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Task, Prozess & Anwendung: Grundlagen

20.12.2004 | 09:05 Uhr | Arne Arnold, David Wolski

1. Task, Prozess & Anwendung: Verwirrende Bezeichnungen

Problem: Sobald ein Programm startet, läuft es im Arbeitsspeicher und wird von Windows als Task verwaltet. Das Microsoft-Betriebssystem verwirrt den Anwender jedoch mit einer Vielzahl von Begriffen. Was bedeuten Task, Prozess und Anwendung?

Lösung: Windows macht es Ihnen nicht leicht, den Überblick über aktive Programme zu erhalten. Das beginnt mit einer irritierenden Vielfalt von Begriffen, beispielsweise im Taskmanager selbst: Laufende Programme – also EXE-Dateien – werden dort je nach Windows-Version mal Task, mal Prozess, mal Anwendung und mal Dienst genannt.

Unter Windows 95/98/ME kann man in jedem Fall von einem Task sprechen – die Begriffe Anwendung und Prozess verwendet Microsoft synonym. Zu den meisten Tasks gibt es ein Programmfenster. Wenn Sie etwa Word starten, läuft als Task die Datei WINWORD.EXE, und Sie sehen gleichzeitig die Bedienerführung von Word. Zu einigen Tasks gibt es aber kein Programmfenster, oder es ist ausgeblendet. Beispiel: das Programm EM_EXEC.EXE – es dient zur Steuerung von Logitech-Mäusen. Es wird zusammen mit dem Original-Maustreiber von Logitech installiert.

Unter Windows 2000 und XP existieren außer den Tasks noch Dienste. Sie werden von Windows anders verwaltet und entspringen dem Sicherheitskonzept dieser Windows-Systeme. Das neue Konzept erhöht die Sicherheit, birgt aber auch Gefahren (siehe Punkt 7). Wie Sie Überblick über die Dienste erhalten und sie gefahrlos beenden, erfahren Sie in Punkt 8.

2. Das verheimlicht Windows: Die unsichtbaren Tasks

Problem: Mit dem Taskmanager von Windows lassen Sie sich die laufenden Programme anzeigen. Doch das Betriebssystem verheimlicht Ihnen viele wichtige Informationen. Was taugt der Windows- Taskmanager?

Lösung: Mit der Tastenkombination <Strg>- <Alt>-<Entf> starten Sie den Taskmanager von Windows. Unter Windows 2000 und XP kommt zunächst eine Dialogbox, in der Sie „Task-Manager“ auswählen müssen.

Dieses Tool verrät Ihnen, welche EXE-Dateien zurzeit gestartet sind. Unter Windows 95/98/ME können Sie sich aber auf diese Angaben nicht verlassen. Vor allem Viren und Trojaner können sich unter diesen Betriebssystemen leicht verstecken. Sie tauchen dann häufig nicht in der Liste des Taskmanagers auf.

Unter Windows 2000 und XP ist die Liste dagegen vollständig und bietet etwas ausführlichere Infos. Sie wird im Taskmanager im Register „Prozesse“ angezeigt. Doch auch hier fehlen wichtige Informationen. Beispielsweise verrät das Tool nicht, in welchem Ordner die Programme liegen, welche Bedienerführungen zu den Tasks gehören und auf welche anderen Dateien sie zugreifen.

Der Windows-Taskmanager präsentiert also lediglich eine Liste von EXE-Dateien, die den meisten Anwendern wenig verrät und die unter Umständen noch nicht einmal vollständig ist. Zu einigen Tasks listet Windows nicht die zugehörige EXE-Datei auf, sondern lediglich den Fenstertitel des Programms.

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