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Arbeitsspeicher: Speicher wird nicht erkannt

06.12.2007 | 11:36 Uhr | Michael Schmelzle, Verena Ottmann

Problem: Ihr neu eingebauter Arbeitsspeicher wird vom Bios oder Betriebssystem gar nicht oder nicht komplett erkannt.

Schritt 1: Prüfen Sie mit dem Tool Memtest86 , ob der Speicher defekt ist. Dazu kopieren Sie die Programmdateien auf eine Bootdiskette oder ein bootbares Medium. Booten Sie davon den PC – der Test läuft automatisch ab.

Schritt 2: Eventuell passen die RAM-Riegel nicht zur Hauptplatine. Welchen Speichertyp (etwa DDR oder DDR2) und welche Taktfrequenz der Chipsatz maximal unterstützt, steht im Handbuch zur Hauptplatine. Dort und auf der Website des Herstellers finden Sie übrigens auch die Angabe, welche Speichermodule er explizit auf Kompatibilität geprüft hat.

Schritt 3: Haben Sie kompatiblen Speicher eingebaut, überprüfen Sie im Bios die RAM-Parameter im Menü „Advanced Chipset Features“ oder „Chipset Feature Setup“. Ratsam sind die Standard-Einstellungen „DRAM Frequency: Auto“ und „Configure DRAM Timing by SPD: Enabled“.

Schritt 4: Haben Sie 4 GB oder mehr Speicher verbaut, so kann das Betriebssystem möglicherweise nicht den kompletten Speicher adressieren. Das ist etwa bei den 32-Bit-Desktop-Versionen von Windows 2000, XP und Vista der Fall. Diese Microsoft-Betriebssysteme unterstützen einen Speicheradressraum von 0 bis 4 GB. Falls Ihr PC mit 4 GB RAM bestückt ist, reserviert Windows zwischen 0,5 und 1,25 GB für den PCI-Adressbereich, der Rest steht dann für Programme zur Verfügung. Deshalb lassen sich mit den 32-Bit-Windows-Versionen maximal zwischen 2,75 und 3,5 GB Speicher nutzen. Wenn Sie mehr RAM verwenden wollen, müssen Sie eine 64-Bit-Windows-Version oder Linux einsetzen.

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