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Fehler beim Serverkauf 2013 vermeiden

26.04.2013 | 14:25 Uhr |

Beim Erwerb eines Servers müssen wichtige Auswahlkriterien beachtet werden. Neben der Hardware spielt auch der Einsatzzweck eine wichtige Rolle. Von unseren Experten wollten wir wissen: Worauf müssen IT-Verantwortliche achten, wenn sie 2013 Serversysteme (Hardware) anschaffen wollen?

Peter Dümig, Dell: "Sie sollten den Fokus eindeutig auf die Themen Bedienbarkeit und Support legen. Sofern man bei der Beschaffung nicht komplett danebengreift, ist die Leistung von Servern heutzutage mehr als ausreichend."

Sascha Denz, Fujitsu: "Mehr denn je spielen die Skalierbarkeit und die Verwaltbarkeit von Serversystemen die wichtigste Rolle. Durch die anhaltende und fortschreitende Konsolidierung, Virtualisierung und Implementierung von Private Clouds müssen Server eine steigende Anzahl von virtuellen Maschinen aufnehmen, ausreichende Bandbreite zur Anbindung an Storage-Systeme und das Unternehmensnetz bieten und gleichzeitig die wachsende Komplexität mit einfacher Verwaltung kompensieren. Server sollten daher genügend Erweiterungsmöglichkeiten für Speicher, I/O und gegebenenfalls auch CPU und Festplatten bieten, um auch künftige Anforderungen erfüllen zu können. Gleichzeitig muss die Management Suite für die Server in der Lage sein, sich in übergreifende Managementsysteme zu integrieren, sodass sich Verwaltung und Monitoring der IT-Landschaft nicht auf viele Insellösungen verteilen, sondern übergreifend funktionieren."

Johannes Horneck, HP: "Von außen sieht die Hardware vielleicht noch so aus wie vor ein paar Jahren. Doch mittlerweile müssen die IT-Verantwortlichen nicht mehr nur über Prozessortakt und Festplattengröße entscheiden, sondern ihr Augenmerk auch auf die Verfügbarkeit richten. Denn hierbei unterscheiden sich die Hersteller. Außerdem laufen pro x86-Host heute immer mehr Applikationen. Ein Beispiel dazu: Auf einem HP-DL380-Server der achten Generation können Anwender bis zu 25 virtuelle Maschinen betreiben, das heißt 25 verschiedene Applikationen. Beim Serverausfall oder Neustart würden dann direkt 25 Applikationen ausfallen. Vor der Anschaffung müssen sich IT-Verantwortliche daher Fragen stellen wie zum Beispiel: Wie viele Serverneustarts pro Jahr sollen eingeplant werden? Wie viel ungeplante Ausfallzeit kann den Anwendern einer Applikation zugemutet werden? Weitgehende Selbstüberwachung und Selbstdiagnose, wie sie die HP-Gen8-Server bieten, helfen dabei, ungeplante Ausfallzeiten zu reduzieren. Außerdem sollten sich die IT-Verantwortlichen fragen, ob ein proaktives Servicekonzept das Passende wäre."

Volker Kuhm, IBM: "Es gelten die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit: TCO vor TCA - also Betriebskosten mit einbeziehen. Das heißt: energieeffiziente Systeme, die sich virtualisieren lassen und als konsolidierte Systeme ein hohes Maß an Auslastung ermöglichen und effizient im Betrieb sind. Systeme und die darauf laufenden Instanzen müssen sicher, skalierbar, verfügbar, investitionssicher sowie einfach und effizient im Betrieb sein."

Rolf Kersten, Oracle: "Oracle erwartet, dass Kunden zunehmend nicht mehr nur Server kaufen, sondern auf Applikationen hin optimierte Systeme. Diese Systeme sind aus einem Cluster von Servern, Interconnect und Storage aufgebaut. Sie stellen standardmäßig den Applikationen virtualisierte Ablaufumgebungen zur Verfügung und werden zentral und einheitlich verwaltet. Nur so lassen sich die drei Hauptanforderungen Performance, Sicherheit und Flexibilität erfüllen."

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