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Auftrag von Windows Phone 7: iOS und Android schlagen

20.10.2010 | 08:47 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Zielgruppe für Windows Phone 7 sind laut Microsoft ganz klar Endanwender, nicht Profis. Für Letztere führt Microsoft bis auf weiteres Windows Mobile 6.5/Windows Embedded Handheld ausdrücklich als eigene Produktreihe fort. Zumindest mittelfristig, bis die Funktionen von Windows Mobile irgendwann in Windows Phone 7 integriert werden.

Microsoft hat sich zum Launch-Termin von Windows Phone 7 völlig auf Privatanwender konzentriert. Aus strategischen Gründen: Microsoft muss schleunigst wieder Tritt im Massenmarkt fassen, um von iOS und Android nicht völlig abgehängt zu werden. Das ist die strategische Aufgabe von Phone 7. Erst wenn das geklappt hat und Developer-Ressourcen frei sind werden Windows Phone 7 und Windows Mobile zusammengelegt.

Wie sehr der Privatanwender, ja ganz besonders der technisch wenig versierte Otto-Normal-Handy-Nutzer im Fokus von Windows Phone 7 steht, erkennt man daran, dass Microsoft bei der Oberfläche und der Bedien-Logik von Phone 7 alles weggelassen hat, was den Benutzer irgendwie überfordern oder verwirren könnte.
 
Eines vorweg: Googlemail und Android lassen vom strategischen Ansatz her grüßen - wer sein Windows Phone 7 voll ausnutzen will, sollte ein Windows Live-Konto besitzen und damit sein Windows Phone 7-Gerät verbinden (genauso wie man ein Googlemail-Konto für ein Android-Smartphone besitzen sollte). Nur so stehen dem Benutzer alle Cloud Computing-Funktionen von Microsoft wie Hotmail, Kalender, Skydrive und Handyortung zur Verfügung. Mails von Hotmail, Kalendereinträge und Dateien, die auf Skydrive hochgeladen werden, werden automatisch im voreingestellten Abstand synchronisiert (auf unserem Testgerät, dem HTC Trophy, war das zuverlässig alle 30 Minuten der Fall).

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