sie können nämlich bei diesen Screensavern die Kennworteingabe sowohl mit <Strg>-< Esc> als auch mit <Strg>-< Alt>-< Entf> und "Task beenden" umgehen. Wir empfehlen Ihnen daher, grundsätzlich nur neuere Windows-95-Bildschirmschoner zu verwenden, bei denen dieser Trick nicht mehr funktioniert.

Doch auch die neueren Bildschirmschoner lassen sich ganz einfach aushebeln. Selbst wenn Sie sich nur kurz von Ihrem Arbeitsplatz entfernen, könnte jemand -wenn der Bildschirmschoner noch nicht gestartet ist -einfach das Kontextmenü des Desktops aufrufen, den Befehl "Eigenschaften" auswählen, und auf der Registerkarte "Bildschirmschoner" den Kennwortschutz deaktivieren. Wenn er ihn nach seinem Besuch auf Ihrem Rechner wieder aktiviert, merken Sie nicht einmal, daß jemand an Ihrem Rechner war.Das Paßwort des Bildschirmschoners wird verschlüsselt in der Registrierdatenbank unter Hkey_Current_User\Control Panel\desktop als Binärwert "ScreenSave_Data" gespeichert. Wenn dieser Schlüssel oder sein Wert gelöscht wird, ist der Paßwortschutz weg. Solange der Bildschirmschoner noch nicht aktiv ist, kann jeder Benutzer auch direkt das Paßwort ändern, da man für die Änderung des Screensaver-Kennworts nicht einmal das alte Paßwort kennen muß. Selbst wenn der Bildschirmschoner bereits aktiviert ist, läßt sich der Rechner neu booten, um das Paßwort zu deaktivieren, zu ändern oder zu löschen. -cn

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