Zwar ist es möglich, im Gnutella-Netz Nutzer zu identifizieren, aber dieses Unterfangen erweist sich als sehr schwierig. Mit der Zeit nimmt die technische Möglichkeit, eine Anfrage zurückzuverfolgen, exponentiell ab.

Downloads sind (genau wie bei Napster) nicht anonym. Es werden jedoch keine Aufzeichnungen über einzelne Nutzer erstellt und auch keine Nutzerprofile angelegt.

Die Justizbehörden haben daher sehr eingeschränkte Kontrollmöglichkeiten. Gnutella ist keine Firma, keine Institution. Es ist lediglich ein Protokoll, mit dessen Hilfe sich Computer verständigen. Es gibt keine zentralen Server, die abgeschaltet werden können. Solange es auf der Erde mindestens zwei Computer gibt, die sich auf der Basis dieses Protokolls verständigen, lebt Gnutella.

Gnutella versteht sich nicht als Tool zur Musikpiraterie, sondern als Technologie. Wie bei vielen anderen Technologien hängt es von den Nutzern ab, zu welchem Zweck sie benutzt wird.

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