1484073

Exchange-Programme von Drittherstellern

08.07.2012 | 07:09 Uhr |

Alternativ kann eine „Exchange Suite“ von einem Dritthersteller eingesetzt werden, was für den IT-Administrator zwei Vorteile hat. Der erste besteht darin, dass die unterschiedlichen Implementierungen der Hersteller entfallen. Und zum anderen arbeiten die Exchange Suiten mit der aktuellen Exchange-ActiveSync-Variante fehlerfrei zusammen. Des Weiteren besitzen die Programme zahlreiche Einstellungsoptionen für die individuelle Arbeit mit Exchange und ausbaufähige Mobile-Device-Management-Funktionen.

Die App „ Touchdown “ von Nitrodesk überzeugte die Tester in verschiedenen Tests mit ihrer grafischen Benutzeroberfläche und einer Bedienung, die stark an die Steuerung von Desktop-Outlook erinnert. Das Programm „ Moxier Mail “ kann zum Sieger aufschließen, aber muss in vielen Punkten subjektive Abstriche hinnehmen. Deshalb sollte die im Google-Play-Store erhältlichen Testversionen getestet werden. Auf dem letzten Platz landete „ RoadSync “ von Dataviz, aufgrund seiner Trägheit bei der Synchronisation von vielen Kalendereinträgen oder E-Mails. Außerdem gestaltete sich die Bedienung etwas langsam im Vergleich zu den zwei anderen Tools.

Soll Exchange auf dem Tablet-PC eingesetzt werden, sind Apple- gegenüber Android-Geräte vorzuziehen. Die Exchange-Anbindung gestaltet sich reibungsloser. Tools wie „Touchdown“ und „Moxier Mail“ stellen allerdings auch viele Funktionen auf Android-Geräten bereit, die kostenpflichtig und mit einigem Installationsaufwand verbunden sind.

Umgang mit Office-Dateien

Office-Dokumente lassen sich weder auf Apple-Tablet- als auf Android-Tablet-PCs verlustfrei bearbeiten ( das dürfte sich erst ändern, wenn Microsoft Office für das iPad und für Android-Tablets erscheinen wird ). Des Weiteren wird die Präsentation nicht immer korrekt dargestellt. Je nach App fehlen plötzlich Bilder, in Aufzählungen sind die Bullet Points falsch gesetzt und Überblend-Effekte zwischen Folien fehlen.

Probleme bereiten aber auch Word- und Excel-Dokumente. Im ersteren Fall stimmte das Seitenlayout nicht mehr, eingebettete Fotos, Überschriften und Formatierungen fehlten. Excel dagegen vergaß Dropdown-Listen und teilweise berechnende Verknüpfungen zwischen den Zellen einer Tabelle. Weiter funktionieren oftmals Makros auf dem Tablet-PC nicht.

Produktives Arbeiten mit einem Tablet-PC

Ein produktives Arbeiten ist nur mit einer externen Tastatur möglich, und Anwender sollten aufgrund des geringen internen Speichers ihre Daten in die Cloud auslagern. iPad-Benutzer können beispielsweise auf iCloud zurückgreifen. Weiterer Vorteil: Sie umgehen so zudem den Datenaustausch über iTunes.  

Alle Applikationen haben ihre charakteristischen Vor- und Nachteile. Office Apps von Apple wie „ Keynote “, „ Numbers “ und „ Pages “ lassen sich intuitiv bedienen. Allerdings besitzen die Programme keine Office-Kompatibilität und nur iCloud wird unterstützt. Bei „ Documents To Go Premium “ von Dataviz, „ Quickoffice Pro HD “ und “ Office2HD ” von Byte Squared müssen Anwender dagegen auf einige Cloud-Features verzichten.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1484073