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Aufbau der Konfigurationsdatei

02.08.2007 | 08:30 Uhr |

Eine Konfigurationsdatei sorgt dafür, dass Sie nicht alle Partitionen von Hand per "mount"Befehl einhängen müssen. Hier sind auch die nötigen Parameter eingetragen.

Achtung: Legen Sie als root unbedingt mit dem Befehl "cp /etc/fstab /etc/fstab.org" ein Backup dieser wichtigen Datei an, bevor Sie diese bearbeiten.

Außerdem sollten Sie eine Rettungs-CD (Live-CD) zur Hand haben, falls nach dem Bearbeiten der Datei beim nächsten Systemstart das Programm fsck Datei-
systemfehler meldet. Booten Sie in einem solchen Fall von der Rettungs-CD, hängen Sie die Systempartition Ihrer Linux-Installation ein, und kopieren Sie die Backup-Datei mit folgendem Befehl wieder zurück:

cp -f / etc/fstab.org /etc/fstab Die erste Zeile der Datei fstab enthält beispielsweise den Eintrag für die Systempartition "/", die ja automatisch beim Systemstart eingehängt wird. Der Aufbau der Textdatei, die im Verzeichnis /etc liegt, ist recht einfach: Jede Partition erhält eine eigene Zeile, die mit der Partitionsbezeichnung beginnt. Danach folgt der Einhängepunkt, also das Verzeichnis, in das die Partition gemountet werden soll . Dahinter steht der Dateisystemtyp, entweder in expliziter Form, etwa "ext3", oder mit "auto" zur automatischen Erkennung. Dann folgen die Optionen zum Einbinden einer Partition, jeweils getrennt durch ein Komma. Ganz am Ende der Zeile sehen Sie noch zwei Zahlen. Ein Eintrag sieht also beispielsweise folgendermaßen aus: /dev/hda5 / ext3 defaults 0 1 Hier wird die erste erweiterte Partition in einem logischen Laufwerk auf der Master-Festplatte am ersten IDE-Controller ("/dev/hda5") als Systempartition in das Wurzelverzeichnis "/" eingehängt. Das Dateisystem der Partition ist ext3, und diese wird mit den Default-Werten eingebunden. Um eine Partition zu mounten, für die in der Datei fstab ein Eintrag existiert, genügt ein gekürzter "mount"-Befehl: mount Sie können in /etc/fstab mit weiteren Optionen hantieren, die beim mount-Befehl keine Rolle spielen. Vor allem der Parameter "auto", beziehungsweise "noauto" nicht zu verwechseln mit dem Partitionstyp definiert, ob eine Partition automatisch beim Systemstart eingebunden wird oder nicht. Weitere wichtige Optionen sind "user" und "users". Beide bestimmen, ob Partitionen auch von Benutzern ein- und wieder ausgehängt werden dürfen. Der Unterschied zwischen den beiden Optionen: Mit "users" dürfen Benutzer auch von anderen Benutzern eingehängte Partitionen wieder ausklinken, mit "user" nur der Benutzer, der die Partition eingehängt hat. Mehr zu "mount"und fstab-Optionen erfahren Sie mit dem Konsolenbefehl "man mount", der die entsprechende Handbuchseite öffnet.

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