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Aufräumen mit symbolischen Verknüpfungen

08.05.2011 | 07:09 Uhr |

Nachdem Sie die unerwünschten Daten auf Ihrem System identifiziert haben, sollten Sie Ihr digitales Chaos auf ein verwaltbares Niveau reduzieren können.

Als erstes stellen wir Ihnen die manuelle Methode vor. Statt in vielen unterschiedlichen Ordnern an zig unterschiedlichen Orten sollten Sie alles in einem einzelnen Ordner speichern. Ja, Sie haben richtig gelesen, in einem einzigen Ordner.

Natürlich kann dieser Ordner weitere Unterordner beinhalten, aber Sie sollten in der Lage sein, diese schnell und effektiv überblicken zu können. Falls Sie also ein Back-Up Ihrer Festplatte machen, so wäre es ausreichend diesen einen Ordner mit all Ihren wichtigen Daten zu sichern, anstelle der gesamten Festplatte. Also beschränken Sie sich auf einen Ordner für Ihre persönlichen Daten. Und wie es der Zufall so will, ist der Benutzer-Ordner bei Windows 7 prädestiniert für die Rolle des einen Ordners.

Nehmen wir einmal an, Sie hätten zwei Festplatten und Sie würden alle relevanten Daten auf der zweiten Platte speichern, damit die erste hauptsächlich als Windowspartition fungieren kann. Dieses System würde das gesamte Ein-Ordner-System zu Nichte machen. Sie würden wieder im Chaos-Dorf ankommen, wenn Sie all Ihre Videos auf D: speichern, statt diese in den extra dafür eingerichteten Video-Ordner bei Ihrem Benutzerkonto in Windows 7.

Hier kommt der große Vorteil von Windows symbolischen Verknüpfungen ins Spiel. Starten Sie das notwendige Kommando, indem Sie auf Start drücken und CMD in das Suchfeld eintippen. Halten Sie die Strg und Umschalt Tasten gedrückt und bestätigen Sie Ihre Auswahl mit Enter. Tippen Sie anschließend die folgende Zeile ein:
mklink /d c:\users\IhrName\einOrdner\videos d:\
Drücken Sie noch nicht Enter, denn zuvor erklären wir Ihnen, was diese Kommandozeile bedeutet.

In diesem Beispiel erstellen Sie eine Verknüpfung zwischen der gesamten D: Festplatte und dem Video-Ordner, den Sie in Ihrer neuen Ein-Ordner-Hierarchie erstellt haben (Wenn Sie einen anderen Ordner mit D: verknüpfen wollen, müssen Sie diese Zeile dem Ordner entsprechend anpassen). Betrachten Sie später Ihren Videos-Order, in der regulären Ordner-Ansicht, dann erscheinen die Videos, als wären diese dort gespeichert. Tatsächlich sind die Videos immer noch auf Ihrer D: Festplatte gespeichert, aber durch diese Verknüpfung können Sie schneller auf Ihre Videos zugreifen und Organisieren.

Eine Warnung müssen wir Ihnen jedoch noch zukommen lassen. Das „mklink"-Kommando erstellt immer ein neues Verzeichnis, also können Sie kein Zielverzeichnis wählen, welches bereits existiert. Deswegen weist die Kommandozeile auch nicht in das Users\IhrName\Videos-Verzeichnis. Wenn Sie dennoch direkt zu diesem Verzeichnis verlinken wollen, müssen Sie den gesamten Video-Ordner zunächst löschen, um Ihn anschließend über die symbolische Verknüpfung wieder zu kreieren.

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