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Basis-Online-Dienste gibt es in allen Smart-TVs

01.07.2013 | 07:46 Uhr |

Ist der Fernseher in das Netzwerk eingebunden, steht Ihnen eine Vielzahl internetbasierter Dienste zur Verfügung. Welche Angebote Sie nutzen können, hängt – wieder einmal – vom Hersteller des Geräts ab.

Die grundlegenden Internetdienste, dazu gehören unter anderem Facebook und Twitter, decken nahezu alle derzeit erhältlichen Modelle ab. Das Gleiche gilt aber auch für Youtube. Noch besser: Sie müssen dazu nicht über die Youtube-Webseite gehen, sondern greifen zu einer App. Der Vorteil: Sowohl Bedienungsoberfläche als auch Bedienerführung sind auf den Fernseher abgestimmt, was die Suche nach und das Abspielen von Videos wesentlich vereinfacht.

Neben Youtube, Facebook und Twitter gibt es eine Reihe weiterer Online-Anwendungen, die sich über beinahe alle aktuellen Smart-TV-Geräte nutzen lassen. Dazu gehören etwa verschiedene Nachrichtenportale, Wetterdienste und die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen sowie privaten Fernsehsender. Interessant für Musikliebhaber: Samsung unterstützt seit Anfang Oktober auch den Musik-Streaming-Dienst Spotify.

So kitzeln Sie alles aus Ihrem Smart-TV heraus

Mit Apps rüsten Sie weitere Online-Funktionen nach
Die neuen TV-Geräte setzen – ebenso wie Smartphones, Tablets und Windows 8 – auf Apps. Für den Anwender haben die Mini-Programme den großen Vorteil, dass sich der Funktionsumfang des Fernsehers ganz einfach erweitern lässt. Dazu genügt es, dem App-Store des jeweiligen Herstellers am TV-Bildschirm einen Besuch abzustatten, in der Liste der angebotenen Apps zu stöbern und die interessantesten Apps zu installieren.

Beispiel: Sie wollen wissen, wie Ihre Lieblingsmannschaft gespielt hat? Dann laden Sie die kostenlose App iLiga herunter. Sie möchten mit dem Fernseher die Musik internationaler Webradiostationen abspielen? Dann ist Shoutcast Radio die richtige App. Sie wollen Ihre bei Picasa eingestellten Fotos auf dem TV-Bildschirm anzeigen? Dann installieren Sie die gleichnamige App von Google.

In den App-Stores der jeweiligen Gerätehersteller erwarten den Nutzer zusätzliche Mini-Anwen- dungen und Spiele.
Vergrößern In den App-Stores der jeweiligen Gerätehersteller erwarten den Nutzer zusätzliche Mini-Anwen- dungen und Spiele.

Ein Großteil der in den herstellereigenen App-Stores angebotenen Progrämmchen ist kostenlos erhältlich. Allerdings gibt es auch Apps, für die Sie die Geldbörse zücken müssen. Um eine kostenpflichtige App zu erwerben, müssen Sie ein Benutzerkonto einrichten und Kreditkartendaten hinterlegen.

Doch Applikationen erweitern nicht nur den Funktionsumfang Ihres TV-Geräts, auch eine Vielzahl von Spielen steht zur Auswahl bereit. Dabei reicht die Spanne von einfach gehaltenen Geschicklichkeitsspielen, wie beispielsweise Angry Birds, bis hin zu ausgewachsenen Rennspielen wie Asphalt 5.

In einem wichtigen Punkt gleichen die App-Stores der TV-Hersteller den Vorbildern von Apple und Google: Haben Sie sich für ein Gerät entschieden, können Sie ausschließlich die im herstellereigenen App-Laden angebotenen Progrämmchen nutzen, nicht aber Apps aus anderen Quellen.

Was können die Heimnetzwerke der Zukunft?

Ein Browser für Webseiten ist mit an Bord

Zur Grundausstattung eines Smart-TVs gehört ein voll- wertiger Webbrowser, der es dem Anwender ermög- licht, über das Fernseh- gerät im Internet zu surfen.
Vergrößern Zur Grundausstattung eines Smart-TVs gehört ein voll- wertiger Webbrowser, der es dem Anwender ermög- licht, über das Fernseh- gerät im Internet zu surfen.

Zum Surfen im Internet sind Smart-TVs mit einem vollwertigen Webbrowser ausgestattet. Vollwertig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Browser-App im Grunde genommen so funktioniert, wie Sie es von einem Windows-PC, Smartphone oder Tablet gewohnt sind. Sie können beliebige Webseiten anhand ihrer URL aufrufen und häufig genutzte Angebote als Lesezeichen speichern. Richtig komfortabel ist das Surfen am Fernseher aber dennoch nicht. Die beiden größten Spaßbremsen sind die Seitendarstellung auf dem Bildschirm und die Bedienung.

Wer zwei oder mehr Meter vom Fernseher entfernt auf der Couch liegt, muss seine Augen ziemlich anstrengen, um die oft klein formatierten Webtexte lesen zu können. Die von allen Smart-TVs unterstützte Vergrößerung von Webseiten ist lediglich eine unzureichende Lösung. Denn je größer die Darstellung ist, desto mehr müssen Sie blättern. Und an dieser Stelle kommt die im Vergleich zu einem Touch-Bildschirm oder PC mit Maus unkomfortablere Bedienung ins Spiel.

Wer einmal versucht hat, eine längere Internetadresse mittels Fernbedienung einzutippen, weiß, wie leicht sich Fehler einschleichen können. Aber auch die Navigation durch eine Webseite ist mangels Maus nicht komfortabel. Ausnahmen stellen Fernseher dar, die mit einer speziellen Zusatzfernbedienung zum Surfen ausgestattet sind.

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