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Anwendungen schneller starten: Schlauerer „Ausführen“-Dialog

22.02.2009 | 09:13 Uhr | Hermann Apfelböck, Thorsten Eggeling, Christian Löbering

Problem: Der Dialog „Start, Ausführen“ durchsucht nach der Eingabe eines Programmnamens alle Ordner im Systempfad. Wird er dort (und in der Registry unter „Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\ Windows\CurrentVersion\App Paths“) nicht fündig, erscheint eine Fehlermeldung.

Lösung: Den Dialog können Sie mit einfachen Mitteln so tunen, dass er pfadunabhängig arbeitet. Die simple Idee besteht darin, mit der Batchdatei pcwStartRun bei Bedarf eine Suche auf der gesamten Platte zu veranlassen. Da der Dialog diesen Schritt nicht von sich aus unternimmt, geben Sie ihm als Signal lediglich einen Bindestrich vor: „- excel” startet alle Dateien, die im Namen „excel“ enthalten, die präzisere Eingabe „- excel.exe“ nur Programme mit dem Namen „Excel“. Sie können – etwa mit „- telefon“ – auch Benutzerdateien mit der zugehörigen Anwendung starten. Die Batchdatei müssen Sie nur auf Festplatte kopieren und per Doppelklick installieren. Übrigens hat die kleine Erweiterung noch einen Nebeneffekt: Nach einem Befehl wie „net use“ unter „Start, Ausführen“ erscheint die Ausgabe im Kommandointerpreter, schließt sich aber zu schnell, um sie lesen zu können. Geben Sie das Kommando in der Form „- net use“ ein, verhindert ein Pause-Befehl das vorzeitige Schließen.

Archivierung: Ordnerlisten bearbeiten und ausdrucken

Problem: Sie möchten den Inhalt eines Verzeichnisses möglichst bequem ausdrucken, um zum Beispiel einen Katalog Ihres Video-Archivs amzulegen. Leider stellt Windows keine derartige Funktion zur Verfügung.

Lösung: Ein neuer Kontextmenüpunkt erledigt den Job. Zunächst brauchen Sie dazu eine Batchdatei, die den Ausdruck besorgt. Diese Batch binden Sie im zweiten Schritt in das Kontextmenü ein.

1. Legen Sie im Windows-Ordner eine Datei mit dem Namen VerzDrucken.BAT an, und öffnen Sie diese mit Notepad. Tragen Sie die beiden Zeilen

dir %1 /-p /o:gn > "%temp%\VerzListe.txt"start /w notepad /p "%temp%\VerzListe.txt"

in die neue Batchdatei ein.

2. Nun starten Sie Regedit und öffnen den Schlüssel „Hkey_Classes_Root\Directory\shell“. Legen Sie einen neuen Unterschlüssel „Verzeichnis drucken“ und darunter den Schlüssel „Command“ an. Geben Sie der „(Standard)“-Zeichenfolge den Wert

cmd.exe /c c:\windows\verzdrucken.bat "%L"

Passen Sie gegebenenfalls den Pfad des Windows-Ordners an. Jetzt können Sie mit „Verzeichnis drucken“ im Kontextmenü eines Ordners eine Liste auf dem Standarddrucker ausgeben. Übrigens: Sie können die gleiche Aufgabe natürlich auch einer Makro-fähigen Textverarbeitung übergeben. Das bietet Ihnen die Vorteile, dass Sie die auszugebenden Informationen frei wählen können und mehr Möglichkeiten bei der Darstellung haben. Ein Beispiel für Word 97-2003 finden Sie mit der Datei pcwDateiliste.BAS . Um das dort enthaltene Makro „Dateiliste“ in Word zu integrieren, öffnen Sie mit <Alt>-<F11> den Visual-Basic-Editor, gehen auf „Datei, Datei importieren“ und suchen dann die Code-Datei, die Sie mit „Öffnen“ importieren. Nach dem Start des neuen Makros über „Extras, Makro, Makros“ können Sie in einem Dialog den gewünschten Ordner anklicken, dessen Dateien dann einschließlich aller Unterordner in einer neuen Word-Datei dargestellt werden.

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