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Skype

09.01.2013 | 11:17 Uhr |

Kostenlos für zwei Teilnehmer; für drei oder mehr Teilnehmer: Premium ab 4,01 Euro/ Monat; Plattformen: Windows, OS X, Linux, Windows Phone, iPhone, Android

Skype  hat sich zu einer beliebten Software für kostenlose VoIP-Kommunikation entwickelt. Als Standard-Funktion dient dabei der Video-Chat mit zwei Teilnehmern. Version 5.1 vom Januar 2011 hat die Videokonferenz auch für mehr Teilnehmer eingeführt.

Die kostenlose Edition von Skype erlaubt nun zwar den Mehrfachnutzer-Chat, allerdings kann nur eine Person in einem solchen Chat die Videofunktion aktivieren. Für Gruppen-Videokonferenzen muss mindestens einer der Teilnehmer über einen Premium-Account verfügen. Den gibt's wahlweise in Form eines Tagespasses für 4,01 Euro oder als Monats-Abo für den gleichen Betrag (bei einem Abonnement für 12 Monate). Wer sich nicht für ein ganzes Jahr binden will, zahlt 6,99 Euro im Monat.

Wenn Sie nicht allzu viel von Ihrem Konferenz-Tool erwarten, ist Skype möglicherweise das beste Produkt, mit Gruppenchats zu beginnen. Dazu braucht jeder der Gesprächsteilnehmer eine eigene Version von Skype, die kostenlos zum Download bereit steht. Skype verfügt auch über Android- und iOS-Clients, sie unterstützen aber noch keine Multinutzer-Videokonferenz, sondern lediglich Videochats für zwei Teilnehmer.

Ratgeber VoIP: Telefonie über das Internet nutzen

Wer schon mit Skype vertraut ist, dem bereiten auch die neuen Videokonferenzen keine Probleme. Im weitesten Sinne handelt es sich dabei nur um die Eweiterung der bereits bestehenden Gruppenchats. Wie die meisten anderen Telefkonferenz-Anwendungen auch, erkennt Skype automatisch, welcher Teilnehmer gerade spricht und platziert dessen Video besonders prominent im Chat. Wenn hingegen mehrere Leute durcheinander reden, fokussiert Skype nicht. Sie können den Inhalt Ihres Bildschirms (bei mehreren Monitoren können Sie einen auswählen) teilen, allerdings nicht interaktiv: Tastatur und Maus kontrollieren Sie allein und keiner der Teilnehmer.

Die administrative Kontrolle über eine Videokonferenz ist begrenzt: Sie können Ihr eigenes Mikrofon stumm schalten oder Ihre Kamera deaktivieren, nicht jedoch bei jemand anderem. Für Skypes Datei-versenden-Funktion wäre es zudem schön gewesen, eine Datei an alle Chat-Teilnehmer gleichzeitig verschicken zu können - als Adressat kommt bislang aber nur eine Einzelperson in Frage. Ein Whiteboard oder Kommentar-Funktionen gibt es in Skype außerdem leider nur über Dritthersteller-Add-ons wie IDroo .

Skype als Tool für Videokonferenzen zu nutzen hat auch noch andere Schattenseiten. Zum einen können Diskussionsgruppen nicht gerade besonders groß sein: Die maximale Anzahl an Teilnehmern ist zehn - Skype empfiehlt nur Vermeidung von Performance-Problemen sogar, nur mit maximal fünf oder weniger Leuten zu chatten. Auch zeitlich sind die Skype-Konferenzen limitiert. Maximal zehn Stunden am Tag, 100 Stunden im Monat und vier Stunden pro Konferenz sind drin. Jede Überschreitung dieses Limits veranlasst Skype, den Video-Chat in einen reinen Audio-Chat umzuwandeln.

Eine Frage der Technik: So klappen Videokonferenzen perfekt

Wenn Sie außerdem vor haben, Ihre Videokonferenzen über Skype zu speichern, bietet Ihnen das Programm keine interne Möglichkeit dazu. Entweder greifen Sie also auf eine Reihe von Skype-Plug-Ins zurück oder auf eine Dritthersteller-Anwendung wie das eingangs erwähnte Evaer.

Fazit: Wer gerade erst in Videokonferenzen einsteigt, für den ist Skype ein idealer Anfangs-Spielplatz - vorausgesetzt, mindestens ein Teilnehmer verfügt über einen Premium-Account. Ein dickes Minus gibt es hingegen für die fehlende Aufnahmefunktion.

Welches ist das beste Tool?

Für diejenigen, die mit wenig oder keinem Budget in die Videokonferenz-Technik einsteigen wollen, ist Google+ Hangouts die erste Wahl. Dicht gefolgt von Skype, wobei Sie selbst oder einer Ihrer Teilnehmer über ein Bezahlkonto verfügen sollten.

Cisco WebEx Meetings verdient sich viele Pluspunkte durch seine kostenlose Basic-Version, die Unterstützung verschiedener Client-Typen und eine komplette Aufnahmeoption für Konferenzen. OmniJoin verzichtet zwar auf Mac-Unterstützung, bietet dem Endnutzer aber eine große Bandbreite an Tools zur Konferenz-Aufzeichnung und zur Überprüfung von Verbindungsproblemen.

Citrix GoToMeeting erreicht gute Noten bei der allgemeinen Interaktivität und dem Teilen von Inhalten; allerdings kassiert es fast genauso viele Minuspunkte für die eingeschränkte Aufnahmefunktion und eine fehlende Gratis-Option. Letzteres senkt auch die Attraktivität von Adobe Connect, was das Programm aber mit seiner breiten Plattform-Unterstützung und den durchdachten Präsentator-Funktionen wieder wett macht. Lync fällt aktuell noch komplett aus der Reihe, besitzt aber großes Potenzial - einen Blick wert, wenn der Mac-Client irgendwann mal stabil läuft und das Programm an vielen Ecken und Enden aufpoliert wurde.

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